Summa Summarum

25. Februar 2016

Summa Summarum


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Hüfner: Der neue Boom der Negativ-Zinsen

http://www.fundresearch.de/research/huefner-der-neue-Boom-der-negativen-zinsen.html

 

Ölpreise fallen kräftig

Ölminister von Saudi Arabien und Iran belasten

http://www.fundresearch.de/Nachrichten/Rohstoffe/2016-02-24-11-50-Oelpreise-fallen-kraeftig-Oelminister-von-Saudi-Arabien-und-Iran-belasten.105732.html

 

Bernecker

 

Hans A. Bernecker: Fakten und Gefühle!
In diesen Tagen stehen fast täglich die Fakten aus Politik und Wirtschaft, also beweisbare Tatsachen meist in Zahlen, in den Medien, worüber diskutiert werden kann. Das ist der Normalfall und er ist nachvollziehbar.
Gefühle führen zu völlig anderen Interpretationen und mithin Konsequenzen. Sie entstehen an den Finanzmärkten vor allem dadurch, dass der eine dem anderen nicht traut. Die Ursache dafür liegt nicht in Zahlen, sondern in Annahmen verschiedener Art, aber daran orientieren sich gewaltige Kapitalbeträge rund um die Welt. Die Deutschen können mit Fakten besser umgehen als mit Gefühlen. Das entspricht wohl unserer Mentalität. Was man hat, das hat man, wie man so schön sagt!
In der angelsächsischen Welt funktioniert dies etwas anders. Sowohl in London als auch in New York als den zentralen Plätzen werden Erwartungen gehandelt oder Risiken umgesetzt. Das sieht zurzeit so aus:
Die Märkte stehen offensichtlich vor einer neuen schwierigen Situation an den Kreditmärkten, wie Sie am Chart erkennen können. 2008/2009 war es die amerikanische Immobilien-Blase mit Lehman Brothers als letztem Auslöser.
Dann kamen die Griechen, an die sich noch jeder erinnern kann. Es wurde mit Milliarden-Beträgen jongliert, die im Einzelnen sogar bis zu 1 Bio. Euro Risiko für alle Europäer reichten. Was daraus wurde, weiß ebenso jeder und wie die Aktienmärkte sich damals verhalten haben, rufen wir gleichfalls in Erinnerung.
Die reale Wirtschaft in Europa bzw. Deutschland bewegt sich in der Griechen-Krise so gut wie gar nicht. Noch nicht einmal Mercedes musste einen Rückgang im Pkw-Verkauf in Griechenland hinnehmen. Schon deshalb nicht, weil die Griechen gerne die Marke Mercedes als Taxi nutzen und eine Taxi-Erlaubnis über 350.000 Euro kostet.
Nun stecken wir in der dritten Krise dieser Art, was sich die meisten gar nicht vorstellen können. EM sind die Emerging Markets und Öl betrifft die Fracking-Kredite (siehe Chart). Darüber hat jeder eine oder keine Meinung, weil es darüber keine Fakten gibt. Lässt sich das Brasilien-Risiko wirklich in Zahlen fassen? Nein! Oder das für Südafrika? Ebenfalls nicht! Bis zur Stunde gibt es keinen Kredit-Unfall und keinen Crash, aber eben Erwartungen und mithin Gefühle. Damit umzugehen, ist im Finanzmarkt äußerst schwer.
Sämtliche deutschen Zahlen stehen eindeutig auf der anderen Seite. Berlin meldet soeben einen Überschuss von fast 12,1 Mrd. Euro im Etat. Das ist eine unglaubliche Größe. Die Exporte und die Leistungsbilanz weisen ebenfalls neue Rekorde aus. Der deutsche Immobilienmarkt legte im vergangenen Jahr einen Wertzuwachs von fast 6 % hin, was ebenfalls phantastisch erscheint. Die Realitäten werden einfach nicht zur Kenntnis genommen, obwohl wir alle täglich daran teilhaben.
An den Finanzmärkten wird mehr Kapital bewegt als an den realen Märkten. Deshalb definieren Gefühle und Eindrücke das Geschehen mehr mit allen Randerscheinungen bis zum Fehlurteil. Unschwer zu sagen ist:
Natürlich wird sich die eben beschriebene Kredit-Konstellation entspannen. Wie, wissen wir nicht. Die jeweiligen monetären Behörden sind dafür zuständig und am schönsten wäre es in einem solchen Fall, wenn es einen Unfall gäbe. Der zweite Fall wäre das Modell Griechenland ohne Unfall, aber mit zugespitzten Diskussionen. Das ist zurzeit unsere Vermutung für die aktuelle Lage. Doch solange dies der Fall oder nicht gelöst ist, warten die Aktienmärkte, die die reale Wirtschaft repräsentieren, auf das entscheidende Signal. So funktioniert Börse!

 

German-Pellets-Pleite
Vier Tochterfirmen sind am Ende

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Vier-Tochterfirmen-sind-am-Ende-article17075991.html

 

German Pellets & Co.
Wenn der Zinstraum platzt

http://www.teleboerse.de/anleihen/Wenn-der-Zinstraum-platzt-article16974951.html

 

S&P500 1930 (+0,44%), NKY 16140 (+1,41%), HSI 18924 (-1,4%), SHCOMP 2766 (-5,56%), SX5E Future 2812 (-2,63%), EUR/USD 1,1032 (+0,17%), USD/JPY 112,22 (-0,04%), USGov10Y 1,726% (-1,28%), Gold Spot 1237 (+0,69%), Brent 34,18 (-0,67%)

USA
· St. Louis Fed Präsident James Bullard bekräftigte seine Aussage, dass ein weiterer Zinsschritt im Umfeld fallender Inflationserwartungen unklug sei. RTRS – 24.2.16
· Salesforce.com (CRM) prognostizierte mit Einnahmen zwischen $8,08Mrd und $8,12Mrd trotz der aktuellen Schwäche der Technologieunternehmen ein gutes Jahr 2016. Nachbörslich gewann die Aktie +8,77%. WSJ – 24.2.16
· HP (HPQ) entsprach im ersten Quartal den Erwartungen, obwohl eine Verbesserung der mäßigen Bedingungen im Drucker- und Computergeschäft nicht absehbar ist. Nachbörslich verlor die Aktie dennoch wieder -1,48%. WSJ – 24.2.16
· Die Alphabet (GOOG) Tochter Google erweitert sein Gigabit-Glasfasernetz für schnelles Internet im Stadtgebiet von San Francisco. Ein weiterer Ausbau innerhalb der USA scheint denkbar. WSJ – 24.2.16
· US Daily: TIPS Breakevens: Lowflation, not Deflation (Pashtan) GS – 24.2.16
· USA: New Home Sales Fall Back Towards Trend Pace GS – 24.2.16
· Global Markets Daily: US Breakeven Inflation and the Risk of the oil Price Crash (Garzarelli / Khanna) GS – 24.2.16
· Heutige Makrodaten: Initial Jobless Claims (270000), Continuing Claims, Durable Goods Orders (+2,5%)

ASIEN/EM
· Laut chinesischem Industrieministerium setzt das schwache Makro-Umfeld dem Exportgeschäft und der Währung deutlich zu und erhöht den Abwärtsdruck auf die heimische Wirtschaft. Die Industrieproduktion werde dieses Jahr nur ca. 6% wachsen (Vorjahr: +6,1%). Man will in den nächsten zwei Jahren umgerechnet $15Mrd investieren, um Beschäftigten während der industriellen Umstrukturierung neue Arbeitsplätze zu beschaffen. RTRS – 25.2.16
· Moody’s ist den beiden anderen Ratingagenturen Standard & Poor’s und Fitch gefolgt und hat das Kreditrating von Brasilien auf Junk-Niveau herabgestuft. Das Rating sank von Baa3 auf Ba2, alle drei Agenturen haben einen negativen Ausblick auf die Ratings. GS – 24.2.16
· Peking und Washington haben sich auf eine UN-Resolution gegen Nordkorea geeinigt, die schärfer als alle vorhergehenden sein soll. Man werde Nordkorea nie als Atommacht akzeptieren, heißt es. FAZ – 25.2.16
· Der japanische Elektronik-Konzern Sharp (6753 JT) akzeptiert angeblich die milliardenschwere Rettungsofferte des Apple-Zulieferers Foxconn (2354 TT). RTRS – 25.2.16

EUROPA
· Deutschland: Die Bundesregierung rechnet bis 2020 angeblich mit insgesamt 3,6 Millionen Flüchtlingen. FAZ – 25.02.16
· Griechenland: Tsipras droht in Flüchtlingskrise mit Blockade von EU-Politik. Vor Abgeordneten des Parlaments in Athen sagte er am Mittwochabend, Griechenland werde Entscheidungen in Brüssel blockieren, wenn andere Länder der Europäischen Union (EU) ihrer Verantwortung nicht gerecht würden. RTRS – 25.03.16
· In Ungarn soll über das System der EU-Flüchtlingskontingente per Volksabstimmung entschieden werden. SP – 24.02.16
· Bouygues (EN) möchte seine Telekomsparte nur an Orange verkaufen, wenn das Unternehmen einen 10% Anteil an Orange erhält. FT – 24.02.16
· Wirecard (WDI) hat Betrugsvorwürfe einer bislang völlig unbekannten Researchfirma zurückgewiesen. Die Anschuldigungen in einem Kommentar von Zatarra Research seien verleumderisch und gänzlich unwahr, erklärte die Firma am Mittwoch. RTRS – 24.02.16
· Volkswagen (VOW3): Eine US-Sammelklage listet hochrangige Automanager als Beschuldigte im Dieselskandal auf – darunter auch VW-Chef Müller und seinen Vorgänger Winterkorn. Konkrete Hinweise auf Mitwisserschaft sucht man aber vergebens. HB – 25.02.16
· Unilever (UNA): Marijn Dekkers verlässt bereits zum 1. Mai den Chefposten bei Bayer – acht Monate früher als geplant. Der Niederländer kehrt nicht in seine Wahlheimat USA zurück, sondern wird Chairman bei Unilever. HB – 24.02.16
· Abengoa (BG): Die US Tochter hat Chapter 11 in den USA beantragt. Die ausstehenden Verpflichtungen belaufen sich auf $10Mrd. RTRS – 24.02.16
· Bayer: 4Q bereinigtes Ebitda €1,9Mrd vs. Cons €2,04; FY15 Umsatz €46,3Mrd inline mit den Schätzungen; FY Nettogewinn €4,11Mrd vs. erwartet €4,04Mrd; Gewinn und Umsatz sollen in 2016 gesteigert werden.
· Deutsche Telekom: 4Q bereinigtes Ebitda €5,14Mrd vs. Cons €5,02Mrd; Dividende €0,55/Aktie vs. erwartet €0,53/Aktie; der Umsatz, das Ergebnis und der FCF sollen im nächsten Jahr steigen; der Ausblick für das US-Geschäft wird positiv kommentiert.
· Henkel (HEN3): Q4 Organisches Wachstum +2.9% vs. Consensus +2.5%. Operativer Gewinn €670Mio vs. erwartet €680.5Mio.
· Safran: FY15 Umsatz €17,4Mrd vs. erwartet €17,5Mrd; der Umsatz im kommenden Jahr soll prozentual „niedrig einstellig“ wachsen.
· Technip: FY15 Umsatz €12,2Mrd vs. Cons €11,9Mrd; FY Nettogewinn €45,1Mio vs. erwartet €98,9Mio; Dividende €2/Aktie wie erwartet; das Ziel für die Kosteneinsparungen wurde von €830Mio auf €1Mrd erhöht.
· AXA: FY15 Nettogewinn €5,62Mrd vs. Cons €5,4Mrd; Dividende €1,1/Aktie vs. erwartet €1,14/Aktie; die Asset Management Inflows lagen in 2015 bei €45Mrd.
· NN Group: 4Q operative Gewinn bei €250Mio vs. Cons €255Mio; die finale Dividende liegt bei €1.05/Aktie und damit line mit den Erwartungen; der Fokus läge weiterhin auf der verbesserten Profitabilität im Non-Life Geschäft, sagte der CEO.
· Anheuser Busch: 4Q Umsatz i.H.v. $10,7Mrd vs. Cons $11,1Mrd; 4Q bereinigtes Ebitda $4,31Mrd vs. erwartet $4,58Mrd; finale Dividende $2/Aktie inline mit den Schätzungen; 4Q organisches Umsatzwachstum lag bei +7% vs. Cons +6,5%.
· Solvay: 4Q Umsatz €2,5Mrd vs. erwartet €2,56Mrd; 4Q bereinigtes Ebitda €429 vs. Cons €419; das bereinigte Ebitda soll in 2016 hoch einstellig wachsen; der Ausblick basiert auf $30 Öl sowie €/$ bei 1,10; Dividende €1,94/Aktie vs. erwartet €2/Aktie
· Straumann: bereinigter operativer FY 15 Gewinn Sfr186Mio vs. Cons Sfr184Mio; Dividende Sfr4/Aktie vs. erwartet Sfr3,75/Aktie; das organische Wachstum in 4Q lag bei +10%.
· Adva Optical: 4Q Umsatz bei €112Mio vs. Guidance €107-117Mio.
· European Economics Daily: Relaxing the ECB´s self-imposed constraints on asset purchases. Link
· Heutige Makrodaten: SP PPI (09:00)

 

 

Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag! Have an nice day!

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Über Bernd Veith

Im Jahr 2016 blicke ich auf eine 25 jährige Erfahrung im Investmentbereich zurück. Nach meiner Ausbildung zum Kaufmann und Abschluss des allgemeinen wirtschaftlichen Abiturs, studierte ich zunächst an der Justus Liebig Universität in Gießen Psychologie. 1991 begann ich meine Laufbahn im Investmentbereich bei der Tecis Holding AG in Hamburg. Nach dem Aufbau einer Vertriebskoordination für die Cato GmbH, einem Unternehmen der Tecis Holding AG, in Lich, Hessen, machte ich mich 1995 mit einer Investmentberatung für Privatkunden und Unternehmen in Frankfurt selbständig und gründetet 1998 zusammen mit Michael Müller die Müller & Veith GmbH in Frankfurt. Die Müller und Veith Investmentfonds Beratungs GmbH etablierte sich schnell als eines der führenden Unternehmen und Spezialist in Beratung sowie Execution von offenen Investmentanlagen für private sowie institutionelle nationale wie internationale Mandate. Viele innovative Neuerungen in der Darstellung von Depots und in der professionellen Beratung und Betreuung von Kunden, die heute als selbstverständlich gelten, wurden durch die Müller & Veith GmbH initiiert oder zumindest maßgeblich beeinflußt. Der Firmensitz der Müller & Veith GmbH wurde im Laufe der Unternehmensgeschichte von Frankfurt a. Main nach Friedberg/Hessen verlegt. 2016 entschloß ich mich, die Müller & Veith GmbH an Herrn Volker Stache zu verkaufen und konzentriere mich nun weiterhin auf das, was mir am wichtigsten ist. In der neuen Funktion als Seniorberater, stehe ich selbstverständlich weiterhin den Kunden der Müller & Veith GmbH zur Verfügung. In meinem neuen Unternehmen investment-know-how, biete ich meine 25 jährige Erfahrung im Vertrieb, Investmentbereich, Kundenberatung, Unternehmensaufbau und -optimierung und natürlich auch als Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet, in Form von Coaching, Consulting und Events im Bereich B2C und B2B an. Sprechen Sie mich dazu gerne an! Mein Lieblingszitat ist: "Du mußt das was du denkst auch wollen, du mußt das was du willst auch sagen und du mußt das was du sagst auch tun"! (Alfred Herrhausen)

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