Summa Summarum

2. September 2016

Summa Summarum


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Die Bundesregierung wird sich, Gerüchten nach, heute von der Entscheidung des Bundestages der Armenienresolution (Genozid) distanzieren. Und ich distanziere mich von dieser Bundesregierung!

„Zu End‘ ewiges Wissen! Der Welt melden Weise nichts mehr.“

 

Bernecker

 

Hans A. Bernecker: Traurig, aber wahr
Die Bundeskanzlerin hat vor genau einem Jahr alles gut gemeint, sehr menschlich entschieden und, soweit bekannt, ad hoc. Die Bilanz nach einem Jahr wächst sich zum Desaster aus.
Die K-Frage wird am Ende automatisch als Schlusspunkt der Geschichte zu werten sein. Wie lässt sich dies im größeren deutschen Rahmen einordnen? Konrad Adenauer gewann seine letzte Wahl gerade noch überzeugend, aber angeschlagen. Im Raum stand die Nachfolge von Ludwig Erhard, der nach Ansicht des Bundeskanzler nicht in der Lage war, der nächste Kanzler zu werden. Adenauer wehrte sich umfangreich, aber mit nachlassender Kraft und damit war das Ende seiner Kanzlerschaft vorgezeichnet.
Niemand konnte und wollte die Verdienste von Konrad Adenauer als Bundeskanzler in Zweifel ziehen. Doch so richtig diese Politik seit 1949 war, so wurde sie ab dem Mauerbau 1961 permanent fragwürdiger, damals insbesondere im Zuge der schwierigen Ost-West-Verhältnisse.
Der vierte Bundeskanzler der CDU, Helmut Kohl, erlebte das Gleiche. Sein kurzfristiger Antritt 1982 war eine Überraschung und seine Qualität als Kanzler stand schon 1987 auf der Kippe, nachdem sein Potenzial offensichtlich ausgeschöpft war und die Führungskraft verloren ging. Mit der Deutschen Widervereinigung ab 1989/90 erscheint er rückblickend wie der Phoenix, der aus der Asche stieg. In dieser Phase wurde er überzeugend der Kanzler der Einheit, wobei es auch blieb. In den Folgejahren verbrauchte er sich auf ähnliche Weise und spätestens ab 1998 stand die K-Frage ebenso dringend auf der Agenda wie im Falle Adenauer. Man kann sagen, 16 Jahre waren genug.
Die nächste Bundeskanzlerin der bürgerlichen Parteien steht nun vor dem gleichen Sachverhalt. Angela Merkel trat 2005 unter denkbar ungünstigen Bedingungen an, die sich in Europa und Deutschland darstellten: 2008 mit der Finanzkrise und deren Bewältigung über die Problematik der Europakrisen, ausgelöst durch Griechenland, bis zu der nunmehr der entscheidenden Sachfrage der Flüchtlingsproblematik. Niemand, der objektiv wertet, kann ihr diesbezüglich Fehler vorwerfen, insbesondere deshalb nicht, weil sie stets die Kanzlerin einer Koalition war. Partner wie Gabriel mögen nicht der Idealfall für Regierungsbeteiligungen sein, aber die Bundeskanzlerin folgt offensichtlich einer Idee, die ebenso ehrenhaft ist wie politisch wohl nicht umzusetzen. Das Schlimmste, was einem Politiker passieren kann, ist bekanntlich, dass er einem Ideal folgt.
Niemand wird bestreiten, dass die Euro-Idee ein Ideal ist. Über 360 Mio. Menschen profitieren davon, jeder auf seine Weise, aber keiner mit echten Nachteilen. Deshalb ist diese Idee auch weiterhin eine brauchbare Idee. Diese jedoch umzusetzen, zudem unter erschwerten Bedingungen, erfordert eine andere Sicht als in den vergangenen 16 Jahren seit der offiziellen Eröffnung der Eurozone. Daran verbraucht die Bundeskanzlerin ihre Kräfte.
Die K-Frage, 18 Monate vor der Bundestagswahl, ist damit nicht für die CDU oder eine andere Partei ein Problem, sondern für Deutschland. Denn die Politik von Angela Merkel wird, soweit Umfragen dies erkennen lassen, von immerhin 40 % der bürgerlichen Wähler nach wie vor geteilt. Vor gut 18 Monaten waren es noch angeblich 60 %. Auch ihre persönliche Beurteilung hat in etwa in den gleichen Relationen abgenommen. Die wachsende Mehrheit hält ihre Politik aber nun für verkehrt oder fragwürdig, auch dann, wenn sie objektiv durchaus richtig und vertretbar ist. Steht jedoch die Kanzlerfrage im Vordergrund, muss die bürgerliche Mehrheit der Deutschen, zusammengesetzt aus CDU, CSU und FDP und neuerdings AfD, eine brauchbare Lösung präsentieren, wie dieser Meinungsverbund bei der nächsten Wahl zur Mehrheit im Parlament führt. Dazu gehört eine andere Idee, eine andere Person und darin liegt aus unserer Sicht die entscheidende Frage schon in den kommenden zwei bis drei Monaten.

 

„Geldpolitik an der Grenze , Zinskanal verstopft“

http://www.xing-news.com/reader/news/articles/398884?link_position=digest&newsletter_id=15750&xng_share_origin=email

 

„Die Akteure an den Finanzmärkten haben den Überblick über das gesamte Geschehen verloren.“ Die Geldpolitik sei zum Reparaturbetrieb des Staates und der Finanzmärkte verkommen. Die Aktienmärkte würden von den Entscheidungen der Notenbanken abhängen: „Heute sind die Kapitalmärkte stärker ein Spiegelbild der Geldpolitik, während sie früher mehr ein Spiegelbild der Realwirtschaft waren.“

 

Negativzins
Das übertriebene Klagen der Banker

http://www.xing-news.com/reader/news/articles/398886?link_position=digest&newsletter_id=15750&xng_share_origin=email

 

This chart will scare anyone worried about the global economy turning Japanese

http://www.businessinsider.de/japan-demographics-chart-2016-9?nr_email_referer=1&utm_content=COTD&utm_medium=email&utm_source=Sailthru&utm_campaign=Post%20Blast%20%28moneygame%29:%20This%20chart%20will%20scare%20anyone%20worried%20about%20the%20world%20%27turning%20Japanese%27&utm_term=Markets%20Chart%20Of%20The%20Day%20-%20Engaged%2C%20Active%2C%20Passive%2C%20Disengaged?r=US&IR=T

 

S&P500 2171 (0%), NKY 16919 (-0,05%), HSI 23256 (+0,4%), SHCOMP 3059 (-0,14%), SX5E Future 3029 (+0,49%), EUR/USD 1,1198 (+0,01%), USD/JPY 103,4 (-0,16%), USGov10Y 1,5818% (+0,87%), Gold Spot 1313 (-0,09%), Brent 45,72 (+0,59%)

USA
· Cleveland Fed-Präsident Mester äußerte, es sei eine schrittweise Anhebung des Leitzinses von Nöten. BBG – 1.9.16
· Obama reist heute nach Asien, um an einer Reihe von Meetings mit Politikern und Führern der Welt, u.a. dem G20-Treffen in China, teilzunehmen. WSJ – 1.9.16
· Einer aktuellen Umfrage für die „Washington Post“ und ABC zufolge, haben 56% der befragten Amerikaner kein gutes Bild von Clinton und nur 41% ein gutes. Kein gutes Bild von Trump haben 59% und ein gutes 38% der Befragten. FAZ – 1.9.16
· Die Parteivorsitzende des französischen Front National Le Pen sprach sich offen für Trump aus. FAZ – 1.9.16
· Heute werden um 14.30 Uhr die Arbeitsmarktdaten der USA (Change in Nonfarm Payrolls) erwartet. Wir prognostizieren eine Höhe von 165.000 und liegen damit leicht unter dem Consensus von 180.000. GS – 28.8.16
· Apple (AAPL) kritisierte die €13Mrd hohe Steuernachforderung der EU und kündigt für 2017 milliardenschwere Steuerzahlungen in den USA in Verbindung mit der Rückführung von im Ausland angelegten Wertpapieren an. SZ – 1.9.16
· Eine SpaceX-Rakete explodierte gestern bei einem Testlauf und zerstörte dabei auch einen Satelliten von Facebook (FB) für das Projekt Internet.org. FAZ – 1.9.16
· Eine Forschungsgruppe von Amazon (AMZN), Alphabet (GOOGL), Facebook (FB), IBM (IBM) und Microsoft (MSFT) soll die Auswirkungen von künstlicher Intelligenz auf die Gesellschaft und Wirtschaft erörtern. NYT – 1.9.16
· Google (GOOGL) soll Insidern zufolge das Projekt für die Entwicklung eines modularen Smartphones aufgegeben haben und die Technologie von Project Ara verkaufen wollen. RTRS – 2.9.16
· CFO Shammo von Verzion Communications (VZ) wird Ende Dezember in Rente gehen und von Ellis abgelöst werden. BBG – 1.9.16
· Hewlett Packard Enterprise (HPE) erwägt, seine Software-Sparte für bis zu $10Mrd zu verkaufen. WSJ – 1.9.16
· Visa (V) fragte bei mehreren Banken an, bei einem Blockchain-Pilotprogramm zu partizipieren. 1.9.16
· US Daily: August Payrolls Preview GS – 1.9.16
· USA: ISM Weaker Than Expected; Construction Spending Report Mixed GS – 1.9.16
· USA: Unit Labor Costs Revised Up; Initial Claims Edge Up GS – 1.9.16
· Heutige Makrodaten: Trade Balance (-$44,0Mrd), Change in Nonfarm Payrolls (180.000), Unemployment Rate (4,90%), Factory Orders, Durable Goods Orders

ASIEN/EM
· Japan: Finanzminister Aso sagte am Freitag er hoffe dass sich die G20 Gemeinschaft auf die Verwendung aller politischen Möglichkeiten zur Sicherung des weltweiten Wirtschaftswachstums einigen werden. RTRS – 2.9.16 Das japanische Konsumentenvertrauen fiel im August mit 41,8 Punkten leicht schwächer aus als erwartet (vs. cons 42 Punkte). BBG – 2.9.16
· Aussagen des stellvertretenden chinesischen Finanzministers zufolge sind Chinas Überkapazitätsprobleme in einem Rückgang der weltweiten Nachfrage begründet. Seiner Ansicht nach sollte es auch einen globalen Lösungsansatz für die Problematik geben. RTRS – 2.9.16
· Indien: Der Nikkei Markit PMI des produzierenden Gewerbes stieg im August den 4. Monat in Folge und notiert aktuell 52,6 Punkte (vs. Juli 51,8 Punkte). GS – 1.9.16
· Australien: Aus Angst, dass andere Regierungen durch Spenden zu viel Einflussnahme an politischen Entscheidungen des Landes nehmen, kam die Debatte auf, ausländische Spenden an Australiens größte Parteien zu verbieten. WSJ – 1.9.16
· Südkoreas Wirtschaft wuchs in 2Q16 saisonalbereinigt um +0,8%qoq bzw. +3,3%qoq (vs. 1Q16 +3,2%yoy). CNBC – 2.9.16
· In Mexiko stieg der Inegi PMI des produzierenden Gewerbes um +1,4 Punkte auf 52,7 Punkte. Der IMEF PMI des produzierenden Gewerbes stieg hingegen im August nur um +0,7 Punkte auf 49,8 Punkte. Das Geschäftsvertrauen im produzierenden Gewerbe stieg im August um +0,1 Punkte auf 48,7 Punkte. GS – 1.9.16
· In Neuseeland stieg das Volumen der gesamten Bauvorhaben in 2Q16 um +5,5%qoq bzw. +15,6%yoy (vs. cons +2,0%qoq). GS – 2.9.16
· In Hong Kong erreichten die Immobilienverkäufe mit 5.821 Geschäftsabschlüssen im August ein 14-Monats-Hoch (Gegenwert HKD40,6Mrd). BBG – 2.9.16
· Der japanische Autohersteller Mazda (7261) ruft weltweit 2,3Mio Fahrzeuge zurück, Grund hierfür sind mögliche Probleme mit der Heckklappe sowie dem Dieselmotor. RTRS – 1.9.16
· Samsung (005930 KS) überlegt das neue Modell Galaxy Note 7 zurückzurufen, nachdem es Berichte darüber gab, dass einige Geräte infolge von Batterieproblemen Feuer gefangen haben. CNBC – 2.9.16
· Sonys (7658) CEO sagte am Donnerstag, dass trotz schwerer Restrukturierungsmaßnahmen der Konzern weiterhin in der Lage sein werde, kreative Produkte zu entwickeln, um einen Effekt bei Konsumenten auszulösen. CNBC – 1.9.16
· Heutige Makrodaten: Brasilien: Industrieproduktion

EUROPA:
· IWF: Lagarde sagt in einem Interview, dass ein Downgrade des globalen Wachstumsausblicks nach unten wahrscheinlich ist. RTS 01.09.16
· Deutschland Elektromobilität: Die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte für Elektrofahrzeuge ist in 1H um 600 auf 6517 gestiegen. Berlin ist mit 529 Ladepunkten Spitzenreiter, gefolgt von Stuttgart mit 366 und Hamburg mit 292. HB – 02.09.16
· Londons Führungsposition im globalen Währungshandelsgeschäft wird durch den Anstieg des RMBs als am stärksten gehandelte EM Währung durch die 3 größten Handelszentren Tokyo, Hong Kong und Singapur abgeschwächt. FT – 02.09.16
· Rocket Internet (RKET) berichtet einen Fehlbetrag von €617Mio, der insbesondere auf Abwertungen bei der Global Fashion Group („GFG“) zurückzuführen ist. RKET hält jedoch weiterhin an den ausgegebenen Zielen fest. HB – 02.09.16
· Steinhoff (SNH) gerät mit seinen Übernahmeplänen von Poundland in UK unter Zugzwang, da Aktivist Elliott einen höheren Kaufpreis erzwingen will. HB – 01.09.16
· Deutsche Telekom (DTE) stellt heute ein neues Streamingangebot für rund 7€ monatlich vor, bei dem 40 Fernsehprogramme live geschaut werden können. HB – 01.09.16
· RWE (RWE) und E.ON (EOAN): Die Bundesnetzagentur will die Renditen der Betreiber von Strom- und Gasnetzen drücken. HB – 01.09.16
· Deutsche Bank (DBK) und Commerzbank (CBK) schockieren mit den Planspielen einer Fusion die Mitarbeiter. HB – 01.09.16
· Heutige Makrodaten: 10.00am CET Italy GDP (consensus +0.7%yoy) and Norway Unemployment Rate ; 10.30am CET UK Construction PMI (consensus 47.0)
· European Economics Daily:: ECB Preview: Extending bond purchases Link

 

Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag und ein erholsames Wochenende! Have a nice day and weekend!

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Über Bernd Veith

Im Jahr 2016 blicke ich auf eine 25 jährige Erfahrung im Investmentbereich zurück. Nach meiner Ausbildung zum Kaufmann und Abschluss des allgemeinen wirtschaftlichen Abiturs, studierte ich zunächst an der Justus Liebig Universität in Gießen Psychologie. 1991 begann ich meine Laufbahn im Investmentbereich bei der Tecis Holding AG in Hamburg. Nach dem Aufbau einer Vertriebskoordination für die Cato GmbH, einem Unternehmen der Tecis Holding AG, in Lich, Hessen, machte ich mich 1995 mit einer Investmentberatung für Privatkunden und Unternehmen in Frankfurt selbständig und gründetet 1998 zusammen mit Michael Müller die Müller & Veith GmbH in Frankfurt. Die Müller und Veith Investmentfonds Beratungs GmbH etablierte sich schnell als eines der führenden Unternehmen und Spezialist in Beratung sowie Execution von offenen Investmentanlagen für private sowie institutionelle nationale wie internationale Mandate. Viele innovative Neuerungen in der Darstellung von Depots und in der professionellen Beratung und Betreuung von Kunden, die heute als selbstverständlich gelten, wurden durch die Müller & Veith GmbH initiiert oder zumindest maßgeblich beeinflußt. Der Firmensitz der Müller & Veith GmbH wurde im Laufe der Unternehmensgeschichte von Frankfurt a. Main nach Friedberg/Hessen verlegt. 2016 entschloß ich mich, die Müller & Veith GmbH an Herrn Volker Stache zu verkaufen und konzentriere mich nun weiterhin auf das, was mir am wichtigsten ist. In der neuen Funktion als Seniorberater, stehe ich selbstverständlich weiterhin den Kunden der Müller & Veith GmbH zur Verfügung. In meinem neuen Unternehmen investment-know-how, biete ich meine 25 jährige Erfahrung im Vertrieb, Investmentbereich, Kundenberatung, Unternehmensaufbau und -optimierung und natürlich auch als Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet, in Form von Coaching, Consulting und Events im Bereich B2C und B2B an. Sprechen Sie mich dazu gerne an! Mein Lieblingszitat ist: "Du mußt das was du denkst auch wollen, du mußt das was du willst auch sagen und du mußt das was du sagst auch tun"! (Alfred Herrhausen)

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