Summa Summarum

8. März 2016

Summa Summarum


MuellerVeith 24042

 

GELDPOLITIK DER EZB
Aufstand der Sparkassen gegen Dragh

http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/geldpolitik-der-ezb-aufstand-der-sparkassen-gegen-draghi/v_premium_not_allowed/13065464.html?social=facebook

 

Deutschland driftet: Während Aktionäre und Inhaber von Firmenanleihen von der EZB-Politik der Geldflutung profitieren, sind die Sparer arm dran. Deshalb wenden sich die Chefvolkswirte der Sparkassen in einer gemeinsamen Erklärung gegen die für Donnerstag geplante Absenkung der Leitzinsen. Sie wissen, wie die Sache weitergeht: Es dauert nicht mehr lange und Geld ist weniger wert als Altpapier. Immerhin lässt sich Altpapier gewinnbringend weiterverkaufen, für Spargeld zahlt man demnächst Strafzinsen.

 

There’s a ‚gathering storm‘ in the global economy and central banks are running out of options

http://www.businessinsider.de/bank-for-international-settlements-bis-on-negative-interest-rates-and-monetary-policy-2016-3?r=US&IR=T

 

Die Türkei ist dabei, die Flüchtlingskrise in ein Geschäftsmodell zu verwandeln. Der Preis für die Schließung der EU-Außengrenze steigt im Minutentakt. Die EU wird nach allen Regeln des orientalischen Basars zur Kasse gebeten. Statt der ursprünglich verabredeten drei Milliarden Euro rief der türkische Premierminister gestern beim Flüchtlingsgipfel bereits sechs Milliarden Euro auf. Viele solcher Freunde kann sich Deutschland nicht leisten.

 

Immobilienfonds
Immobilien verzweifelt gesucht

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/fonds-mehr/immobilienfonds-nehmen-abstriche-in-kauf-14107763.html

 

The US housing market has a major supply problem

http://www.businessinsider.de/housing-market-supply-problem-2016-3?nr_email_referer=1&utm_content=COTD&utm_medium=email&utm_source=Sailthru&utm_campaign=Post%20Blast%20%28moneygame%29:%20The%20US%20housing%20market%20has%20a%20major%20supply%20problem&utm_term=Markets%20Chart%20Of%20The%20Day?r=US&IR=T

 

Die Märkte

Die Aktienmärkte haben das im Februar beschrittene Tal verlassen und setzen ihren Aufwärtstrend fort. Ursächlich hierfür ist zunächst eine technische Bewegung der Indizes, nachdem diese im Dezember Tiefstände erreicht hatten. Besonders spürbar ist diese Entwicklung im Öldienstleistungssektor (PGS, CGG, Vallourec), der in den vergangenen Monaten herbe Verluste einstecken musste.
Des Weiteren nährt die Aussicht auf neue Eingriffe der EZB bei deren Treffen am 10. März die Zuversicht der Anleger. Auch in China hat die vom Gouverneur der chinesischen Zentralbank am Rande des G20-Gipfels mit der Ankündigung der Senkung des Mindestreservesatzes der Banken um einen halben Punkt auf 17 % in Aussicht gestellte geldpolitische Lockerung die Anleger beruhigt. Dies ist bereits die fünfte Senkung des Mindestreservesatzes seit Anfang 2015, jedoch die erste seit vier Monaten. Es wird sich auch zeigen, ob die chinesische Führung auf der jährlichen Vollversammlung der Kommunistischen Partei ihren Diskurs über den Wachstumspfad anpassen wird.
In Europa schließlich wurden in bestimmten Branchen solide Ergebnisse ausgewiesen (Verteidigung, Bauwesen, Medien und Telekommunikation). Jetzt in Jubel auszubrechen und die Champagnerkorken knallen zu lassen wäre für die Anleger jedoch verfrüht. Die Sphäre der wirtschaftlichen Risiken (weltweite Konjunkturabkühlung, Sorgen bezüglich einer „harten Landung“ Chinas, durchwachsene Geschäftszahlen amerikanischer Unternehmen) trifft mit einer anderen Sphäre zusammen: jener der systemischen Risiken (überraschende Yuan-Abwertung, Brexit und die geopolitische Lage im Nahen Osten).

In den Vereinigten Staaten wird mit dem deutlichen Anziehen der Kerninflation ein inflationäres Szenario immer wahrscheinlicher, was der Fed die Begründung ihrer neuen Politik der Leitzinsanhebung liefert. So liegt der Core-PCE-Preisindex über ein Jahr gerechnet bei +1,7 % und damit nahe der anvisierten 2 %. Hier sehen wir womöglich die ersten Auswirkungen des Lohndrucks. In Europa zeigt der Blick auf die Unternehmen keine Anzeichen für einen Einbruch der Gewinne. Bislang hat es den Anschein, dass die Anleger die Tragweite und das Ausmaß der – wenn auch zahlreichen und vielgestaltigen – Risiken überschätzen. Um sich zu schützen, verwandeln sich ebenjene Anleger in Pythien und beschwören in immer regelmäßigeren Abständen eine Apokalypse in der Art der Krise von 2008 herauf. Aber gerade, indem sie sich ständig auf die Theorie des schwarzen Schwans (aus Nassim Nicholas Talebs Buch) stützen, riskieren die Anleger, dass sich die statistische Wahrscheinlichkeit letztlich umkehrt. Denn eins wird gerne übersehen: Wenn sie das Erwachsenenalter erreichen, sind die meisten Schwäne … weiß.

Igor de Maack, am 4. März 2016. DNCA

 

S&P500 2002 (+0,09%), NKY 16783 (-0,76%), HSI 20023 (-0,68%), SHCOMP 2859 (-1,31%), SX5E Future 3018 (-0,53%), EUR/USD 1,1019 (+0,05%), USD/JPY 113,06 (+0,35%), USGov10Y 1,8741% (-1,66%), Gold Spot 1269 (+0,11%), Brent 40,35 (-1,2%)
USA
Laut US-Präsident Barack Obama sei es nicht wahr, dass nach der Finanzkrise nur unzureichende regulatorischen Maßnahmen getroffen wurden. RTRS – 7.3.16
US-Milliardär Michael Bloomberg verzichtet auf die Präsidentschaftskandidatur. SPGL – 7.3.16
Der Antrag von Apple (AAPL) das Verfahren um E-Book-Preisabsprachen wieder aufzurollen, wurde vom obersten Gerichtshof ohne Kommentar abgelehnt. Das Unternehmen muss nun dem derzeitig gültigen Urteil entsprechend $450Mio bezahlen. WSJ – 7.3.16
Die SEC verklagt Wells Fargo (WFC), Investoren über die Kosten, die ein von Curt Schilling geführtes Unternehmen zur Entwicklung eines Videospiels gebraucht habe, in die Irre geführt zu haben. BBG -7.3.16
Exelon (EXC) versuchte abermals eine Genehmigung für die $6,8Mrd Übernahme von Pepco Holdings (POM) zu erhalten. Nachbörslich fiel die Aktie von Exelon um -4,66%. BBG – 7.3.16
Facebook (FB) steigt offenbar in den Bieterkampf um die NFL-Streaming-Rechte ein. CNN – 7.3.16
US Daily: Q&A on Policy Uncertainty and the Election (Phillips/Struyven) GS – 7.3.16
Heutige werden keine wichtigen Makrodaten veröffentlicht.

ASIEN/EM
Chinas Exportzahlen überraschten im Februar negativ mit -25,4%yoy (GS -19%, cons. -14,5%, Jan -11,4%). Die Importe fielen im Februar um -13,8%yoy (GS -12%, cons. -12%, Jan -19%). Damit liegt die Handelsbilanz bei $32,6Mrd NSA (GS $41,3Mrd, cons $51Mrd, Jan $63,3Mrd). GS – 8.3.16
Japans Wirtschaft schrumpfte in Q4 mit -1,1%yoy weniger als ursprünglich mit -1,4%yoy erwartet, während der Privatkonsum mit -0,9% leicht mehr als vorher mit -0,8% angenommen fiel. CNBC – 8.3.16
Taiwans Exporte fielen im Februar um -11,8%yoy (+1,3%mom sa, GS -0,8%mom sa, cons. -11,7%yoy, Jan -12,9%yoy). GS – 7.3.16
China könnte einer Studie zufolge 2014 den Höhepunkt beim Ausstoß von schädlichen Treibhausgasen erreicht haben. RTRS – 7.3.16

EUROPA
Europa: Die EU soll nach einem Entwurf für einen neuen Aktionsplan der Türkei bis Ende 2018 sechs Milliarden Euro zur Versorgung syrischer Flüchtlinge zahlen. RTRS – 07.03.16
Europa: Österreichs Finanzminister Hans Jörg Schelling hat mit einer Blockade weiterer EU-Finanzmittel für die Türkei gedroht, wenn die Belastungen seines Landes von der Europäischen Kommission nicht stärker berücksichtigt werden. RTRS – 07.03.16
Zypern: Zypern wird noch im März erfolgreich den Euro-Rettungsschirm verlassen, auch wenn das Land eine letzte von den Kreditoren auferlegte Aufgabe nicht erfüllt hat. FNZ – 07.03.16
Griechenland: Der Bundesgerichtshof stellt heute die Weichen für den Umgang mit Schadenersatzklagen deutscher Anleger aus der Griechenland-Krise. FNZ – 07.03.16
Deutschland: Infolge nationaler Systemrelevanz müssen rund 15 deutsche Banken in den kommenden Jahren über ihre Kapitalquote hinaus einen Puffer von 50 bis 150 Basispunkten aufbauen. BZ – 08.03.16
Shell (RDSA) zahlt im Zuge des Wegfalls der Sanktionen gegen den Iran seine Schulden zurück. Shell habe der National Iranian Oil Company 1,77 Milliarden Euro überwiesen, teilte der Energiekonzern am Montag mit. HB – 07.03.16
Burberry (BRBY) holt sich Hilfe von zwei Banken um eine mögliche Übernahme eines unbekannten Aktionärs abzuwehren. FT – 08.03.16
Laut BHP (BHP) ändert sich trotz der Kommentare Chinas der mittelfristig, schwierige Ausblick für Eisenerz nicht. BBG – 08.03.16
AdP (ADP): Vietnam Airports möchte den 7,4% Anteil an AdP verkaufen. BBG – 08.03.16
Merck (MRK): Q4 Umsatz €3,46Mrd vs. Consensus €3,44Mrd. EBITDA €933,4Mio vs. erwartet €912,7Mio. Für 2016 erwartet Merck ein leichtes organisches Umsatzwachstum.
Lindt & Spruengli (LISN): 2015 Umsatz CHF 3,65Mrd vs. VJ +13,5%. Ebit CHF518,8Mio vs. erwartet CHF519,6Mio. LISN schlägt eine Dividende von CHF800 vor (erwartet CHF750)
RWE (RWE): 2015 Umsatz €48,6Mrd vs. Consensus €47,7Mrd. Net Income €1,13Mrd vs. erwartet €1,12Mrd
Symrise (SY1): 2015 Umsatz €2,6Mrd vs. Consensus €2,6Mrd. Ebitda €572,3Mio vs. erwartet €579,8Mio. SY1 bestätigt ihre mittelfristigen Ziele und sind in allen Regionen zweistellig gewachsen.
Dialog Semi (DLG) erwartet in Q1 einen Umsatz von $230-$245Mio (Consensu $258Mio). Grund für den unambitionierten Ausblick ist der schwächere Smartphone Markt.
Ontex (ONTEX): Q4 Umsatz €420,6Mio vs. Consensus €421,3Mio. Ebitda €48,1Mio vs. Conensus €49,6Mio.
European Economics Daily: BoE MPC Preview: ‚On hold‘ as financial conditions take centre stage Link
Heutige Makrodaten: EU GDP (10:00)

 

Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag! Have a nice day!

Advertisements
, , , , , , , , , , ,

Über Bernd Veith

Im Jahr 2016 blicke ich auf eine 25 jährige Erfahrung im Investmentbereich zurück. Nach meiner Ausbildung zum Kaufmann und Abschluss des allgemeinen wirtschaftlichen Abiturs, studierte ich zunächst an der Justus Liebig Universität in Gießen Psychologie. 1991 begann ich meine Laufbahn im Investmentbereich bei der Tecis Holding AG in Hamburg. Nach dem Aufbau einer Vertriebskoordination für die Cato GmbH, einem Unternehmen der Tecis Holding AG, in Lich, Hessen, machte ich mich 1995 mit einer Investmentberatung für Privatkunden und Unternehmen in Frankfurt selbständig und gründetet 1998 zusammen mit Michael Müller die Müller & Veith GmbH in Frankfurt. Die Müller und Veith Investmentfonds Beratungs GmbH etablierte sich schnell als eines der führenden Unternehmen und Spezialist in Beratung sowie Execution von offenen Investmentanlagen für private sowie institutionelle nationale wie internationale Mandate. Viele innovative Neuerungen in der Darstellung von Depots und in der professionellen Beratung und Betreuung von Kunden, die heute als selbstverständlich gelten, wurden durch die Müller & Veith GmbH initiiert oder zumindest maßgeblich beeinflußt. Der Firmensitz der Müller & Veith GmbH wurde im Laufe der Unternehmensgeschichte von Frankfurt a. Main nach Friedberg/Hessen verlegt. 2016 entschloß ich mich, die Müller & Veith GmbH an Herrn Volker Stache zu verkaufen und konzentriere mich nun weiterhin auf das, was mir am wichtigsten ist. In der neuen Funktion als Seniorberater, stehe ich selbstverständlich weiterhin den Kunden der Müller & Veith GmbH zur Verfügung. In meinem neuen Unternehmen investment-know-how, biete ich meine 25 jährige Erfahrung im Vertrieb, Investmentbereich, Kundenberatung, Unternehmensaufbau und -optimierung und natürlich auch als Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet, in Form von Coaching, Consulting und Events im Bereich B2C und B2B an. Sprechen Sie mich dazu gerne an! Mein Lieblingszitat ist: "Du mußt das was du denkst auch wollen, du mußt das was du willst auch sagen und du mußt das was du sagst auch tun"! (Alfred Herrhausen)

Zeige alle Beiträge von Bernd Veith

Abonnieren

Abonniere unseren RSS-Feed und die sozialen Medien-Profile, um Updates zu erhalten.

Es gibt noch keine Kommentare.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: