Summa Summarum

20. Mai 2016

Summa Summarum


11813516_917343804997373_2765301918506336899_n

 

IWF DRÄNGT GLÄUBIGER
Athen benötigt für Schuldendienst sehr niedrige Zinsen

http://www.xing-news.com/reader/news/articles/288117?newsletter_id=13305&xng_share_origin=email

 

Time for a 50-Year U.S. Treasury Bond

Time for a 50-Year U.S. Treasury Bond

 

Bernecker

 

Hans A. Bernecker: Öl macht‘s möglich!
Die amerikanische Inflationsrate stieg im April erstmals um 0,4 % und ergibt auf das Jahr hochgerechnet + 1,1 %. Wahrscheinlicher werden + 1,5 bis 1,6 %, wenn der inzwischen gestiegene Ölpreis lediglich auf dem aktuellen Niveau verharrt, aber in den Monatsraten jeweils berücksichtigt wird. Die Bond-Kurse drehen ins Gegenteil, weil die Zinsen der Inflationsrate im Prinzip folgen werden. Ob die FED dazu wesentlich beiträgt, ist offen. Doch sie öffnet die Tür für alles Weitere.
Der Ölpreis hat in den Berechnungen der Inflationsrate eine sehr hohe Gewichtung. Häufig höher, als vermutet wird, weil Öl in fast 70 % aller Produkte irgendwie enthalten ist (Ausnahmen Lebensmittel). Er fliesst daher in die Kalkulationen dieser Produkte herein, nur wird die Wirkung über längere Zeit erst richtig erkennbar. Die Erfahrungen aus der ersten Ölkrise ab 1974 belegen dies gut. Es dauerte damals fast fünf Jahre, bis der Öl-Schockpreis in den Endprodukten voll berücksichtigt war. Daraus entstand zu großen Teilen das Inflationspotenzial der 70er Jahre, wofür mehr als fünf Jahre benötigt wurden, um diese Teuerung wieder zu reduzieren.
Der Zins folgt diesem Modell im Prinzip, aber nicht im Gleichschritt. Die amerikanische FED kann die kurzen Zinsen demnächst anheben, vermutlich in mehreren kleinen Schritten, aber die Zinsen am langen Ende hat sie nicht im Griff. Die Kapitalmarktrendite entwickelt sich aus dem Markt heraus, der anderen Kriterien folgt. Ein Blick auf den deutschen Bund-Future ist hilfreich.
Der Bund-Future ist das Spiegelbild der Zins-Spekulationen im deutschen Bond-Markt. Darin stecken weniger Zinsrechnungen als Zinserwartungen. Sein Verlauf zeigt, wie sich die Bond-Kurse entwickeln werden, wenn die Zinsen schrittweise anziehen. Der Verlauf ist inzwischen so eindeutig geworden, dass daraus der Trendansatz erkennbar wird.
Ab den jeweiligen kritischen Punkten werden sich die Marktteilnehmer sehr selbstständig und unterschiedlich auf fallende Bond-Kurse und steigende Zinsen einstellen müssen. Der Einfluss der Zentralbank ist dann nur noch gering oder gar nicht mehr vorhanden.
Die EZB in Frankfurt steht vor dem gleichen Phänomen. Die europäische Inflation folgt im Wesentlichen dem amerikanischen Bild. EZB-Chef Draghi wird dann mit stolzgeschwellter Brust verkünden, dass es der Verdienst der EZB sei, die Inflation in die Wende zu zwingen. Das ist zu 100 % falsch, wie die Ölpreis-Wirkung zeigt. Doch es wird eine frohe Botschaft werden, deren Folgewirkung sehr zu beachten sein wird. Wie sich darauf die gesamte Kapitalmarkt-Szene einzustellen beginnt, ist an Zahlen schon belegt worden.
Zur Erinnerung: Alle Lebensversicherungen und sonstigen Kapitalsammelstellen stöhnen zurzeit über die niedrigen Zinsen für ihre Kapital-Anlagen. Die jüngsten Berichte über die Erträge in den Kapitalanlagen belegen, dass sie mit dem Rücken an der Wand stehen. Die Mahnungen der Bundesbank und anderer, dass man mit dieser Zinspolitik über kurz oder lang Schiffbruch erleidet, entnehmen Sie fast wöchentlich allen möglichen Medien. Es geht um gerundete Zahlen in den Größenordnungen von 200 bis 400 Mrd. Euro, allein für diesen Sektor, in dem Anleihen zu verkaufen sind, um Alternativen zu suchen. Egal, ob in Aktien, Gold oder Immobilien, was ausdrücklich offen ist.
Gleichzeitig mit dem Verlauf schwinden die stillen Reserven, die sich infolge der fallenden Zinsen in höheren Bondkursen ausdrücken oder ausgedrückt haben. Wer es also schafft, aus dieser Klemme herauszukommen, macht aus der Zinswende ein zusätzliches Geschäft. Das geht auch andersherum:
Man kann auf fallende Bond-Kurse spekulieren, indem man einen Bond-Put kauft. Jede Bank liefert Ihnen eine ganze Liste der Möglichkeiten mit Kursen, Terminen und Laufzeiten. Sie funktionieren wie DAX-Calls oder -Puts oder andere Puts oder Calls zum anderen. Die Schwankungsbreite der Kurse, sprich die Volatilität, ist erheblich. Was jedoch bevorsteht, ist unschwer zu skizzieren:
So wie diese Zinswende verläuft, wird sie nachhaltige Folgen für ganz spezielle Märkte haben, am direktesten für die Immobilien. Denn mit jeder bestätigten Zinswende wird jede Bank oder Sparkasse ihre aktuell attraktiven Zinskonditionen auf der Stelle ändern. Welche Wirkung dies für die Immobilien-Preise hat, kann sich jeder denken. Das verändert natürlich auch viele Randbereiche dieses Marktes und schlägt in Wellen auf völlig fremde Sektoren durch, woraus am Ende die Gefahr entsteht, dass es zu sehr schnellen Bewegungen kommt, die allein von den Marktteilnehmern gestaltet werden und bei denen Zentralbank nur zuschauen kann.

 

13254471_1179434975433907_2770480693310193757_n

 

Jim Rogers: There’s a 100% Probability of a U.S. Recession Within a Year

http://www.bloomberg.com/news/articles/2016-03-04/jim-rogers-there-s-a-100-probability-of-a-u-s-recession-within-a-year

 

Here’s how low interest rates all over the world can go

http://www.businessinsider.com/how-low-global-interest-rates-can-go-2016-5?nr_email_referer=1&utm_content=BISelect&utm_medium=email&utm_source=Sailthru&utm_campaign=BI%20Select%20%28Tuesday%20Thursday%29%202016-05-19&utm_term=Business%20Insider%20Select&IR=T

 

S&P500 2040 (-0,37%), NKY 16714 (+0,41%), HSI 19898 (+1,04%), SHCOMP 2803 (-0,13%), SX5E Future 2896 (-1,19%), EUR/USD 1,1204 (+0,01%), USD/JPY 110,14 (-0,16%), USGov10Y 1,8367% (-0,65%), Gold Spot 1253 (-0,1%), Brent 49,18 (+0,76%)

USA
· Es wird erwartet, dass Käufer für das Kerngeschäft von Yahoo (YHOO) $2-3Mrd bieten werden. Unter anderem ist Verizon Communications Inc. (VZ) unter den Mitbietern. WSJ – 20.05.16
· Die Obama-Administration erreicht eine Einigung über die $70Mrd Schuldenumstrukturierung von Puerto Rico. WSJ – 20.05.16
· Laut Hillary Clinton ist das Rennen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur effektiv vorbei und es gäbe keine Möglichkeit, dass sie nicht die Kandidatin der Partei wird. WSJ – 20.05.16
· SunEdison Inc. (SUNE) versucht ein Abkommen mit seinen Gläubigern über ein Darlehen abzuschließen, um einen Konkurs zu vermeiden. Gläubiger bekräftigten gestern, dass SunEdison sehr wahrscheinlich auch mit einem Finanzierungspaket von $1,34Mrd liquidiert werden müsste. BBG – 20.05.16
· Delta Air Lines (DAL) wurde von Fitch von BB+ auf BBB- aufgewertet. Der Ausblick ist stabil.
· Applied Materials (AMAT) Q2 Umsatz $2,45Mrd vs. Consensus $2,43Mrd, EPS $0,34 vs. Consensus $0,31, Aktienkurs nachbörslich +8%.
· Autodesk Inc. (ADSK) Q1 Umsatz $512Mio vs. Consensus $513Mio, Non-GAAP EPS $0,10 vs. Consensus $0,14, ARR +$61Mio vs. GS-Prognose von +$31Mio.
· USA: Jobless Claims Decline but Philly Fed Index Worsens GS – 20.05.16
· USA: Fed’s Dudley Signals Possible June/July Rate Increase GS – 20.05.16
· US Daily: An Update on Productivity GS – 20.05.16
· Heutige Makrodaten: CET Existing Home Sales, April (+1,3%)

ASIEN/EM
· Chinas Kabinett hat Zhang Tao, ein ehemaliges Mitglied des IWF, als neuen Vizepräsident der PBoC ernannt. RTRS – 20.05.16
· Eine Gruppe führender japanischer Gesetzgeber hat eine Petition aufgelegt, um die japanische Regierung dazu zu bringen, nächstes Jahr die geplante Steuererhöhungen durchzuführen. RTRS – 19.05.16
· Die Regierung Saudi Arabiens hat Gespräche mit Banken bezüglich der ersten Emission von Staatsanleihen des Königreichs aufgenommen. Diese sollen den durch niedrige Ölpreise angeschlagenen Staatshaushalt aufbessern. FT – 19.05.16
· Die südafrikanische Notenbank hat ihren Repo-Satz wie erwartet unverändert bei 7,0% (vs. cons 7,0%) gelassen und korrigierte ihre Inflationserwartung für 2016 von 6,6% auf 6,7%. GS – 19.05.16
· Brasiliens Übergangspräsident Temer wechselt den Konzernchef von Petrobras aus. Pedro Parente, der bereits vor 14 Jahren schon mal im Führungsgremium saß, werde den Ölriesen Petrobras leiten. HB – 20.05.16

EUROPA
· Griechenland: Wolfgang Schäuble rechnet nach einem Treffen mit IWF-Chefin Christine Lagarde mit einer Einigung über die Freigabe weiterer Griechenland-Hilfen. FNZ – 19.05.16
· Daimler (DAI): Daimler Trucks senkte am Donnerstag die Geschäftsprognose für das laufende Jahr. Die Sparte erwartet nun für das Jahr 2016, dass das Ergebnis vor Zinsen und Steuern aus dem laufenden Geschäft sowie der Absatz „deutlich unter den sehr guten Vorjahreswerten“ liegen werden. FNZ – 19.05.16 GS – 19.05.16
· VW (VOW3): Bei den Verhandlungen zum Haustarifvertrag bei Volkswagen haben sich IG Metall und der Konzern in der Nacht auf Freitag geeinigt. Ein Streik ist damit kein Thema mehr. HB – 20.05.16
· Deutsche Bank (DBK): Die Deutsche Bank untersucht einem Pressebericht zufolge eine Reihe von zweifelhaften Handelsgeschäften mehrerer Mitarbeiter. Diese hätten damit nach Schätzung interner Prüfer in unzulässiger Weise insgesamt 37 Millionen Dollar verdient, berichtete das „Wall Street Journal“. HB – 20.05.16
· Fiat (FCA) will nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums nicht mit deutschen Behörden über Prüfungsergebnisse des Kraftfahrtbundesamt (KBA) sprechen. Fiat habe einen anberaumten Termin kurzfristig per Anwaltsschreiben abgesagt und verweigere sich zunächst weiteren Gesprächen mit deutschen Behörden. DJ – 19.05.16
· Unicredit (UCG) überlegt Teile ihres Online Brokers Fineco sowie ihre Holdings in Polen und der Türkei zu veräußern, um ihr Kapital zu stärken. BBG – 19.05.16
· Elior (ELIOR) ist in Gesprächen mit Autogrill bezüglich einer Übernahme der französischen Bahn Konzessionen (€50Mio Umsatz). BBG – 19.05.16
· HSBC (HSBA) schließt die Hälfte aller indischen Filialen. BBG – 19.05.16
· Axel Springer (SPR) und Funke stellen ihre Zusammenarbeit beim Vertrieb ihrer Printerzeugnisse neu auf. Das ursprünglich geplante Gemeinschaftsunternehmen ist wegen kartellrechtlicher Bedenken vom Tisch. DJ – 19.05.16
· Ingenico (ING) kauft für S$88Mio Nera Payment Solutions. BBG – 19.05.16
· Richemont (CFR): FY Umsatz €11,1Mrd vs. Consensus €11,1Mrd. Gross Marge 64,3% vs. erwartet 64,6%. Operativer Gewinn €2,06Mrd vs. erwartet €2,29Mrd. Operative Marge 18,6% vs. erwartet 20,4%.
· European Economics Daily: May PMI preview: We expect an unchanged level at 53.0 GS – 19.05.16
· Heute keine nennenswerte Makrodaten

 

Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag und ein erholsames Wochenende! Have a nice day and weekend!

 

 

Advertisements
, , , , , , , ,

Über Bernd Veith

Im Jahr 2016 blicke ich auf eine 25 jährige Erfahrung im Investmentbereich zurück. Nach meiner Ausbildung zum Kaufmann und Abschluss des allgemeinen wirtschaftlichen Abiturs, studierte ich zunächst an der Justus Liebig Universität in Gießen Psychologie. 1991 begann ich meine Laufbahn im Investmentbereich bei der Tecis Holding AG in Hamburg. Nach dem Aufbau einer Vertriebskoordination für die Cato GmbH, einem Unternehmen der Tecis Holding AG, in Lich, Hessen, machte ich mich 1995 mit einer Investmentberatung für Privatkunden und Unternehmen in Frankfurt selbständig und gründetet 1998 zusammen mit Michael Müller die Müller & Veith GmbH in Frankfurt. Die Müller und Veith Investmentfonds Beratungs GmbH etablierte sich schnell als eines der führenden Unternehmen und Spezialist in Beratung sowie Execution von offenen Investmentanlagen für private sowie institutionelle nationale wie internationale Mandate. Viele innovative Neuerungen in der Darstellung von Depots und in der professionellen Beratung und Betreuung von Kunden, die heute als selbstverständlich gelten, wurden durch die Müller & Veith GmbH initiiert oder zumindest maßgeblich beeinflußt. Der Firmensitz der Müller & Veith GmbH wurde im Laufe der Unternehmensgeschichte von Frankfurt a. Main nach Friedberg/Hessen verlegt. 2016 entschloß ich mich, die Müller & Veith GmbH an Herrn Volker Stache zu verkaufen und konzentriere mich nun weiterhin auf das, was mir am wichtigsten ist. In der neuen Funktion als Seniorberater, stehe ich selbstverständlich weiterhin den Kunden der Müller & Veith GmbH zur Verfügung. In meinem neuen Unternehmen investment-know-how, biete ich meine 25 jährige Erfahrung im Vertrieb, Investmentbereich, Kundenberatung, Unternehmensaufbau und -optimierung und natürlich auch als Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet, in Form von Coaching, Consulting und Events im Bereich B2C und B2B an. Sprechen Sie mich dazu gerne an! Mein Lieblingszitat ist: "Du mußt das was du denkst auch wollen, du mußt das was du willst auch sagen und du mußt das was du sagst auch tun"! (Alfred Herrhausen)

Zeige alle Beiträge von Bernd Veith

Abonnieren

Abonniere unseren RSS-Feed und die sozialen Medien-Profile, um Updates zu erhalten.

Es gibt noch keine Kommentare.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: