Summa Summarum

15. August 2016

Summa Summarum


MuellerVeith 24022

 

GLOBALE FINANZMÄRKTE
Wie der Irrsinn anfing

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BANKEN
Europas Banken-Krise: Wenig Aussicht auf Erholung

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Bernecker

 

Hans A. Bernecker: Vom Mount Everest!
Je höher man steigt, umso weiter sieht man. Diese alte Regel der Bergsteiger ist jetzt gefragt, wenn man die Höchststände der Indizes, insbesondere des Dow Jones als wichtigsten Indikator, anschaut, aber gleichzeitig einen Blick in die Gefühlstiefen rund um die Politik wirft.
Wir stehen auf dem Gipfel aller Berge, dem Mount Everest, und was sehen wir? Einen Boom gibt es nirgendwo, weder in den USA noch in Europa oder China etc. Das ist auch gar nicht möglich, weil fast alle Länder der Welt in den letzten 20 oder 25 Jahren ein Wohlstandsniveau erreicht haben, das vor 40 Jahren undenkbar schien. Am besten erkennt man das, wenn man x-beliebige Fotografien von damals und heute nebeneinanderlegt. Seien es Automodelle, Kleidung oder sämtliche elektronische Geräte. Das bedeutet:
Jeder Boom endet auf einem Tableau, bedarf der Verarbeitung, in der Wirtschaft und in den Köpfen der Menschen, bevor es weitergeht. Im Autobau wird dies das Elektro-Auto sein, was dem Smartphone folgt, weiß noch niemand, im Flugverkehr gelten ähnliche Kriterien bis zum Überschall etc. Aber:
Auch die Welt der Menschen wird bunter, wie wir mit den Flüchtlingsströmen zurzeit erleben. Alles zusammen bedarf der Verarbeitung.
Sämtliche Wachstumsgrößen der Wirtschaft können daher nicht boomen, sondern bestenfalls robust erscheinen. Damit umzugehen ist schwieriger, als es auf den ersten Blick erscheint.
Am Beispiel Deutschlands: Aus + 0,6 % Wachstum werden + 0,4 % Wachstum, wie heute gemeldet. Daran knüpfen findige Experten alle möglichen Perspektiven und Ziele, die schlicht nichts besagen. Diese optisch niedrige Zahl von 0,4 % ist aber immerhin rund 20 Mrd. Euro für das ganze Land mehr wert und verteilt sich in allen möglichen Formen. Darin stecken Gewinner und Verlierer wie üblich. Aber: Alle sind reich, so reich wie nie zuvor.
Die Vokabel „reich“ allein ist bereits ein Reizwort.
Reich ist ein Land, wenn es alle wesentlichen Bedürfnisse erfüllen kann. Im Verkehr wie in der Reinheit von Luft und Wasser oder in der Mindestversorgung von Krankheitsfällen aller Art. Das führt zu der Frage, was ist Armut? Letztere beginnt bei 60 % des Durchschnittseinkommens, was statistisch ermittelt wird.
Diese 60 % vom deutschen Durchschnitt sind aber in den schwächeren Bundesländern bis zu 75 und 80 % und in den reichen Gegenden wie München und Hamburg weniger als 50 %. Es liegt auf der Hand, dass in solchen Zahlen eine Menge Munition steckt, um damit Stimmung zu machen.
Wer sieht vom Gipfel des Mount Everest weiter? Selten nur einer, sondern meistens eine ganze Gruppe. Das ist die Börse. An der Börse tummeln sich ein paar tausend Experten, hinter denen eine geschätzte Zahl an erweiterten Experten und Managern von 200.000 steht. Viel mehr sind es nicht, denen eines gemeinsam ist:
Sie handeln ausschließlich mit Erwartungen. Das ist im Moment täglich nachzuvollziehen. Die Ergebnisse der Unternehmen werden ab- und aufgewertet, manchmal bis zu 10 % pro Tag. Es sind pure Reaktionen ohne viel Sinn. Aber dafür ergibt der Gesamtmarkt, die ganze DAX-Familie aus DAX, MDAX, TecDAX und SDAX, ein gutes Bild für die Erwartungshaltung eines ganzen Landes. Darin steckt die Erkenntnis, wie es weitergeht.
Selbst die Verlierer der letzten Jahre, die berüchtigten Schwellenländer, beginnen ebenfalls ihren zweiten Aufstieg. Der Erste lief nach Beginn der Globalisierung (etwa ab 1990) mit dem Zusammenbruch der Kommunistenreiche und dem ersten Aufbruch aus bitterer Armut in eine einigermaßen komfortable Welt. Auch hier sind Fotovergleiche für China oder Russland sehr aufschlussreich.
Nach einer Verarbeitungspause von fünf bis sechs Jahren, wie inzwischen absolviert, werden diese rund 35 bis 40 % der Weltbevölkerung nun in einen zweiten Wachstumszyklus hineinmarschieren, um den Anschluss an die etablierten Industrieländer des Westens zu finden. Die berühmteste Lücke dieser Art ist bereits beschrieben worden, insofern wiederhole ich lediglich: In China gibt es 50 Pkw pro 1.000 Einwohner. Alle westlichen Industrieländer liegen zwischen 700 und 950 Pkw. Wie wirkt es wirtschaftlich, wenn diese Lücke geschlossen wird, egal, ob in zehn oder zwanzig Jahren?
Was für Autos gilt, gilt ebenfalls für die Qualität von Wohnungseinrichtungen aller Art und sonstige Bedürfnisse der Menschen bis zum Luxus. Das steht noch bevor.
Das Hudson-Institut erregte einst die Welt mit einer besonderen Studie: „Ihr werdet es erleben.“ Das war 1967. . Berechnet wurde in dieser Studie, wie die Welt im Jahr 2000 aussehen wird, von damals aus gesehen in rund 30 Jahren. Liest man dieses Buch heute, muss man lachen. Sämtliche damals utopisch erscheinenden Angaben über Stromverbrauch, Autoproduktion und sonstige wirtschaftlichen Größen wurden um über 100 % und mehr überschritten. Der französische Journalist und Politiker Servan Schreiber antwortete auf dieses Buch mit einer eigenen Studie „Die amerikanische Herausforderung“. Er kam für Europa zu ähnlichen Ergebnissen, die ebenfalls belächelt wurden.
Werfen wir einen kurzen Blick ins Tal, wobei man auch die Karawane der Aufsteiger sehen kann, die den Mount Everest erklimmen. Vor weniger als fünf Wochen erregte der englische Brexit alle Gemüter. Der Weltuntergang war schon gewiss und nun? Halb vergessen!

 

The legacy of the 2011 debt ceiling fight is the biggest issue the next president will face on day one

http://www.businessinsider.de/budget-control-act-2016-8?r=US&IR=T

 

S&P500 2184 (-0,08%), NKY 16893 (-0,16%), HSI 22947 (+0,79%), SHCOMP 3130 (+2,6%), SX5E Future 3046 (+0,07%), EUR/USD 1,1161 (-0,01%), USD/JPY 101,27 (+0,03%), USGov10Y 1,5068% (-0,44%), Gold Spot 1339 (+0,15%), Brent 47,32 (+0,75%)

USA
Eine Umfrage von CBS News ergab, dass Hillary Clinton in einigen „Swing States“ derzeit vor Rivale Donald Trump liegt. So würden beispielsweise 45% der Wähler in New Hampshire Clinton und lediglich 36% Trump unterstützen. WSJ – 14.8.16
Alphabet (GOOGL) überdenkt die Fortführung seiner Highspeed-Internetsparte Google Fiber, nachdem sich die erste Markteinführung in bestimmten US-Städten als teurer und zeitaufwendiger erwies als erwartet. WSJ – 15.8.16
21st Century Fox (FOX) ernannte Abernethy und Shine zu den neuen Co-CEOs der Sparten Fox News Channel und Fox Business. BBG – 12.8.16
Qiagen (QGEN) kündigt synthetische Aktienrückkäufe von insgesamt $300Mio bis Ende 2017 an. HB – 14.8.16
US Week Ahead: August 15 – August 21 GS – 14.8.16
US Economics Analyst: The Crisis and its Aftermath: Back to the Future GS – 12.8.16
USA: U Michigan Consumer Sentiment and Business Inventories Edge Up; Q3 GDP Tracking +2.3% GS – 12.8.16
USA: July Retail Sales and PPI Softer than Expected GS – 12.8.16
Heute keine nennenswerten Makrodaten.

ASIEN/EM
China: Der IMF warnt vor dem Risiko einer Kreditblase und schätzt, dass der Wert von Kreditprodukten des Schattenbankensystems einen Wert von bis zu 30% des BIP des Landes ausmachen könnte. FT – 12.8.16 Währenddessen plant die Regierung Berichten zufolge die Einführung strengerer Standards in den Bereichen Umwelt, Sicherheit und Energieeffizienz, um gegen die Überkapazitäten in diversen Sektoren vorzugehen. RTRS – 13.8.16 Aussagen des Top-Ökonoms der Notenbank zufolge hat das geringere Wachstum der Geldversorgung die Wirtschaft des Landes nicht negativ beeinflusst und die Fundamentaldaten deuten weiterhin auf einen stabilen Wechselkurs der Währung hin. BBG – 14.8.16
Japan: Das BIP des Landes fiel in 2Q16 mit +0,2%qoq ann. schwächer aus als erwartet (vs. cons +0,7%qoq ann.) und war dabei vor allem durch rückläufige Kapitalinvestitionen getrieben. GS – 15.8.16 In einem darauffolgenden Kommentar sprach sich Wirtschaftsminister Ishihara dennoch zuversichtlich über eine Erholung der Wirtschaft des Landes durch eine starke private Nachfrage aus. RTRS – 15.8.16
Indien: Die Industrieproduktion stieg im Juni stärker als erwartet um +2,1%yoy (vs. cons +1,5%yoy) auf den höchsten Stand seit Oktober 2015. GS – 12.8.16 Währenddessen fiel die Inflation im Juli höher aus als erwartet, mit +6,1%yoy (vs. cons +5,9%yoy). GS – 12.8.16 Daneben fiel das Handelsbilanzdefizit im Juli geringer aus als erwartet und lag bei -$7,8Mrd (vs. cons -$8,5Mrd). GS – 12.8.16
Argentinien: Die Inflation der Konsumentenpreise stieg im Juli um +2,0%mom und damit schwächer als noch im Vormonat (Juni: +3,1%mom). Allerdings liegt die jährliche Inflation auf ihrem höchsten Stand seit mehr als 20 Jahren bei +47,3%. GS – 12.8.16
Türkei: Die Regierung stellt knapp einen Monat nach dem gescheiterten Putschversuch einen formalen Antrag auf die Festnahme des im US-Exil lebenden Gülen. Das Verhältnis zwischen dem Nato-Partner und den USA bleibt damit äußerst angespannt. RTRS – 14.8.16
Der japanische Elektronikkonzern Toshiba (6502) hat dank massiver Sanierungsmaßnahmen erstmals seit sechs Quartalen wieder einen Gewinn verbucht. RTRS – 12.8.16
Heutige Makrodaten: Russland Industrieproduktion, Ukraine GDP, Türkei Unemployment

EUROPA
Ein Austritt Großbritanniens aus der EU könnte sich bis Ende 2019 hinauszögern, weil für den Brexit vorgesehene Behörden noch nicht einsatzfähig sind. RTRS – 14.8.16
Der Chefvolkswirt der BoE, Andy Haldane, sieht die Geldpolitik nur als kurzfristigen Balsam für die britische Wirtschaft. RTRS – 14.8.16
Das Kraftfahrtbundesamt hat die Nachbesserungslösung für 460.000 weitere Fahrzeuge von VW (VOW3) freigegeben. HB – 14.8.16
Thomas de Maizière will mit Facebook (FB) über die Herausgabe von Nutzerdaten von Terrorverdächtigen sprechen. FNZ – 14.8.16
Der Monatsbericht der Deutschen Bundesbank steht an. Die Europäische Zentralbank gibt Zahlen zu den Anleihekäufen der Vorwoche bekannt. BBG
Lufthansa (LHA) und Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit brachen die Gespräche im Tarifkonflikt ergebnislos ab, wie Konzernsprecher Ogursky in einer E-Mail mitteilte. BBG FNZ – 14.8.16
S&P Global Ratings hat den Ausblick für die Bonitätsnote von SAP (SAP) von “stabil” auf “positiv” angehoben und das Rating von “A” bestätigt. Die Ausblick ist positiv. BBG
Deutsche Bank (DBK): Kritische Aktionäre wollen die Berufung von Stefan Simon in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank (DBK) verhindern. FNZ – 14.8.16 Außerdem verliert die Bank den Quant-Spitzenanalyst Yin Luo an Wolfe Research. Seit Jahren belegt Luo auf den Ranglisten von Quant-Strategen an der Wall Street die Spitzenposition. BBG
Der Aktionärsberater ISS hat sich weitgehend für die Vorschläge des aktivistischen Investors Active Ownership Capital zur bevorstehenden Hauptversammlung von Stada (SAZ) ausgesprochen. HB – 14.8.16
Deutschlands Außenminister Steinmeier sagt, Russland habe eine große Verantwortung für den Waffenstillstand in Aleppo. BBG
Tele Columbus (TC1) steigert den Umsatz in Q2 um 120,7% (von €119,9Mio) aufgrund der Konsolidierung vom primacom und pepcom. Das Q2 normalisiertes Ebitda steigt um +113% auf €59Mio. BBG
Palfinger (PAL) ist mit der Übernahme der in Oslo börsennotierten TTS Group gescheitert, wie das Unternehmen aus Österreich am späten Freitag erklärte. BBG
S Immo (SPI) verkauft deutsche Wohnimmobilien. Es wird ein Zufluss von ~€140Mio erwartet. BBG
Heute keine nennenswerte Makrodaten

 

Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag und einen guten Start in die Woche! Have a nice day and week!

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Über Bernd Veith

Im Jahr 2016 blicke ich auf eine 25 jährige Erfahrung im Investmentbereich zurück. Nach meiner Ausbildung zum Kaufmann und Abschluss des allgemeinen wirtschaftlichen Abiturs, studierte ich zunächst an der Justus Liebig Universität in Gießen Psychologie. 1991 begann ich meine Laufbahn im Investmentbereich bei der Tecis Holding AG in Hamburg. Nach dem Aufbau einer Vertriebskoordination für die Cato GmbH, einem Unternehmen der Tecis Holding AG, in Lich, Hessen, machte ich mich 1995 mit einer Investmentberatung für Privatkunden und Unternehmen in Frankfurt selbständig und gründetet 1998 zusammen mit Michael Müller die Müller & Veith GmbH in Frankfurt. Die Müller und Veith Investmentfonds Beratungs GmbH etablierte sich schnell als eines der führenden Unternehmen und Spezialist in Beratung sowie Execution von offenen Investmentanlagen für private sowie institutionelle nationale wie internationale Mandate. Viele innovative Neuerungen in der Darstellung von Depots und in der professionellen Beratung und Betreuung von Kunden, die heute als selbstverständlich gelten, wurden durch die Müller & Veith GmbH initiiert oder zumindest maßgeblich beeinflußt. Der Firmensitz der Müller & Veith GmbH wurde im Laufe der Unternehmensgeschichte von Frankfurt a. Main nach Friedberg/Hessen verlegt. 2016 entschloß ich mich, die Müller & Veith GmbH an Herrn Volker Stache zu verkaufen und konzentriere mich nun weiterhin auf das, was mir am wichtigsten ist. In der neuen Funktion als Seniorberater, stehe ich selbstverständlich weiterhin den Kunden der Müller & Veith GmbH zur Verfügung. In meinem neuen Unternehmen investment-know-how, biete ich meine 25 jährige Erfahrung im Vertrieb, Investmentbereich, Kundenberatung, Unternehmensaufbau und -optimierung und natürlich auch als Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet, in Form von Coaching, Consulting und Events im Bereich B2C und B2B an. Sprechen Sie mich dazu gerne an! Mein Lieblingszitat ist: "Du mußt das was du denkst auch wollen, du mußt das was du willst auch sagen und du mußt das was du sagst auch tun"! (Alfred Herrhausen)

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