Summa Summarum

20. April 2016

Summa Summarum


MuellerVeith 23980

 

Was wird aus Griechenland?
„Die Krise hat noch nicht aufgehört“

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Die-Krise-hat-noch-nicht-aufgehoert-article17503746.html

 

Vor Ratssitzung
EZB bereitet Kauf von Unternehmensanleihen vor

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/ezb-bereitet-kauf-von-unternehmensanleihen-vor-14187802.html

 

 

Bernecker

 

Hans A. Bernecker: Die Asset-Märkte emanzipieren sich von den Zentralbanken.
Das ist die Botschaft für alle über den Sommer hinweg. Darin steckt sogar noch mehr, als viele annehmen. Nämlich ein geldpolitisches Signal, wie üblich, aber auch ein politisches Signal im grösseren Rahmen und ein globales Signal für mehr oder weniger alle Länder der Welt. Ausgangspunkt New York!
Der Dow Jones repräsentiert fast die Hälfte des Wertes aller anderen Märkte zusammen. Er steht unmittelbar vor einem neuen historischen Rekord. Über die Ziele im Einzelnen wird noch zu diskutieren sein. Wenn aber ein Markt dieser Grösse in eine neue Phase eintritt, hat dies unmittelbare Funktionssignale für alle, die mit Ökonomie zu tun haben. Die Europäer hinken zwar in Prozent gerechnet den Rekorden noch hinterher, im Schnitt um etwa 15 bis 20 %, aber im gleichen Trend, gewissermassen im Anhang. Nicht das Gleiche gilt für die Asiaten, insbesondere China und Japan, woran erkennbar wird: Westen ist nicht Osten.
Die Zentralbanken sind in der Sackgasse gelandet. Keiner kommt an dieser Erkenntnis vorbei. Ihre Unfähigkeit zum Handeln drückt sich darin aus, dass niemand sich darum schert, was sie sagen oder zu tun beabsichtigen. Mehr als leere Worte wird es also nicht geben. Welches Signal steckt darin?
Nicht Reformen der Staaten sind gefragt, sondern die Aktivitäten der Unternehmen. Diese wollen Geld verdienen, investieren dafür und daraus entstehen Preise für Assets in allen Sektoren, von Old bis New Economy. Je nach Entwicklungsstand eines Landes unterschiedlich im Umfang, aber gleich in der Zielsetzung. Sogar für die Südländer ist dies zu unterstellen.
Die Politik kann dies begleiten und fördern, aber sehr viel mehr kann sie nicht tun. Denn sie ist in den meisten Ländern Europas in Programmen und Ideologien gefangen, die eine Dynamisierung der Wirtschaft nicht zulassen. Lediglich Deutschland und die Schweiz nebst den Niederlanden sind in der besseren Ausgangslage. Deshalb ist die Beschleunigung des Wachstums in diesen Ländern deutlich grösser als in allen anderen.
Die amerikanischen Unternehmer machen es wie immer vor: Sie ignorieren die FED, den Präsidenten und den gesamten Kongress. Denn diese sind mindestens bis zum Wahltag im November allesamt paralysiert. Im Freiraum dieser Untätigkeit suchen die amerikanischen Firmenbosse ihre neuen strategischen Ziele und Möglichkeiten. Bewertet wird dies in der Einpreisung solcher Ziele und das reflektiert der Dow Jones.
Die Asset-Wette geht noch weiter: In Anleihen aktuell zu investieren kann man nur naiv nennen oder sachunkundig. Die einzige Alternative bleiben für das flüssige Kapital der Welt die ebenso flüssigen Märkte, nämlich Aktien nebst Rohstoffen inklusive Gold, die jederzeit handelbar sind, was für die Immobilien nur eingeschränkt gilt.
Einige Zahlen für den Übergang: 12 Billionen Dollar vagabundierende Liquidität suchen Investments.
Das ist der globale Überblick vom grössten Finanzmarkt der Welt, London, für internationale Transaktionen gegenüber New York mit dem Schwergewicht der amerikanischen Szene. Vor dieser Frage stehen alle Märkte.
Der Marktwert aller Börsen, gemessen an den Indizes, errechnet sich zurzeit mit etwa 43 bis 46 Billionen Dollar. Würde man die nicht Regulierten addieren, kämen eventuell 50 Billionen Dollar heraus. Der Markt für Staatsanleihen aller Art inklusive der Institutionen wird mit etwa 45 Billionen Dollar angegeben. Derjenige für Privatanleihen (Corporate Bonds) mit etwa 10 Billionen Dollar. Die verbleibende Liquidität sind die genannten 12 Billionen inklusive der aus den Anleihemärkten abfliessenden Gelder.
Die berühmte Asset-Wette rückt damit wieder in den Vordergrund. Denn von den Zentralbanken gehen keine Impulse mehr aus, wie bereits beschrieben, und dafür gilt die simple Erkenntnis: Diese Liquidität sucht Erträge und keine Sparbuch-Guthaben. Vielfach mit riskantem Einsatz und durchaus spekulativ, vielfach mit sicherem Hintergrund auf der Basis von Bluechips, jedenfalls mit einer auskömmlichen Rendite, wofür jede Menge Freiraum besteht. Gemessen am deutschen DAX und SMI in Zürich:
Die zurzeit ausgeschütteten Dividenden sind historische Rekorde. In der ganzen DAX-Familie in Frankfurt werden 40 Mrd. Euro Dividenden ausgezahlt. Der dahinterstehende Gewinn errechnet sich mit knapp 90 Mrd. Euro, was einer Gewinnrendite von etwa 6,4 entspricht, also einem KGV um 13 bis 14. Die Dividendenrendite errechnet sich mit 3,6 %. Für den Zürcher SMI ergibt sich in gleicher Form eine Gewinnrendite um etwa 5,4 %, mithin ein KGV über 16, aber eine Dividendenrendite von ebenfalls 3,5 %.
Die Asset-Wette ist kein Tagesereignis. Es müssen Milliarden Dollar aus den Anleihen abgezogen und in Aktien neu investiert werden. Grossanleger achten sehr genau auf Differenzen bis zu zwei Stellen hinter dem Komma, wenn es um die Einkaufskurse und die daraus resultierenden Renditen geht. Deshalb dauert es längere Zeit; Monate, vielleicht auch Jahre.

 

Anleger reißen sich um Mega-Anleihe
Argentinien verlässt Finanz-Exil

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Argentinien-verlaesst-Finanz-Exil-article17507936.html

 

Aktienhandel in Myanmar
Die jüngste Börse Asiens lädt zum Staunen und Handeln ein

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/myanmar-im-aufschwung-boerseneroeffnung-in-rangun-14174704.html

 

S&P500 2101 (+0,31%), NKY 16920 (+0,27%), HSI 21146 (-1,35%), SHCOMP 2934 (-3,57%), SX5E Future 3042 (+1,43%), EUR/USD 1,1357 (-0,01%), USD/JPY 108,95 (+0,24%), USGov10Y 1,7606% (-1,37%), Gold Spot 1246 (-0,34%), Brent 42,82 (-2,75%)
USA
Intel (INTC) gab bekannt, dass das Unternehmen 12.000 Jobs (11% der gesamten Arbeitnehmer) kürzen wird. Als Grund dafür wird die Unternehmensrestrukturierung durch den Fokus auf profitablere Unternehmensbereiche wie Cloud genannt. Nachbörslich verliert die Aktie -2,09%. CNBC – 20.4.16
Hillary Clinton und Donald Trump gewannen die Vorwahlen in New York mit jeweils knapp 60% der Stimmen. Beide können so den Vorsprung auf ihre Konkurrenten weiter ausbauen. BBC – 20.4.16
Der Umsatz von Yahoo (YHOO) ist im ersten Quartal 2016 um -17,6% gefallen, zeigte die Veröffentlichung der Zahlen am Dienstag. Trotz des starken Rückganges sind die Quartalszahlen besser als von Analysten erwartet. Nachbörslich stieg die Aktie um +1,05%. CNBC – 19.4.16
Lexmark (LXK) hat der Übernahme durch Apex Technology und PAG Asia Capital für $3,6Mrd zugestimmt. Nachbörslich steigt der Kurs der Lexmark Aktie um +11,28%. CNBC – 20.4.16
USA: Housing Starts Weaker than Expected in March GS – 19.4.16
US Daily: Spring Cleaning for Our Budget Deficit Estimates GS – 19.4.16
Heute werden keine wichtigen Makrodaten veröffentlicht!

ASIEN/EM
Unsere Research-Experten heben die BIP-Prognose für das 2Q2016 für China auf +7,0%qoq an. Gründe dafür sind hauptsächlich eine Kombination aus inländischen Stimuli auf Infrastrukturinvestments und Immobilien, sowie ein besseres externes Umfeld. GS – 20.04.16
Die japanische Tankan-Umfrage im April zeigt Verbesserungen im produzierenden Gewerbe über viele Sektoren hinweg. Der Diffusionsindex des verarbeitenden Gewerbes steigt auf +10 Punkte (Mär +7, Jul-Outlook +7), während der Diffusionsindex des nicht-verarbeitenden Gewerbes um einen Punkt auf +23 Punkte fällt (Mär +24, Jul-Outlook +15). GS – 20.04.16
Japan verzeichnet im März einen Handelsüberschuss von + ¥755,0Mrd (vs. cons. ¥857,2Mrd). Insbesondere die um +0,7% gestiegenen Exporte nach China fielen positiv ins Gewicht. GS – 20.04.16
Japans Regierungssprecher Suga bezieht nach dem Erdbeben auf der südlichen Insel Kyushu Stellung und erklärt, dass die Situation nicht mit der im März 2011 vergleichbar sei und dass eine Erhöhung der Umsatzsteuer weiterhin geplant sei. RTRS – 20.04.16
Die Ölarbeiter in Kuwait beenden nach drei Tagen ihren Streik, die Ölpreise reagieren auch daraufhin positiv. BBG – 19.04.16
Saudi-Arabien nimmt über ein globales Bankenkonsortium einen Kredit in Höhe von $10Mrd auf. FT – 19.04.16
Die wirtschaftliche Aktivität in Russland hat sich im März weiter verringert. Die Industrieproduktion fiel um -0,5%yoy (vs. cons. -1,0%yoy), die Reallöhne um -3,0%yoy (vs. cons. -2,3%yoy) und die Einzelhandelsumsätze um -5,8%yoy (vs. cons. -5,1%yoy). GS – 19.04.16
Russland weist die staatlich kontrollierten Unternehmen an, mindestens 50% der in 2015 erzielten Gewinne als Dividenden an den Staat auszuschütten, um die Staatskasse aufzubessern. FT – 19.04.16
Der geldpolitische Ausschuss der Bank of Korea belässt den Leitzins bei +1,5% und liegt damit im Rahmen der Erwartungen. GS – 19.04.16
Der australische RBA-Gouverneur Stevens spricht in New York erneut über die Grenzen der Geldpolitik. GS – 20.04.16

EUROPA
BHP (BHP): Nach Rio Tinto reduziert auch BHP seine Erwartungen für den Eisenerz Output 2017 um 4%. Als Grund wird der gestiegene Eisenerzpreis genannt. EN – 20.04.16
BMW (BMW): Laut WSJ hat BMW den Kern des i3/i8 Entwicklungsteam an das chinesische, von Tencent unterstützte, Start Up Future Mobility verloren. WSJ – 19.04.16
Bayer (BAYN): Boehringer CEO Barner schloss eine Übernahme von Bayers Tiermedizinsparte aus. BBG – 19.04.16
Shell (RDSA) möchte 2000 Mitarbeiter in den Niederlande reduzieren. BBG – 20.04.16
EDF (EDF): EAS möchte dass Frankfeich dass Unternehmen zum IPO Preis von €32 wieder zurückkauft. BBG – 20.04.16
Puma (PUM): Im Rechtsstreit um eine besondere Sohlentechnologie bei Sportschuhen hat PUMA einen juristischen Sieg über Adidas eingefahren. FNZ – 19.04.16
EDP Renovaveis (EDPR) verkauft 49% von Wind Onshore Assets an Vortex für €550Mio. BBG – 19.04.16
Die Commerzbank (CBK) will eine eigene Kreditvermittlungsplattform aus der Taufe heben. HB – 19.04.16
Euronext (ENX) will dem Zusammenschluss zwischen Deutscher Börse und LSE Stolpersteine in den Weg legen. Euronext bereitet Argumente gegenüber Aufsehern in Brüssel vor, dass die Genehmigung einer Fusion den Wettbewerb in der Region beeinträchtigen würde. HB – 19.04.16
ABB (ABBN): Q1 Umsatz $7,9Mrd vs. Consensus $7,98Mrd. Als Grund für die schwache Top Line nannte ABB geringeres Short-Cycle Volumen. Orders $9,25Mrd vs. VJ$10,4Mrd. Ebita $943Mio vs. $865Mio. Net Income $500Mio vs. erwartet $403Mio.
Accor (AC): Q1 LfL Wachstum +1,9% vs. Consensus +0,3%. Q1 Umsatz €1,16Mrd vs. erwartet €1,19Mrd. Dank gut gelegener Feiertage sowie den Beginn der Europameisterschaft in Frankreich sollte Q2 wieder stärkeres Wachstum aufweisen.
ASML (ASML): Q1 Umsatz €1,33Mrd vs. Consensus €1,32Mrd. Net Income €198Mio vs. erwartet €184Mio. ASML erwartet für Q2 einen Umsatz von rund €1,7Mrd vs. erwartet €1,6Mrd.
Telia (TELIA): SEK20,4Mrd vs. Consensus SEK20,8Mrd. Ebitda SEK6,22Mrd vs. erwartet SEK6,01Mrd. Das Unternehmen erhöht seine FY Ebitda Guidance auf „in line or better than 2015“.
Fielmann (FIE): Q1 Umsatz €372,1Mio vs. VJ €373,3Mio. Q1 Profit €38,2Mio vs. VJ €44,5Mio
Handelsbanken (SHBA): Q1 NII SEK6,8Mrd vs. Consensus SEK6,85Mrd. Net Income SEK4,04Mrd vs. erwartet SEK4,18Mrd.
MTG (MTGB): Q1 Umsatz SEK3,83Mrd. vs. Consensus SEK3,92Mrd. Operativer Gewinn SEK159Mio vs. erwartet SEK144Mio.
Zodiac (ZC): H1 Umsatz €2,49Mrd vs. VJ €2,32Mrd
Eiffage (FGR): Q1 Traffic Wachstum: +6,5% yoy vs. VJ +1,8%. Q1 Umsatz €540,7Mio vs. VJ +6,8%
Sartorius (SRT): Q1 Umsatz €301,9Mio vs. VJ +17%- Ebitda €72,3Mio vs. +25,8%.
Vopak (VPK) bestätigt seine 2016 Ziele von einer Auslastung über 90%.
European Economics Daily: April Flash PMI preview – we expect a small decline to 52.9 Link
Heute keine nennswerten Makrodaten

 

Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag! Have a nice day!

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Über Bernd Veith

Im Jahr 2016 blicke ich auf eine 25 jährige Erfahrung im Investmentbereich zurück. Nach meiner Ausbildung zum Kaufmann und Abschluss des allgemeinen wirtschaftlichen Abiturs, studierte ich zunächst an der Justus Liebig Universität in Gießen Psychologie. 1991 begann ich meine Laufbahn im Investmentbereich bei der Tecis Holding AG in Hamburg. Nach dem Aufbau einer Vertriebskoordination für die Cato GmbH, einem Unternehmen der Tecis Holding AG, in Lich, Hessen, machte ich mich 1995 mit einer Investmentberatung für Privatkunden und Unternehmen in Frankfurt selbständig und gründetet 1998 zusammen mit Michael Müller die Müller & Veith GmbH in Frankfurt. Die Müller und Veith Investmentfonds Beratungs GmbH etablierte sich schnell als eines der führenden Unternehmen und Spezialist in Beratung sowie Execution von offenen Investmentanlagen für private sowie institutionelle nationale wie internationale Mandate. Viele innovative Neuerungen in der Darstellung von Depots und in der professionellen Beratung und Betreuung von Kunden, die heute als selbstverständlich gelten, wurden durch die Müller & Veith GmbH initiiert oder zumindest maßgeblich beeinflußt. Der Firmensitz der Müller & Veith GmbH wurde im Laufe der Unternehmensgeschichte von Frankfurt a. Main nach Friedberg/Hessen verlegt. 2016 entschloß ich mich, die Müller & Veith GmbH an Herrn Volker Stache zu verkaufen und konzentriere mich nun weiterhin auf das, was mir am wichtigsten ist. In der neuen Funktion als Seniorberater, stehe ich selbstverständlich weiterhin den Kunden der Müller & Veith GmbH zur Verfügung. In meinem neuen Unternehmen investment-know-how, biete ich meine 25 jährige Erfahrung im Vertrieb, Investmentbereich, Kundenberatung, Unternehmensaufbau und -optimierung und natürlich auch als Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet, in Form von Coaching, Consulting und Events im Bereich B2C und B2B an. Sprechen Sie mich dazu gerne an! Mein Lieblingszitat ist: "Du mußt das was du denkst auch wollen, du mußt das was du willst auch sagen und du mußt das was du sagst auch tun"! (Alfred Herrhausen)

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