Summa Summarum

2. März 2016

Summa Summarum


MuellerVeith 23979

 

Unternehmensfinanzierung
Anleihen und Schuldscheine boomen

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/anleihen-zinsen/anleihen-und-schuldscheine-boomen-14099546.html

 

Olgerd Eichler bereitet sich auf erheblichen DAX-Anstieg vor

http://citywire.de/news/olgerd-eichler-bereitet-sich-auf-erheblichen-dax-anstieg-vor/a885715?ea=333575&re=38819&utm_source=BulkEmail_International+Daily+Germany&utm_medium=BulkEmail_International+Daily+Germany&utm_campaign=BulkEmail_International+Daily+Germany

 

Europäische Zentralbank
EZB laut Draghi für weitere Schritte gewappnet

http://www.xing-news.com/reader/news/articles/212550?newsletter_id=11553&xng_share_origin=email

 

Daniel Bernecker: Die Botschaft vom G20-Gipfel in Shanghai war unmissverständlich, aber auch problematisch.
Die Befürworter einer expansiven Fiskalpolitik (Deficit Spending), um die lockere Geldpolitik der Notenbanken zu begleiten, stehen einer Fraktion von Ländern gegenüber, die sich grundsätzlich dieser Politik verweigern. Vor dem Hintergrund der deutlich nachlassenden Wachstumsgrössen und der sich dadurch offenbarenden Überkapazitäten drängt die Zeit, eine expansive Wirtschaftspolitik zu betreiben. Wie wirksam ist dies?
Deficit Spending ist zu Recht umstritten. Es ist meist ineffektiv und führt zu einem «Scheinwachstum» ohne nachhaltigen Effekt für Wachstum und Beschäftigung. Das prägnanteste Beispiel dafür ist Japan, das alle abschreckt. Die Verschuldung steigt dann rasant, während die positiven Effekte ausbleiben. De facto gräbt man sich tiefer in ein Loch.
Die Amerikaner machten es in den 80er Jahren umgekehrt. Sie senkten drastisch die Steuern, deregulierten sämtliche Industrien und gaben somit dem privaten Sektor einen Gestaltungs-Spielraum, um sich zu entfalten. Damals war das sehr umstritten, legte aber den Grundstein für eine amerikanische Expansion, die bis heute mehr oder weniger anhält. Die Verschuldung der Amerikaner ist natürlich dauerhaft gestiegen, aber im Gegenzug gab es Wachstum. Die derzeit laufende Diskussion um die steuerliche Begünstigung von Unternehmen, die Gelder in Europa parken (z.B. Apple), verdeutlicht diese Denkart. Diese ist aber amerika-spezifisch. Allein die Briten denken ähnlich, alle anderen verschliessen sich dieser Logik.
Die Europäer sind nach der Griechenland-Krise ideologisch festgefahren. Unter der Ägide Deutschlands gelten Reformen und Sparsamkeit als oberstes Gebot. Das ist tatsächlich fatal und birgt ein erhebliches Risiko für die nahe Zukunft. Eine wesentlich expansivere Fiskalpolitik, sei es in Form von Deficit Spending oder Steuersenkungen, würde eine erhebliche Dynamisierung der europäischen Wirtschaft ermöglichen. Bleibt dies aus, wird die Erholung der Krisenstaaten (PIGS) im Sande verlaufen. Dies war auch den Teilnehmern der G20 ganz klar.
Die Chinesen stehen vor einem ganz anderen Dilemma. Sie müssen einen wesentlichen Bestandteil ihrer Industrien dauerhaft finanzieren, obwohl er nicht rentabel ist. Wie gross die Überkapazitäten ausfallen, verdeutlich folgende erschreckende Zahl: Die gesamten chinesischen Überkapazitäten in der Stahl-Produktion sind grösser als die gesamte Stahlproduktion Deutschlands, Japans und den USA zusammen. Wenn nun bekannt gegeben wurde, 1,5 Mio. Stahlarbeiter zu entlassen, dann ahnt man, wie gross das Problem der Überkapazitäten ist. Um diese verträglich abzubauen, müssen die Chinesen aber ihre Industrie mittelfristig weiterfinanzieren, um einen totalen Zusammenbruch zu verhindern. Anders gesagt: Die Chinesen können gar nicht anders als weitermachen, indem sie Geld drucken und natürlich ihre Währung abwerten. Ohne dass es die Garantie gibt, dass sie erfolgreich sein werden.
Für die Kapitalmärkte ist dies alles sehr relevant. Jede Umsatz- und Gewinnschätzung ist vor diesem Hintergrund mit erheblichen Fragezeichen versehen. Das macht die Einschätzung und die Bewertung, auch für Aktien, sehr schwierig. Insbesondere, weil das oben Genannte tendenziell nicht nur zur Deflation, sondern zu erheblichem Margendruck führt.

 

S&P500 1978 (+2,39%), NKY 16747 (+4,11%), HSI 20017 (+3,14%), SHCOMP 2841 (+3,94%), SX5E Future 2994 (+2,04%), EUR/USD 1,0854 (-0,13%), USD/JPY 114,24 (-0,2%), USGov10Y 1,8336% (+0,48%), Gold Spot 1227 (-0,4%), Brent 36,88 (+0,19%)
USA
Nach dem gestrigen „Super Tuesday“, an dem in zwölf Bundesstaaten gleichzeitig Vorwahlen für die US-Präsidentschaftswahl 2016 stattfanden, sind Donald Trump und Hillary Clinton in ihren entsprechenden Parteien deutlich führend. SPGL – 2.3.16
Canadian Pacific Railway (CP) hat erneut ein Übernahmeangebot für CSX (CSX) in Höhe von mindestens $20Mrd abgegeben. Die Aktie von CSX stieg nachbörslich um +3,57%. WSJ – 2.3.16
Zynga (ZNGA) ernannte den ehemaligen Electronic Arts (EA) Manager Frank Gibeau zum CEO. Nachbörslich gewann die Aktie +6,94%. RTRS – 1.3.16
Dreamworks Animation (DWA) CEO Jeffrey Katzenberg gab an, sein Unternehmen sei an einer Fusion mit Viacoms (VIA) Paramount Pictures interessiert. BBG – 1.3.16
US Daily: Moderate Impact of Equity Price Declines on Home Sales (Shan) GS – 1.3.16
USA: ISM Manufacturing Edges UP; Construction Spending Improves GS – 1.3.16
Heutige Makrodaten: ADP Employment Change (185000), Fed Beige Book

ASIEN/EM
In Japan hat es erstmals bei einer Auktion zehnjähriger Staatsanleihen eine negative Rendite gegeben. BZ – 2.3.16
Der russische Energieminister gab bekannt, dass eine „kritische Masse“ ölfördernder Länder sich auf ein Einfrieren der Förderquoten geeinigt habe. WSJ – 1.3.16 Auch die russischen Ölproduzenten wollen ihre Fördermengen vorerst nicht erhöhen. FZN – 1.3.16
Das australische BIP lag im 4. Quartal 2015 bei +0,6%qoq (vs cons. +0,4%). GS – 2.3.16
In Südafrika lag das BIP-Wachstum im 4. Quartal 2015 bei +0,6%qoq annualisiert, nach +0,7% zuvor (vs cons. +0,9%). GS – 1.3.16
Das Wachstum der industriellen Produktion lag in Korea im Januar bei -1,8%mom sa, nach +0,5% zuvor (vs cons. -1,0%). GS – 2.3.16
Im Februar lag die koreanische Handelsbilanz bei $7,4Mrd, nach zuvor $5,2Mrd. Die Exporte sanken -12,2%yoy (vs cons. -16,6%), während die Importe um -14,6% sanken (vs cons. -16,0%). GS – 2.3.16

EUROPA
Die EZB wird ihre Stimulierungsmaßnahmen für die Eurozone in der kommenden Woche vor dem Hintergrund erhöhter wirtschaftlicher Risiken und einer schwächer als erwarteten Inflation überprüfen. Das schrieb EZB-Präsident Mario Draghi in einem Brief an europäische Abgeordnete. FNZ – 02.03.16
Griechenland: Angesichts des weiter wachsenden Flüchtlingszustroms in Griechenland schnürt die EU ein millionenschweres Nothilfe-Paket. In diesem Jahr sollen 300 Millionen Euro und bis Ende 2018 insgesamt 700 Millionen Euro für humanitäre Hilfe bereitgestellt werden, wie aus EU-Kreisen verlautete. RTRS – 02.03.16
Deutschland: Angela Merkel lehnt eine direkte Aufnahme von Flüchtlingen durch Deutschland wie im vergangenen Jahr ab. RTRS – 01.03.16
Die Deutsche Telekom (DTE) hat den geplanten Verkauf ihrer US Tochter zumindest kurzfristig auf Eis gelegt. RTRS – 01.03.16
Deutsche Börse (DB1): Carsten Kengeter sagte im Interview der BZ zum ICE-Vorstoß: „Wir haben die Ankündigung eines möglichen Übernahmeangebotes durch die Intercontinental Exchange, Atlanta, auf die LSE zur Kenntnis genommen und werden eventuelle, weitere Entwicklungen intensiv beobachten. Unsere Gespräche zum Zusammenschluss mit der LSE führen wir weiter fort“. BZ – 02.03.16
SABMiller (SAB) verkauft ihren Anteil an Snow Breweries für $1,6Mrd an China Resource Beers. WSJ – 01.03.16
Commerzbank (CBK): Laut HB sind noch vier Kandidaten im Rennen um den CEO Posten im Rennen: Der für Mittelstandskunden zuständige Vorstand Markus Beumer, Privatkundenchef Martin Zielke sowie zwei externe, männliche Kandidaten. HB – 02.03.16
Rio Tinto (RIO): Laut einer Zeitung wird Rio Tinto bis zu 700 Leute in Perth entlassen. BBG – 02.03.16
Maersk (MAERSKB): Maersk Line wird sich künftig vermehrt auf kleinere Schiffe konzentrieren welche auf mehreren Routen fahren können. BBG – 02.03.16
Luxottica (LUX): 2015 Umsatz €9,01Mrd vs. Consensus €8,95Mrd. Operativer Gewinn €1,44Mrd vs erwartet €1,45Mrd.
Kühne&Nagel (KNIN): Umsatz CHF20,3Mrd vs. Consensus CHF20,4Mrd. Ebit CHF850Mio vs. VJ CHF819Mio. Vorgeschlagene Dividende CHF5 vs. erwartet CHF4,2.
Elekta (EKTAB): Q3 Umsatz SEK2,55Mrd vs. Consensus SEK2,72Mrd. Ebitda SEK335Mio vs. erwartet SEK436Mio.
Deutsch Pfandbriefbank (PBB): Operating Income €400Mio vs. VJ €438Mio. FY Pre Tax €195Mio vs. VJ +12%
Braas Monier (BMSA): Q4 Umsatz €303,6Mio vs. VJ €303,6Mio. Ebitda €50,3Mio vs. VJ €47Mio.
Morphosys (MOR): 2015 Umsatz €106,2Mio vs. Consensus €104,5Mio. Ebit €17,2Mio vs. erwartet €13,7Mio.
European Economics Daily: ECB Preview: A substantial easing package Link
Heutige Makrodaten: SP Arbeitslosenzahlen (09:00)

 

Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag! Have a nice day!

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Über Bernd Veith

Im Jahr 2016 blicke ich auf eine 25 jährige Erfahrung im Investmentbereich zurück. Nach meiner Ausbildung zum Kaufmann und Abschluss des allgemeinen wirtschaftlichen Abiturs, studierte ich zunächst an der Justus Liebig Universität in Gießen Psychologie. 1991 begann ich meine Laufbahn im Investmentbereich bei der Tecis Holding AG in Hamburg. Nach dem Aufbau einer Vertriebskoordination für die Cato GmbH, einem Unternehmen der Tecis Holding AG, in Lich, Hessen, machte ich mich 1995 mit einer Investmentberatung für Privatkunden und Unternehmen in Frankfurt selbständig und gründetet 1998 zusammen mit Michael Müller die Müller & Veith GmbH in Frankfurt. Die Müller und Veith Investmentfonds Beratungs GmbH etablierte sich schnell als eines der führenden Unternehmen und Spezialist in Beratung sowie Execution von offenen Investmentanlagen für private sowie institutionelle nationale wie internationale Mandate. Viele innovative Neuerungen in der Darstellung von Depots und in der professionellen Beratung und Betreuung von Kunden, die heute als selbstverständlich gelten, wurden durch die Müller & Veith GmbH initiiert oder zumindest maßgeblich beeinflußt. Der Firmensitz der Müller & Veith GmbH wurde im Laufe der Unternehmensgeschichte von Frankfurt a. Main nach Friedberg/Hessen verlegt. 2016 entschloß ich mich, die Müller & Veith GmbH an Herrn Volker Stache zu verkaufen und konzentriere mich nun weiterhin auf das, was mir am wichtigsten ist. In der neuen Funktion als Seniorberater, stehe ich selbstverständlich weiterhin den Kunden der Müller & Veith GmbH zur Verfügung. In meinem neuen Unternehmen investment-know-how, biete ich meine 25 jährige Erfahrung im Vertrieb, Investmentbereich, Kundenberatung, Unternehmensaufbau und -optimierung und natürlich auch als Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet, in Form von Coaching, Consulting und Events im Bereich B2C und B2B an. Sprechen Sie mich dazu gerne an! Mein Lieblingszitat ist: "Du mußt das was du denkst auch wollen, du mußt das was du willst auch sagen und du mußt das was du sagst auch tun"! (Alfred Herrhausen)

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