Summa Summarum

15. Dezember 2015

Summa Summarum


MuellerVeith 24042

 

Zahlen korrigiert
Regierung rechnet mit deutlich höherer Erbschaftsteuer

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/die-bundesregierung-rechnet-mit-deutlich-hoeherer-erbschaftsteuer-13964383.html

 

Umkehrhypotheken
Rente aus Stein

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/vorsorgen-fuer-das-alter/rente-aus-stein-die-umkehrhypothek-13941334.html

 

Bernecker

 

Hans A. Bernecker: Zwei Börsentage noch!
Die Welt wartet auf die berühmte amerikanische Zinswende. Alle Kommentatoren haben ihre Meinung, aber ich habe keine. Denn es gibt keine Meinung darüber, wie Märkte sich verhalten, die noch nie vor einer solchen Situation gestanden haben. Darüber ist bereits berichtet worden, was nicht zu wiederholen ist. Worin liegt das Problem?
Finanzmärkte leben davon, dass Finanzströme ununterbrochen in Bewegung sind, die sich an vielfältigen Dingen orientieren und höchst individuell entscheiden. Nur rückblickende Erfahrungen und Ereignisse führen etwas weiter, um dies zu erklären:
Von Anfang 1987 bis zum Oktober 1987 bemühte sich die FED angestrengt, die Zinsen zu senken, indem sie am kurzfristigen Geldmarkt die Wachstumsrate mehr oder weniger künstlich reduzierte. Sie kam von der gegensätzlichen Ausgangslage, nämlich hoher Zinsen, und wollte niedrige Zinsen erreichen. Entscheidend war dabei die Absicht, die Geldmenge zu kontrollieren, um die Inflation zu dämpfen.
Gleichzeitig war im Zuge des Aufschwungs seit 1982 ein umfangreicher Handel mit Unternehmensbeteiligungen aller Art im Markt, wobei sich die Unternehmen der sogenannten Junk-Bonds, also Unternehmensanleihen, bedienten. Dieser Markt ist stets extrem illiquide. Es zeichnete sich ab Sommer ab, dass eine Art Kreditklemme bevorsteht.
Die 0 %-Politik der letzten Jahre zeigte das Gegenteil in der Absicht, aber mit dem Ergebnis, das vergleichbar ist. In Erwartung des Zinssignals reduzierte sich die Liquidität des amerikanischen Geld- und Bond-Marktes (Unternehmensanleihen), was bis vor wenigen Wochen dazu führte, dass dieser Markt als zunehmend illiquide gilt. Es ist genau der gleiche Fall wie 1987 und im Spätsommer 2008. Denn:
Nichts ist schlimmer für einen Finanzmarkt oder besser Kreditmarkt, wenn es zu einer Illiquidität kommt. Landläufig gesagt: Einer Marktverstopfung. Woher die Ursachen kommen, mag unterschiedlich sein, wie an beiden Beispielen erkennbar ist.
Illiquidität heißt zurzeit, dass Corporate Bonds aus Finanzierungen von Mega-Deals in Erwartung einer Zinswende nicht mehr verkauft werden können. Käufer sind stets Pensionsfonds und andere Vorsorge-Einrichtungen aller Art. Sie warten auf das Zinssignal, denn sie erwarten höhere Zinsen, die sie natürlich bei ihren Zinsvorstellungen irgendwie einpreisen möchten und mithin meiden sie T-Bonds, die noch im Markt sind.
In einer solchen Situation steht jede Institution im Feuer, die in diesem Geschäft tätig ist. In der Regel als Bank oder Broker, auf jeden Fall als Vermittler. Sitzt dieser fest oder gerät in eine Illiquidität, so wird daraus eine Falle. Das passierte im September Lehman Brothers.
Lehman handelte mit Subprime-Papieren, die genauso illiquide waren, wie sie bekanntlich auch an deutsche Banken weitergereicht wurden. Ab Sommer 2008 war erkennbar, dass diese Platzierungen zunehmend unmöglich wurden. In Deutschland hatten bereits die IKB und die Sachsen LB die Hände gehoben. Um liquide zu bleiben bzw. im Geldmarkt als liquide zu gelten, benötigte Lehman lediglich eine geldmarktfähige Garantie von 6 Mrd. Dollar. In Relation zur Bilanzsumme von Lehman waren das Peanuts. Diese Garantie wurde verweigert und alles, was folgte, ist in Erinnerung.
Kreditkrisen entstehen aus solch relativ bescheidenden Beträgen, die in eine Schieflage geraten. Um genau das geht es nun mit den möglichen Folgen einer Zinswende.
Zu betonen ist: Alle Fälle sind hier sehr kurz formuliert dargestellt. Lediglich um zu belegen, dass Krisenlagen in Kreditmärkten äußerst schwer frühzeitig zu erkennen sind und auch keine Notenbank dies verhindern kann. Darin liegt die Spannung für die kommenden drei bis vier Tage.

 

Here’s how the Fed’s rate decision affects mortgages, auto loans, and credit cards

http://www.businessinsider.de/what-fed-hike-means-for-auto-home-loans-credit-cards-2015-12?nr_email_referer=1&utm_content=COTD&utm_medium=email&utm_source=Sailthru&utm_campaign=Post%20Blast%20%28moneygame%29:%20Here%27s%20how%20the%20Fed%27s%20rate%20decision%20affects%20mortgages%2C%20auto%20loans%2C%20and%20credit%20cards&utm_term=Markets%20Chart%20Of%20The%20Day?r=US&IR=T

 

Klopft bald der Staatsanwalt an?
Banken zittern wegen Cum-Ex-Deals

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Banken-zittern-wegen-Cum-Ex-Deals-article16566291.html

 

S&P500 2022 (+0,48%), NKY 18566 (-1,68%), HSI 21354 (+0,21%), SHCOMP 3510 (-0,3%), SX5E Future 3141 (-2,06%), EUR/USD 1,1029 (+0,34%), USD/JPY 120,82 (+0,17%), USGov10Y 2,2058% (-0,72%), Gold Spot 1065 (+0,46%), Brent 37,73 (-0,5%)

USA
· US-Aktien schlossen gestern leicht im Plus, nachdem sie im Tagesverlauf zwischen Gewinnen und Verlusten schwankten, aufgrund des leichten Anstiegs im Ölpreis und den anhaltenden Sorgen über Ansteckungseffekte im High-Yield Anleihenmarkt auf der anderen Seite.
· Der Preis für Erdgas fällt auf das tiefste Niveau seit 2002. Grund dafür sind unter anderem die durch El Niño entstandenen höheren Temperaturen und die dadurch niedrigere Nachfrage, sowie die Sorgen eines weiterhin anhaltenden Überangebots. WSJ – 14.12.15
· Chesapeake (CHK) beauftragt Evercore Partners mit der Restrukturierung der $11,6Mrd Schulden, da die Bottom-Line des Unternehmens stark vom fallenden Erdgaspreis betroffen ist. BBG – 14.12.15
· Kennametal (KMT) hat ihre Guidance für den Gewinn pro Aktie um 30% bis 60% herabgestuft. Das Unternehmen wies auf weitere Rückgange in der Industrieproduktion hin, welche ihre Endmärkte schwächen. Die Aktie fiel nachbörslich um bis zu 20%. GS – 15.12.15
· Yahoo (YHOO) soll laut Canyon Capital Advisors, dem Inhaber von 10Mio Yahoo Aktien, nicht erst ein Jahr warten, sondern schnell mit dem Verkauf von Vermögenswerten oder dem Kerngeschäft fortschreiten. BBG – 14.12.15
· Twitter (TWTR) warnte einige Nutzer, dass ihre Konten von staatlich-induzierten Hackerattacken betroffen sein könnten. BBG – 14.12.15
· Cheniere Energy (LNG) CEO Charfir Souki wurde nach einer Auseinandersetzung mit Investor Carl Icahn und dem Verwaltungsrat bezüglich des Wachstums der Flüssigerdgas-Projekte abgelöst. BBG – 14.12.15
· Ab dem 21. Dezember werden sich Inhaber von Drohnen bei der Federal Aviation Administration für $5 registrieren müssen. BBG – 14.12.15
· Global Markets Daily: Market ‘looking through’ BoE’s inflation overshoot. GS – 14.12.15
· US Daily: Asymmetry and Its Limits. GS – 14.12.15
· Heutige Makrodaten: NY Empire Manufacturing Index (cons. -6,0), CPI (cons. 0,4%yoy), CPI ohne Nahrung & Energie (cons. 2,0%yoy), NAHB Immobilienmarktindex (cons. 63)

ASIEN/EM
· Die Bank of Japan gewinnt Zuversicht in die wirtschaftliche Entwicklung. Jüngste Wirtschaftsdaten stützen ihre Erwartung einer schrittweisen Erholung. Ein erneuter Preisverfall von Öl könnte durch möglicherweise damit einhergehende niedrigere Inflationserwartungen ein Risiko darstellen. BBG – 15.12.15
· Saudi-Arabien hat die Formierung eines islamischen Militärbündnisses zum Kampf gegen Terrorismus bekanntgegeben. Die Allianz wird von Saudi-Arabien angeführt, aus Riyadh gesteuert und besteht aus 34 Ländern, darunter auch Ägypten, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Pakistan. RTRS – 14.12.15
· In Indien lag die Kerninflation im November bei +5,4%yoy (vs cons. +5,3%). GS – 14.12.15
· Der australische Hauspreisindex stieg in 3Q2015 um +2,0%qoq. Das entspricht einem Anstieg um +10,7% über das Jahr. GS – 15.12.15
· Die Reserve Bank of Australia bewertet in ihrem abschließenden Notenbankprotokoll die jüngsten Wirtschaftsdaten positiv und deutet an, dass weitere kurzfristige Zinssenkungen unwahrscheinlich scheinen. GS – 15.12.15

EUROPA
· Europa: Die Türkei hat die EU-Staaten aufgefordert, bei der Aufnahme von syrischen Flüchtlingen aus dem Land nicht wählerisch zu sein. Das Land sei dagegen, dass sich die EU-Länder bestimmte Gruppen wie gut ausgebildete Menschen oder Christen heraussuchen könnten. FNZ – 15.12.15
· Europa steht kurz vor einheitlichen Datenschutzregeln. Noch vor Weihnachten soll die neue Verordnung stehen. Der wichtigste Punkt der neuen Verordnung: Es gibt hohe Bußgelder bei Verstößen. SZ – 14.12.15
· Die deutsche Bundesbank ist voller Zuversicht, dass der US-Notenbank Fed die womöglich bereits morgen anstehende Zinswende gelingen kann, ohne große Turbulenzen an den globalen Finanzmärkten auszulösen. BZ – 15.12.15
· Dialog Semiconductor (DLG) reduziert seine Q4 Umsatzerwartungen von $430Mio bis $460Mio auf $390 bis $400Mio. Der Grund hierfür ist die schwächere Nachfrage im Mobile Systems Segment. BBG – 15.12.15
· Metro (MEO): Olaf Koch verpasst dem Konzern eine neue Strategie. Das Geld aus dem Kaufhof-Deal soll in Start-ups gesteckt werden – um im knallharten Wettbewerb mit der Internet-Konkurrenz zu bestehen. HB – 14.12.15
· Plastic Omnium (POM) kauft Faurecia die gesamten Aktivitäten für Karosserieteile ab. HB – 14.12.15
· Die Commerzbank (CBK) plant schon für Mitte kommenden Jahres das Aus für ihre Bad Bank Non Core Assets. BZ – 15.12.15
· Unicredit (UCG): Die Bank Austria darf ihre Filialen behalten, um sie aus eigener Kraft zu sanieren. Verkaufen muss die österreichische UniCredit-Tochter das defizitäre inländische Privatkundengeschäft nun doch nicht. FNZ – 15.12.15
· Pininfarina (PINF): Der indische Konzern Mahindra übernimmt einen 76% Anteil an Pininfarina für €25.2Mio. HB – 14.12.15
· Uniper: Den Aufsichtsrat des neuen Unternehmens wird Bernhard Reutersberg leiten. Er ist bisher im Eon-Vorstand als Chief Markets Officer für die Entwicklung neuer Geschäfte verantwortlich. HB – 14.12.15
· Heutige Makrodaten: ZEW Konjunkturerwartungen (11:00)

 

Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag! Have a nice day!

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Über Bernd Veith

Im Jahr 2016 blicke ich auf eine 25 jährige Erfahrung im Investmentbereich zurück. Nach meiner Ausbildung zum Kaufmann und Abschluss des allgemeinen wirtschaftlichen Abiturs, studierte ich zunächst an der Justus Liebig Universität in Gießen Psychologie. 1991 begann ich meine Laufbahn im Investmentbereich bei der Tecis Holding AG in Hamburg. Nach dem Aufbau einer Vertriebskoordination für die Cato GmbH, einem Unternehmen der Tecis Holding AG, in Lich, Hessen, machte ich mich 1995 mit einer Investmentberatung für Privatkunden und Unternehmen in Frankfurt selbständig und gründetet 1998 zusammen mit Michael Müller die Müller & Veith GmbH in Frankfurt. Die Müller und Veith Investmentfonds Beratungs GmbH etablierte sich schnell als eines der führenden Unternehmen und Spezialist in Beratung sowie Execution von offenen Investmentanlagen für private sowie institutionelle nationale wie internationale Mandate. Viele innovative Neuerungen in der Darstellung von Depots und in der professionellen Beratung und Betreuung von Kunden, die heute als selbstverständlich gelten, wurden durch die Müller & Veith GmbH initiiert oder zumindest maßgeblich beeinflußt. Der Firmensitz der Müller & Veith GmbH wurde im Laufe der Unternehmensgeschichte von Frankfurt a. Main nach Friedberg/Hessen verlegt. 2016 entschloß ich mich, die Müller & Veith GmbH an Herrn Volker Stache zu verkaufen und konzentriere mich nun weiterhin auf das, was mir am wichtigsten ist. In der neuen Funktion als Seniorberater, stehe ich selbstverständlich weiterhin den Kunden der Müller & Veith GmbH zur Verfügung. In meinem neuen Unternehmen investment-know-how, biete ich meine 25 jährige Erfahrung im Vertrieb, Investmentbereich, Kundenberatung, Unternehmensaufbau und -optimierung und natürlich auch als Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet, in Form von Coaching, Consulting und Events im Bereich B2C und B2B an. Sprechen Sie mich dazu gerne an! Mein Lieblingszitat ist: "Du mußt das was du denkst auch wollen, du mußt das was du willst auch sagen und du mußt das was du sagst auch tun"! (Alfred Herrhausen)

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