Summa Summarum

23. Mai 2016

Summa Summarum


MuellerVeith 23978

 

EUROPÄISCHE GELDPOLITIK AUTOR: HANS-WERNER SINN
DIE ENTHEMMTE ZENTRALBANK

http://www.ludwig-erhard-stiftung.de/erhard-aktuell/standpunkt/die-enthemmte-zentralbank/

 

Der Steuertipp
Vorsicht, schwarze Fonds!

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/der-steuertipp-vorsicht-schwarze-fonds-14234212.html#GEPC;s6

 

Bernecker

 

Hans A. Bernecker: Ein Lichtblick!
Die Bundesregierung hat gestern entschieden, dass die gesetzlichen Krankenkassen einen Teil ihrer Finanzrücklagen in Aktien investieren dürfen. So lautet der Gesetzesentwurf, der noch der Bestätigung bedarf. Entsteht daraus eine Kettenreaktion der Einsichten und wenn, mit welcher Wirkung?
Zunächst geht es nur um die Rücklagen für die eigenen Mitarbeiter und dies mit nur 10 %. Greift dies, soll diese Überlegung auch für alle Finanzanlagen greifen, wobei man über die Quoten diskutieren wird, wie weit das vertretbar erscheint.
Das Bundesversicherungsamt beziffert die Altersrückstellungen auf 4,7 Mrd. Euro per Ende 2014 und per Ende dieses Jahres dürften es knapp 5 Mrd. Euro sein (Schätzung). Die Finanzreserven für die Verpflichtungen gegenüber den Kunden betragen 14,5 Mrd. Euro und sind davon noch nicht betroffen.
Ursache der Erkenntnis ist, dass alle Versicherer ihre eigenen Verpflichtungen auf dem Niveau der niedrigen Zinsen nicht erfüllen können. Das gilt für alle Versicherungen im Land, über Lebensversicherungen, Krankenversicherungen bis hin zu den Pensionsfonds, die zu Auszahlungen vertraglich festgelegter Beträge verpflichtet sind.
Das ist ein Anfang, der weiter reicht. Vorbild sind die amerikanischen und englischen Institutionen gleicher Art mit gleichen Verpflichtungen. Sie operieren seit Jahren mit hohen Aktienquoten und können damit nicht nur ihren Verpflichtungen genügen, sondern bauten erhebliche Polster in den Kapitalanlagen auf. Vorbilder sind die beiden kalifornischen Pensionsfonds, die zu den größten der Welt zählen.
Wer mit 10 % anfängt, wird schrittweise die Aktienquote erweitern müssen. Dabei bedient man sich mit Sicherheit der Vermögensverwalter, seien es Banken oder freie, weil die Kassen über kein eigenes Management verfügen. Immerhin:
10 % von 4,5 Mrd. Euro sind rund 450 Mio. Euro. Das ist nicht überwältigend viel, aber ein Anfang. Überträgt man diese 10 % auf alle anderen (Lebensversicherungen, Pensionsfonds etc.), kommt man auf Größenordnungen von etwa 35 bis 45 Mrd. Euro, ebenfalls geschätzt. Das wären nur 1,5 bis 2 % der Bruttosumme aller Kapitalanlagen dieser Gruppe und zunächst ein winziger Teil. Klar absehbar ist:
Investiert werden darf nur in DAX- oder MDAX-Werte und internationale Blue-Chips und dies nur mit Einschränkung. Eine weitere Hochrechnung ergibt sich aus einem anderen Zusammenhang: Sollen die früheren Aktienquoten wieder erreicht werden, bewegen wir uns in den Größenordnungen von 180 bis 280 Mrd. Euro, also in einer ebenfalls sehr breiten Spanne. Mithin ist der Aufbau solcher Aktienquoten nur über Jahre hinweg machbar. Der ganze DAX ist zurzeit aber nur eine Runde Billion Euro wert. Jetzt wird es spannend:
Chart BZ Woche, wem gehört der DAX?
Wem gehört der DAX? Zu 55 % als Mittelwert den Ausländern. Die einzelnen Aufteilungen sind in der Grafik aufgeführt. Das wären rund 550 Mrd. Euro, die in festen Händen liegen. Addiert man die deutschen Großaktionäre hinzu, etwa einige Familien wie im Fall von BMW, Henkel oder auch Beiersdorf etc. reduziert sich der denkbare Freefloat auf vermutlich nur 30 %. Es wird also eng.
Die deutschen Aktien gehören nach neuester Umfrage der Börsen-Zeitung, der auch die Grafik entnommen ist, zu den besten Investments weltweit. Vielfach vor den Amerikanern. Sie gelten daher als Dauer- und nicht als Gelegenheits-Investments. Dies gilt seit der Auflösung der Deutschland AG durch Rot-Grün vor gut 17 Jahren und in den genannten 55 % sind Staats- und Öl-Fonds die größte Gruppe. Der Anteil spekulativer Investoren ist relativ gering. Wie auch immer:
Der Aufbau der Aktienquoten, wie eingangs erwähnt, führt zu einer nachhaltigen Nachfrage bei einem zunehmend engeren Markt. Das ergibt eine Konstellation oder Perspektive, die demnächst alle Deutschen beschäftigen wird.

 

Bernecker

 

Mayers Weltwirtschaft
Ein Lob der Ungleichheit

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/mayers-weltwirtschaft/mayers-weltwirtschaft-ein-lob-der-ungleichheit-14245655.html#GEPC;s6

 

LUXUSWOHNTÜRME BOOMEN

Zimmer mit Aussicht

http://app.handelsblatt.com/my/finanzen/immobilien/luxuswohntuerme-boomen-zimmer-mit-aussicht/13618712.html?ticket=ST-6165077-ukWcWc17cFx5kAUWJWwn-ap4

 

BILLIONAIRE INVESTOR:

Distress is a ‚coming attraction‘

http://www.businessinsider.de/distress-is-a-coming-attraction-2016-5?r=US&IR=T

 

S&P500 2052 (+0,6%), NKY 16651 (-0,51%), HSI 19861 (+0,05%), SHCOMP 2835 (+0,33%), SX5E Future 2935 (+1,35%), EUR/USD 1,1227 (+0,03%), USD/JPY 109,81 (+0,31%), USGov10Y 1,8367% (-0,09%), Gold Spot 1252 (-0,04%), Brent 48,47 (-0,51%)                                                                                                 

                                                                                                                                                                                                                                                                      

USA

· Boeing Co. (BA) hat einen Auftrag der Firma VietJet Aviation Joint Co. zur Produktion von 100 Jets gewonnen. Der Auftragswert liegt bei $11,3Mrd, basierend auf dem Listenpreis von Boeing Co. Die Auslieferung der 100 bestellten Boeing 737 Max 200 soll zu Beginn des Jahres 2019 erfolgen. BBG – 23.5.16

· Eric Rosengren, der Präsident der Federal Reserve Bank of Boston, gab in einem Interview mit der Financial Times bekannt, dass er beginnen würde, eine engere Geldpolitik zu befürworten, nachdem sich die Wirtschaftslage seit dem Fed-Meeting im März deutlich verbessert hat. FT – 22.5.16

· Der Präsident der Federal Reserve Bank of San Francisco, John Williams, betonte in einem Interview, dass die amerikanische Präsidentschaftswahl die Fed nicht davon abhalten würde, die Zinsen gegebenenfalls zu erhöhen. WSJ – 22.5.16

· Umfragen haben ergeben, dass Hillary Clintons Vorsprung auf Donald Trump für den Gewinn der Präsidentschaftswahl kleiner geworden ist. Clinton liegt jetzt nur noch um 3 Prozentpunkte in Führung. WSJ – 23.5.16

· Viacom Inc. (VIA) gab bekannt, dass die Mitglieder des Vorstandes sich nicht mit dem 92-jährigen Mehrheitsaktionär Sumner Redstone treffen konnten, da seine Tochter Shari den Zugang zu ihrem Vater blockiert. Diese Kritik kam einen Tag nachdem Redstone zwei der sieben Personen des Vorstandes abgesetzt hat, die im Falle seines Todes über das Schicksal des $40Mrd-Unternehmen entscheiden würden. RTRS – 21.5.16

· Anthem (ANTM) hat um Genehmigung angesucht, um Cigna (CI) für $48Mrd. zu kaufen, da der Deal gegen das Kartellrecht verstoßen könnte. Des Weiteren haben sich beide Unternehmen gegenseitig beschuldigt, gegen den Übernahmevertrag verstoßen zu haben. WSJ – 22.5.16

· CF Industries (CF) und OCI (OCI.NA) haben bekanntgegeben, dass es nicht zu einer Kombination des amerikanischen, europäischen und globalen Vertriebes kommen wird. Als Grund dafür wird genannt, dass dadurch keine gravierenden Vorteile entstehen würden. BW – 23.5.16

· USA: Existing Home Sales Rise in April GS – 20.5.16

· US Economics Analyst: Retail Malaise More Micro than Macro GS – 20.5.16

· US Week Ahead: May 23 – May 29 GS – 22.5.16

· Heutige Makrodaten: Markit Flash US Manufacturing PMI (51,0)

 

ASIEN/EM

· Japans Handelsbilanz fiel im April mit JPY823,5Mrd (ca. $7,5Mrd) höher als erwartet aus (vs. cons +JPY302,5Mrd). Dabei sank das Exportvolumen im April um -4,6%yoy (vs. März -1,0%yoy & Februar +0,2%yoy). GS – 23.05.16

· Der Präsident der japanischen Notenbank, Kuroda, warnte davor, dass die Möglichkeit eines Austritts des Vereinigten Königreichs aus der EU aktuell eine der größten Risiken für die globale Wirtschaft darstelle. BBC – 22.05.16

· Der Vizepräsident der japanischen Notenbank, ist der Ansicht, dass die BoJ die Vorteile ihrer Negativzinspolitik „überzeugender“ erklären muss. WSJ – 22.05.16 Die amerikanische Regierung warnte am Samstag Japan währenddessen davor, dass es keinen Grund gebe den Yen abzuwerten und dabei in den Fremdwährungsmarkt einzugreifen. CNBC – 21.05.16

· Die täglichen Exporte Koreas sind für die ersten 20 Tage im Mai um 2,1% gewachsen und markieren damit zugleich die erste positive Lesung seit Februar 2015. GS – 23.05.16

· Brasilien: Sowohl IPCA Gesamt- als auch Kerninflation überraschten im Mai positiv; Gesamtinflation: +0.86%mom (vs. cons +0,76%mom) bzw. 9,62%yoy und Kerninflation: +0,96%mom bzw. 8,66%yoy. GS – 20.05.16

· Aussagen des ehemaligen Notenbankpräsidents der neuseeländischen Zentralbank gäbe es keinen Grund für die RBNZ sich beim Erreichen ihres Inflationsziels von 2% zu beeilen. BBG – 23.05.16

· Die Eisenerzpreise, welche durch die Anhäufung an Spekulationsgeschäften in China anstiegen, sind infolge von steigenden Lagerbeständen in den Häfen am Montag gefallen. BBG – 23.05.16

· Aussagen des stellvertretenden Ölministers zufolge plane der Iran nicht die Höhe seiner Ölproduktion einzufrieren. RTRS – 22.05.16

· Der türkische Verkehrsminister und Vertrauter Erdogans, Binali Yildirim, ist am Sonntag wie erwartet zum neuen Vorsitzenden der regierenden AKP-Partei gewählt worden. RTRS – 22.05.16

 

EUROPA

· Österreich: Laut letzten Hochrechnung liegen beide Kandidaten für das Präsidentenamt bei 50 Prozent. Nach Auszählung fast aller Stimmen (ohne Briefwähler) liegt Norbert Hofer (FPÖ) allerdings knapp vorne. SZ – 22.05.16

· Das griechische Parlament hat am Wochenende ein umstrittenes Gesetzespaket mit neuen Sparmaßnahmen gebilligt. Das Paket ist Teil der Vereinbarung Griechenlands mit seinen internationalen Gläubigern, €5,4Mrd einzusparen – nur so kann das Land mit weiterer finanzieller Unterstützung rechnen. FAZ – 22.05.16

· Bayer (BAYN) gibt ein Übernahmeangebot von $122 pro Aktie für Monsanto ab. BZ – 22.05.16

· Aixtron (AIXA) erhält ein Übernahmeangebot von €6 pro Aktie von Fujian Grand Chip Investment. BBG – 22.05.16

· Unicredit (UCG): Laut La Stampa könnte CEO Ghizzoni schon am Dienstag auf Druck der Aktionäre als CEO zurücktreten. BBG – 22.05.16

· Fiat (FCA) hat einem Zeitungsbericht zufolge bei Abgastests mit einer illegalen Abschaltvorrichtung betrogen. Das sei das Ergebnis einer Prüfung durch das Kraftfahrtbundesamt (KBA), so die BamS, die sich dabei auf den vertraulichen Prüfbericht beruft. HB – 22.05.16

· Atlantia (ATL) möchte laut CEO Castelluci in den nächsten 10 Jahren €15Mrd in Italien investieren. BBG – 23.05.16

· Nordea (NDA) erwartet €200Mio mehr Kosten auf Grund des geplanten Mergers mit ihren Tochterunternehmen. BBG – 22.05.16

· Enel (ENEL): Laut CEO Starace werden die Strompreise noch 2-3 Jahre auf niedrigen Level bleiben. BBG – 23.05.16

· Bilfinger (GBF): Für Bilfingers Bau- und Gebäudedienstleistungssparte gibt es nach dpa-Informationen mehrere Interessenten. Derzeit werden die Angebote der verschiedenen Kandidaten geprüft, wie mit dem Unternehmen vertraute Personen berichteten. FNZ – 22.05.16

· Stada (SAZ) hat sich nach der prinzipiellen Einigung im Streit mit einem aktivistischen Investor etwas mehr Zeit verschafft, um bei der nächsten HV auf die Forderungen von Active Ownership eingehen zu können. Stada teilte mit, dass der Termin für die nächste HV auf den 26. August verschoben wird. DJ – 22.05.16

· Nokia (NOKIA) wird in seinem Heimatland Finnland im Zuge des weltweiten Job-Abbaus weniger Arbeitsplätze streichen als ursprünglich geplant. FNZ – 22.05.16

· Ryanair (RYA): FY16 Umsatz €6,54Mrd vs. erwartet €6,55Mrd. Net Income €1,24Mrd vs. erwartet €1,28Mrd. Für 2017 erwartet RYA, dass sich das Net Income um 13% erhöht.

· European Economics Daily: The interaction between bank and sovereign risks in Italy GS – 20.05.16

· Heutige Makrodaten: Euro PMIs (10:00), EU Konsumvertrauen (16:00)

 

Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag und einen guten Start in die Woche! Have a nice day and week!

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Über Bernd Veith

Im Jahr 2016 blicke ich auf eine 25 jährige Erfahrung im Investmentbereich zurück. Nach meiner Ausbildung zum Kaufmann und Abschluss des allgemeinen wirtschaftlichen Abiturs, studierte ich zunächst an der Justus Liebig Universität in Gießen Psychologie. 1991 begann ich meine Laufbahn im Investmentbereich bei der Tecis Holding AG in Hamburg. Nach dem Aufbau einer Vertriebskoordination für die Cato GmbH, einem Unternehmen der Tecis Holding AG, in Lich, Hessen, machte ich mich 1995 mit einer Investmentberatung für Privatkunden und Unternehmen in Frankfurt selbständig und gründetet 1998 zusammen mit Michael Müller die Müller & Veith GmbH in Frankfurt. Die Müller und Veith Investmentfonds Beratungs GmbH etablierte sich schnell als eines der führenden Unternehmen und Spezialist in Beratung sowie Execution von offenen Investmentanlagen für private sowie institutionelle nationale wie internationale Mandate. Viele innovative Neuerungen in der Darstellung von Depots und in der professionellen Beratung und Betreuung von Kunden, die heute als selbstverständlich gelten, wurden durch die Müller & Veith GmbH initiiert oder zumindest maßgeblich beeinflußt. Der Firmensitz der Müller & Veith GmbH wurde im Laufe der Unternehmensgeschichte von Frankfurt a. Main nach Friedberg/Hessen verlegt. 2016 entschloß ich mich, die Müller & Veith GmbH an Herrn Volker Stache zu verkaufen und konzentriere mich nun weiterhin auf das, was mir am wichtigsten ist. In der neuen Funktion als Seniorberater, stehe ich selbstverständlich weiterhin den Kunden der Müller & Veith GmbH zur Verfügung. In meinem neuen Unternehmen investment-know-how, biete ich meine 25 jährige Erfahrung im Vertrieb, Investmentbereich, Kundenberatung, Unternehmensaufbau und -optimierung und natürlich auch als Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet, in Form von Coaching, Consulting und Events im Bereich B2C und B2B an. Sprechen Sie mich dazu gerne an! Mein Lieblingszitat ist: "Du mußt das was du denkst auch wollen, du mußt das was du willst auch sagen und du mußt das was du sagst auch tun"! (Alfred Herrhausen)

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