Summa Summarum

8. April 2016

Summa Summarum


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Geldschwemme und Niedrigzins
Wer kann Mario Draghi stoppen?

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/wer-kann-ezb-chef-mario-draghi-seine-geldpolitik-stoppen-14157675.html

 

HELIKOPTERGELD
Draghis Plan gescheitert: Verschenkt die EZB nun Geld?

http://www.handelsblatt.com/video/unternehmen/helikoptergeld-draghis-plan-gescheitert-verschenkt-die-ezb-nun-geld/13415228.html?social=facebook

 

MIT STAATSANLEIHEN
Globalisierung der Minuswelt

http://www.handelsblatt.com/my/finanzen/anlagestrategie/trends/rendite-mit-staatsanleihen-globalisierung-der-minuswelt/13413726.html?social=facebook

 

Zu viel Geld, zu wenig Häuser
Erste Immobilienfonds schließen ihre Tore gegen die Geldflut

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/fonds-mehr/zu-viel-geld-zu-wenig-haeuser-erste-immobilienfonds-schliessen-ihre-tore-gegen-die-geldflut-14164204.html

 

Die jetzt veröffentlichten Protokolle aus dem obersten Gremium der US-Notenbank enthüllen eine tiefe Verunsicherung über die Zukunft unseres Geldes. Die einen wollen die Zinspolitik nach Jahren der Geldflutung wieder straffen, weil sie die Bildung einer neuen Finanzblase fürchten. Die anderen warnen vor Turbulenzen an den Finanzmärkten, wenn man das Geld wieder verteuert. Das Verrückte: Beide Lager haben wahrscheinlich recht. Die Frage ist nicht, ob es knallt, sondern wann.

 

Drei Erklärungen der Eurokrise

Drei Erklärungen der Eurokrise

 

 

Bernecker

 

Hans A. Bernecker: Grexit – Brexit – Nexit!
Die Niederländer sind immer für eine Überraschung gut, doch sie sind in der Regel stets wegweisend. So klein sie als Staat oder Volk auch sind, beweisen sie doch Weitsicht. Das lässt sich gut 300 Jahre zurückrechnen. Das Nein zu dem EU-Abkommen in Sachen Ukraine ist zunächst einmal nicht sehr hoch zu hängen. Die Regierung muss sich daran nicht zwingend halten, aber sie wird es in ihrer Haltung Brüssel gegenüber berücksichtigen.
Auch das ehemalige Lissabon-Abkommen wurde von den Niederländern abgelehnt und hängt seitdem rechtlich in der Luft. Natürlich schaut nun alles in Richtung Großbritannien zum Thema Brexit.
Den Niederländern geht es, ebenso wie den Briten, um mehr nationale Selbstständigkeiten und grundsätzliche Souveränität eines jeden Landes im großen Rahmen der EU. Das ist der kritische Punkt, der auch in Frankreich die größte, in Deutschland aber die geringste Rolle spielt.
Über tagespolitische Kommentare schauen wir hinweg. Zufällig wurde der Euro heute Morgen mit 1,1445 Dollar erstaunlich fest. Gibt es einen Zusammenhang? Keinen direkten, aber wohl einen indirekten.
Eine Reform der EU würde die europäische Währung insgesamt glaubwürdiger und solider gestalten. In diesem Fall ließe sich sogar eine echte Festigkeit des Euro voraussagen, die es schon einmal in beeindruckender Form gab. Es begann vor gut 16 Jahren und lässt sich in einem Bild zeigen.
Der Euro wurde in genau acht Jahren um 100 % teurer. Die meisten werden sich daran kaum erinnern. In ihm steckte eine immens hohe Erwartung an Europa. Mit der Finanzkrise war diese Hausse beendet. In diesen Jahren haben sich die ökonomischen Daten aller Euroländer so entwickelt, dass sie eine derartige Aufwertung der Währung rechtfertigen. Auch der Exportweltmeister Deutschland entwickelte sich prächtig, doch bei Weitem nicht in dieser Relation.
Währungen leben bekanntlich von den ökonomischen Daten, die sich statistisch belegen lassen. Sodann von den gefühlten Daten, die sich nicht statistisch belegen lassen. Es sind Erwartungswerte sowohl der großen als auch der kleinen Investoren, in denen das Prinzip Hoffnung steckt. In den vergangenen acht Jahren ergab sich das Gegenteil.
Finanz-, Griechen-, Zypern-Krise und auch Ukraine-Konflikt sowie zuletzt die Flüchtlings-Krise erwecken völlig zu Recht den Eindruck einer zerfallenden politischen Konstruktion, die einer Reform bedarf. Nach rund 25 % Abwertung ab Mitte 2014 bildete sich auf der bekannten Ebene 1,08/1,09 Dollar eine Art Vertrauensboden. Es ist der erste erkennbare Ansatz dafür, dass sich ein neuer Eurotrend etablieren könnte. Worauf würde dieser beruhen?
Auf keinen Fall auf irgendwelchen Wachstumszahlen oder neuen Entscheidungen der EZB in Sachen Zinsen oder Bondkäufe, sondern darauf, dass eine gründliche Reform der Konstruktion der EU in Angriff genommen wird. Ob nach englischem oder niederländischem Muster oder sonstigen ergänzenden Varianten bleibt völlig offen. Aber Währungsmärkte gehören zu denjenigen, die dieses Phänomen als Erste entdecken bzw. zu spielen beginnen.
Reformbedarf ist ohnehin rein sachlich ausreichend gegeben. Jeder kann nachvollziehen, dass es in Europa keine einheitliche Rechtsprechung geben wird, weder im Zivil-, noch im Strafrecht, natürlich auch kein einheitliches Tarif- der Arbeitsrecht oder Einheit in sämtlichen technischen Vorschriften aller Art, die bis zur letzten Steckdose reicht. Noch nicht einmal dafür gibt es den Ansatz einer Einheitlichkeit. Im Umkehrschluss heißt das:
Europa funktioniert ökonomisch hervorragend seit 1957, mit oder ohne Grenzen, was nicht weiter zu diskutieren wäre. Selbstverständlich sind alle gleichzusetzen und zu behandeln und dafür lassen sich stets brauchbare Mehrheiten finden.
Unter dieser Prämisse ist es jederzeit denkbar, dass mit der Entscheidung der Briten dieser Prozess deutlicher in Gang kommt. Dann gibt es keinen schwachen, sondern einen vorsichtig aufwertenden Euro. Man kann es auch anders sehen:
In diesem Fall wäre der Euro so eine Art Dreiviertel-D-Mark, weil dann die stärksten Nationen (neben Deutschland auch die Niederlande und Österreich sowie Finnland) regulatorisch und finanzpolitisch das größere Gewicht erlangen. Frankreich neigt zwar grundsätzlich von seiner Struktur her Richtung Süden, hängt aber auf Gedeih und Verderb an Deutschland. Mithin ist es ökonomisch zur ersten Gruppe zu zählen.
Währungstrends dieser Art zu interpretieren, ist ungewöhnlich, doch überwiegend richtig, weil nur an diesem Scharnier die Kapitalbewegungen erkennbar werden, die sich nun einmal daran orientieren, wo demnächst die interessanteren Investments liegen. Das aber lässt sich weder mit Zinsen noch mit Maßnahmen der Zentralbank steuern, sondern muss so hingenommen werden, wie es im Markt erscheint.

 

Japan’s printing 1.23 billion 10,000-yen bills as people hoard cash at home

http://www.businessinsider.de/japan-printing-more-10000-bills-as-folks-hoard-cash-2016-4?utm_content=buffer95c08&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer?r=US&IR=T

 

„SÜDDEUTSCHE ZEITUNG“
Panama-Papers-Quelle fürchtet um ihr Leben

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/sueddeutsche-zeitung-panama-papers-quelle-fuerchtet-um-ihr-leben/13420360.html?social=facebook

 

Panama Papers
Cameron unter Druck

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/steuervermeidung/panama-papers-cameron-unter-druck-14166993.html#GEPC;s6

 

Kommentar
Saubermann Cameron

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/steuervermeidung/kommentar-saubermann-cameron-14166884.html

 

S&P500 2042 (-1,2%), NKY 15889 (+0,88%), HSI 20177 (-0,44%), SHCOMP 2987 (-0,71%), SX5E Future 2794 (-1,41%), EUR/USD 1,1361 (-0,15%), USD/JPY 108,87 (-0,61%), USGov10Y 1,715% (+1,55%), Gold Spot 1235 (-0,43%), Brent 40,13 (+1,78%)

USA
· Fed-Präsidentin Janet Yellen traf sich mit drei weiteren ehemaligen Fed-Präsidenten und betonte, dass die Wirtschaft auf einem soliden Weg sei und keine Blase entstünde. WSJ – 7.4.16
· Verizon Communications (VZ) plant in der ersten Bieterrunde ein Gebot für das Kerngeschäft von Yahoo (YHOO) und auch Yahoo Japan (YAHOF) abzugeben. Der Alphabet-Konzern (GOOG) erwägt neben einigen weiteren potentiellen Bietern ebenfalls ein Gebot für das Kerngeschäft. BBG – 7.4.16
· Starboard Value meldete einen 6,8%-Anteil an DepoMed (DEPO) und gab bekannt, seinen CEO Jeffrey Smith in den Verwaltungsrat bringen zu wollen. Nachbörslich gewann die Aktie von DepoMed +9,33%. RTRS – 8.4.16
· Tesla (TSLA) gab bekannt, seit der Vorstellung zu Wochenbeginn bereits mehr als 325.000 Vorbestellungen für sein Model 3 erhalten zu haben. RTRS – 7.4.16
· Pacific Sunwear of California (PSUN) meldete Insolvenz an. Im Zuge einer Restrukturierung plant das Unternehmen von Golden Gate Capital übernommen zu werden. NYT – 7.4.16
· US Daily: GDP Tracking: The Trend is Your Friend (Pashtan/Mischaikow) GS – 7.4.16
· USA: Initial Claims Reverse Most of Prior Week’s Gains GS – 7.4.16
· Heutige Makrodaten: Wholesale Inventories MoM (-0,30%)

ASIEN/EM
· Japans Leistungsbilanz entwickelt sich im Februar besser als erwartet auf +¥2,43Bio (vs. cons. +¥2,01Bio). Dabei handelt es sich um den ersten signifikanten Leistungsbilanzüberschuss seit März 2015. GS – 08.04.16
· Die Fremdwährungsreserven der People’s Bank of China steigen im März um +$10Mrd (vs. cons. -$6Mrd) auf $3,21Bio. Schätzungen zufolge sind allein +$47Mrd auf Währungseffekte zurückzuführen. GS – 07.04.16
· Brasiliens Zentralbank schließt Zinssenkungen zunächst aus, solange sich die Inflationserwartung des Landes nicht verändert. RTRS – 07.04.16
· Brasiliens Rousseff-Regierung wehrt sich gegenüber Anschuldigungen, dass ihre Wahl illegal finanziert worden wäre. Die Regierung sei zuversichtlich, dass sie einen Angriff im Rahmen des Amtsenthebungsverfahrens standhalten könne. RTRS – 07.04.16
· Der chinesische Staatsfonds China Investment Corp. tritt als Investor in der jüngsten Finanzierungsrunde des Alibaba-Finanzdienstleistungstochterunternehmens Ant Financial Services Group auf. Nach der Finanzierungsrunde wird der Wert von Ant Financial auf ca. $60Mrd geschätzt. WSJ – 08.04.16

EUROPA
· Europa: Deutschland und Frankreich haben den USA Bedingungen für das geplante Handelsabkommen TTIP genannt. FNZ – 07.04.16
· EZB: Draghi hat die europäische Politik zu einer engeren Zusammenarbeit aufgerufen. Die Staaten der Eurozone seien nun gefordert, die Wirtschafts- und Währungsunion voranzutreiben, sagte Mario Draghi am Donnerstag in Lissabon. FNZ – 07.04.16
· UK: Premier Cameron hat eingeräumt, dass er vor seiner Amtszeit Geld in einem Offshore-Trust seines Vaters Ian Cameron in Panama angelegt hatte. FAZ – 07.04.16
· Deutschland: Die AfD befindet sich weiter im Umfragehoch. Würde am Sonntag der Bundestag gewählt, wäre die Partei dem am Donnerstag veröffentlichten ARD-Deutschlandtrend zufolge mit 14 Prozent drittstärkste Kraft. FNZ – 07.04.16
· Spanien: In Spanien haben die Sozialisten (PSOE) erstmals mit der Linkspartei Podemos und der Zentrumspartei Ciudadanos über eine Dreierkoalition verhandelt. DJ – 07.04.16
· Vivendi (VIV): Laut BBG hat sich Vivendi mit Mediaset über den Verkauf der Pay TV Sparte geeinigt. BBG – 07.04.16
· Vodafone (VOD) bereitet Kreisen zufolge den Börsengang seiner indischen Tochter vor. FNZ – 08.04.16
· Daimler (DAI) muss sich wegen angeblicher Abgas-Manipulationen mit einem weiteren Rechtsstreit in den USA auseinandersetzen. Fahrzeugbesitzer aus 13 US-Bundesstaaten werfen Daimler illegal überhöhte Emissionswerte vor. HB – 08.04.16
· VW (VOW3): In einem Brief an die Belegschaft sprechen Gesamtbetriebsratschef Bernd Osterloh und sechs Betriebsratsvorsitzende verschiedener VW-Standorte von einem „gravierenden Vertrauensproblem“ zwischen dem Markenvorstand und den Arbeitnehmervertretern. FNZ – 08.04.16
· Deutsche Telekom (DTE): Die Bundesnetzagentur ebnet der Deutschen Telekom trotz scharfer Kritik von Rivalen den Weg für den geplanten milliardenschweren Vectoring Ausbau in Deutschland. FAZ – 07.04.16
· EMS Chemie (EMSN): Q1 Umsatz CHF503Mio vs VJ CHF479Mio. Das Unternehmen bestätigt seinen 2016 Ausblick.
· Heutige Makrodaten: FR Industrial Production (8:45), UK Industrial Production (10:30)

 

Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag und ein erholsames Wochenende! Have a nice day and weekend!

 

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Über Bernd Veith

Im Jahr 2016 blicke ich auf eine 25 jährige Erfahrung im Investmentbereich zurück. Nach meiner Ausbildung zum Kaufmann und Abschluss des allgemeinen wirtschaftlichen Abiturs, studierte ich zunächst an der Justus Liebig Universität in Gießen Psychologie. 1991 begann ich meine Laufbahn im Investmentbereich bei der Tecis Holding AG in Hamburg. Nach dem Aufbau einer Vertriebskoordination für die Cato GmbH, einem Unternehmen der Tecis Holding AG, in Lich, Hessen, machte ich mich 1995 mit einer Investmentberatung für Privatkunden und Unternehmen in Frankfurt selbständig und gründetet 1998 zusammen mit Michael Müller die Müller & Veith GmbH in Frankfurt. Die Müller und Veith Investmentfonds Beratungs GmbH etablierte sich schnell als eines der führenden Unternehmen und Spezialist in Beratung sowie Execution von offenen Investmentanlagen für private sowie institutionelle nationale wie internationale Mandate. Viele innovative Neuerungen in der Darstellung von Depots und in der professionellen Beratung und Betreuung von Kunden, die heute als selbstverständlich gelten, wurden durch die Müller & Veith GmbH initiiert oder zumindest maßgeblich beeinflußt. Der Firmensitz der Müller & Veith GmbH wurde im Laufe der Unternehmensgeschichte von Frankfurt a. Main nach Friedberg/Hessen verlegt. 2016 entschloß ich mich, die Müller & Veith GmbH an Herrn Volker Stache zu verkaufen und konzentriere mich nun weiterhin auf das, was mir am wichtigsten ist. In der neuen Funktion als Seniorberater, stehe ich selbstverständlich weiterhin den Kunden der Müller & Veith GmbH zur Verfügung. In meinem neuen Unternehmen investment-know-how, biete ich meine 25 jährige Erfahrung im Vertrieb, Investmentbereich, Kundenberatung, Unternehmensaufbau und -optimierung und natürlich auch als Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet, in Form von Coaching, Consulting und Events im Bereich B2C und B2B an. Sprechen Sie mich dazu gerne an! Mein Lieblingszitat ist: "Du mußt das was du denkst auch wollen, du mußt das was du willst auch sagen und du mußt das was du sagst auch tun"! (Alfred Herrhausen)

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