Summa Summarum

1. Dezember 2015

Summa Summarum


MuellerVeith 24042

 

So wären Sie mit Nichtstun Multimillionär geworden

http://www.xing-news.com/reader/news/articles/146272?newsletter_id=9615&xng_share_origin=email

 

Internationaler Währungsfonds
Der Yuan wird offizielle Reservewährung

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/iwf-macht-chinas-yuan-zur-fuenften-welt-reservewaehrung-13941138.html

 

IMF Approves Reserve-Currency Status for China’s Yuan

http://www.bloomberg.com/news/articles/2015-11-30/imf-backs-yuan-in-reserve-currency-club-after-rejection-in-2010

 

Bernecker

 

Hans A. Bernecker

Blasenbeschwerden!
Es gehört vielleicht zum trüben November, dass über allerlei Beschwerden diskutiert wird, meist über Grippe oder Schnupfen, aber dieses Mal über Blasen und die Beschwerden, die sie bereiten. Es scheint, dass die Deutschen die Ersten sind, die die Blasenbeschwerden erkennen und beschreiben, die uns alle demnächst beschäftigen werden.
In der kommenden Woche soll die EZB angeblich erneut über Bondkäufe beraten und beschließen und diese wahrscheinlich erhöhen. Darüber wird täglich diskutiert und es ist nicht näher darauf einzugehen. Aber in Frankfurt verdichten sich nunmehr die Kräfte, die soweit wir es übersehen können in Europa die Beschwerden erkennen, die aus dieser Politik resultieren. Die bislang massivste Kritik kommt von Bundesbankchef Jens Weidmann und soeben legt die Helaba mit ihrer Chef-Volkswirtin Gertrud Traud nach. Ihr Kernsatz lautet:
„Die EZB ist ein Risiko für die Finanzstabilität. Mit ihren Anleihe-Käufen schiebt sie die Immobilien- und Aktienmärkte an, ermöglicht dort Preisblasen und gaukelt am Anleihemarkt vor, dass es keine Risiken mehr gibt.“ Dem ist nichts hinzuzufügen!
Allein der erste Teil des Satzes ist brisant genug, wenn man dies im Zusammenhang mit einer Notenbank formuliert. Denn es ist gerade die Aufgabe einer solchen Zentralbank, für das Gegenteil zu sorgen, nämlich für Stabilität. Schauen wir näher hin:
Über den deutschen Immobilienmarkt freuen sich alle, die Immobilien besitzen. Mehr oder weniger haben in den vergangenen fünf Jahren alle davon profitiert, egal, ob sie Immobilien verkaufen oder nicht. Bei den bekannten Tiefstzinsen ist alles möglich. Wie lange?
Die Immobilien-Fachleute, und davon gibt es jede Menge, verlangen ein Neubauvolumen von jährlich 400.000 Wohnungen in Deutschland und neuerdings 500.000 pro Jahr, um die Flüchtlinge unterzubringen. Diese Zahl gab es für die alte Bundesrepublik schon einmal in den 60er Jahren, um die damalige sogenannten Wohnungsnot aufzufangen. Wir befinden uns also auf Spitzenniveau, wenn auch um die neuen Bundesländer erweitert. In diesen Ländern besteht übrigens ein Überhang, der kaum genutzt wird.
Worin steckt die Blase? Es ist unschwer vorauszusagen, dass es dann schwierig wird, wenn die Zinsen irgendwann steigen werden. Dass es dazu kommen wird, ist nicht zu bestreiten. Es hängt allein davon ab, was vier oder sechs Personen im EZB-Rat meinen oder umsetzen. Ihre Stellung ist derart stark, dass sie von niemandem angreifbar ist. Es sind durchweg Südländer mit völlig anderen nationalökonomischen Grundsätzen und sie sind zurzeit die einzigen Machthaber in der Eurozone, die wirklich etwas bewegen. Die einzige deutsche Vertreterin im EZB-Rat, nicht im Direktorium, ist eine Dame, die der Meinung von Herrn Weidmann ist, aber weder über Kompetenz noch Durchsetzungskraft verfügt, um die deutsche Sicht wirklich durchzusetzen. Das bedeutet:
Die Politik der EZB führt mit hinreichender Sicherheit in eine Blase am Immobilienmarkt, wenn auch mit unterschiedlichen Folgen von Land zu Land und Region zu Region. In Immobilienblasen steckt jedoch fast immer der sicherste Ansatz für eine Finanzkrise. Dies lässt sich beliebig zurückverfolgen, worauf hier heute verzichtet wird. Der wichtigste Grund dafür ist wiederum, dass die Finanzierung der Immobilien der kritische Punkt ist. Denn sie läuft nun einmal über Banken und andere Finanz-Institutionen, die im Zuge einer Marktkrise auf faulen Krediten sitzen. Ergo:
Die EZB-Politik für Europa gutzuheißen, ist eine gefährliche politische Sicht, der bis zur Stunde kein Politiker ausdrücklich widerspricht. Man möchte gerne erfahren, ob diese Damen und Herren diesen Sachverhalt nicht sehen oder schlicht nicht verstehen oder einfach die Augen vor dem verschließen, was mit Sicherheit irgendwann bevorsteht.
Für die Aktienmärkte gilt im Prinzip das Gleiche. Eine Blase aus Liquiditätsgründen haben die Amerikaner in den letzten fünf Jahren vorgemacht. Die bekannten 5 Bio. Dollar Bondkäufe der FED erhöhten den Marktwert aller Aktien in dieser Zeit um etwa 7 bis 8 Bio. Dollar, was sich nur überschlägig schätzen lässt. Das waren etwa 15 bis 18 % zu viel, gemessen an dem, was die Unternehmen verdienen, also an echten Werten geschaffen haben. Deshalb steht New York seit 12 Monaten mehr oder weniger auf der Stelle. Der Vorteil der Aktie gegenüber der Immobilie liegt jedoch darin:
In jedem Unternehmen steckt Dynamik aus Produktion, Forschung, Entwicklung und Markterfolgen, womit das Risiko einer Blase zwar nicht beseitigt, aber deutlich beschränkt wird. In Deutschland spielt dies deshalb eine geringere Rolle, weil die Summe aller Aktien nur 44 % des BIP erreicht, was international der geringste Wert ist. Die Amerikaner liegen bei 100 %. Fest steht jedoch:
An den Folgen der 0 %-Politik werden wir in den nächsten Jahren noch zu knabbern haben.

 

S&P500 2080 (-0,46%), NKY 20012 (+1,34%), HSI 22426 (+1,95%), SHCOMP 3446 (+0,02%), SX5E Future 3505 (+0,49%), EUR/USD 1,0588 (+0,22%), USD/JPY 122,9 (+0,17%), USGov10Y 2,2253% (+0,87%), Gold Spot 1071 (+0,62%), Brent 44,85 (+0,54%)

USA
· US-Aktien handelten am Montag schwächer, nachdem sowohl der Chicago PMI als auch die Hausverkäufe enttäuschten und insgesamt wenig Aktivität am Markt zu beobachten war.
· Mattress Firm (MFRM) übernimmt seinen Konkurrenten Sleepy’s für $780Mio und vereint somit die beiden größten Facheinzelhändler für Matratzen in den USA. Mattress Firm-Aktien stiegen nachbörslich um mehr als 7%. BBG – 30.11.15
· Lockheed Martin (LMT) gewinnt eine Ausschreibung um ein Budget in Höhe von $279Mio zur Entwicklung eines Kriegsschiffes für die US Navy. RTRS – 30.11.15 Die Geschäftseinheit Sikorsky gewann ferner Verträge im Wert von $940Mio für die Instandhaltung von Waffensysteme der US Army. RTRS – 30.11.15
· Morgan Stanley (MS) plant ein Viertel seiner Mitarbeiter im Bereich Fixed Income zu entlassen, nachdem Umsätze in der Sparte im letzten Quartal um 42% einbrachen. BBG – 30.11.15
· Die Gewerkschaft CWA-IBT nimmt den neuen fünfjährigen Tarifvertrag mit American Airlines (AAL) an. Dieser enthält eine sofortige Gehaltserhöhung von durchschnittlich 30% für die vertretenen 15.000 Mitarbeiter. RTRS – 30.11.15
· Das Urteil gegen RBC Capital Markets im Zusammenhang mit dem missglückten Verkauf von Rural/Metro wurde vom obersten Gericht in Delaware aufrecht erhalten. Das Unternehmen wurde zu einer Strafe von $76Mio verurteilt. RTRS – 30.11.15
· AppDynamics nimmt in seiner jüngsten Finanzierungsrunde $158Mio ein. Das Software-Unternehmen erhielt seit 2008 somit $315Mio und wird auf $1,9Mrd bewertet. RTRS – 01.12.15
· Gemäß einer Studie von IBM stiegen die Einkäufe die Mittels Smartphones am Thanksgiving-Wochenende gemacht wurden um mehr als 75% und übertrafen somit Einkäufe via Tablets. Als Ursache identifiziert die Studie größere Smartphone-Displays und einfachere Bezahlverfahren. BBG – 30.11.15
· US Daily: Manufacturing Continues to Weigh on GSAI in November GS – 30.11.15
· Global Markets Daily: 6 market implications from our 2016 US housing and mortgage outlook GS – 30.11.15
· Heutige Makrodaten: Markit Manufacturing PMI (cons. 52,6), Markit Services PMI (cons. 56,7), Construction Spending (cons. 0.5%mom), ISM Manufacturing (cons. 50,5).

ASIEN/EM
· Der chinesische Renminbi wird in den „Special Drawing Rights“-Korb (SWR) des IWF aufgenommen. Die Gewichtung liegt, wie vom Markt erwartet, bei 10,92% und damit niedriger als vom IWF im Juli indiziert. GS – 30.11.15
· China: Der NBS-Einkaufsmanagerindex im produzierenden Gewerbe lag im November bei 49,6 (cons. 49,8, Okt. 49,8), im nicht-produzierenden Gewerbe bei 53,6 im November (Okt. 53,1). Der Caixin-PMI lag bei 48,6 (cons. 48,3, Okt. 48,3). GS – 1.12.15
· Japans Pensionsfonds hat angefangen sich gegen Wechselkursschwankungen abzusichern. Hierbei handelt es sich angeblich um kurzfristige Hedges gegen einen schwächeren Euro. WSJ – 30.11.15
· Die indische Zentralbank hat den Leitzins wie erwartet unverändert bei 6,75% belassen. CNBC – 1.12.15
· Chinas Behörden haben aufgrund der hohen Luftverschmutzung 2100 Fabriken vorübergehend geschlossen. Der Smog ist so dicht, dass Flugzeuge in Peking und Schanghai am Boden bleiben müssen. FAZ – 1.12.15
· Indien und Frankreich haben eine globale Allianz gestartet, deren Ziel es ist $1Bio Investitionen in Solarenergie zu generieren. In der Zukunft sollen auch die USA, China sowie verschiedene Entwicklungsländer zur Allianz hinzustoßen. FT – 1.12.15
· Australien: Die Notenbank RBA belässt den Tagesgeldsatz im Dezember-Meeting bei 2%. Dies war erwartet und vom Markt auch so eingepreist worden. GS – 1.12.15
· Die Abnahme der koreanischen Exporte sanken im November mit -4,7%yoy (cons. -9%, Okt. -15,8%yoy) schwächer als zuletzt. Die Importe fielen um -17,6%yoy (cons. -14,7%, Okt. -16,6%). Die unterliegenden Daten bleiben dennoch schwach. GS – 1.12.15 Die Kern-CPI-Inflation steigt auf 1,0%yoy (cons. 0,9%). GS – 1.12.15

EUROPA
· Deutschland: Das Bundeskabinett wird das Asylpaket einem Medienbericht zufolge frühstens kurz vor Weihnachten beschließen. FAZ – 01.12.15
· Linde (LIN): Wegen der schwächelnden Industrie in vielen Ländern kürzt Linde seine Gewinnprognose. Im Jahr 2017 werde das operative Konzernergebnis voraussichtlich nur zwischen €4,2 und 4,5Mrd (zuvor €4,5-4,7Mrd) liegen. HB – 01.12.15
· Renault (RNO): Nissan will einem Zeitungsbericht zufolge den Einfluss der französischen Regierung auf die Allianz mit Renault begrenzen. Dazu strebe das Unternehmen einen Anteil an Renault von mindestens 25 Prozent an, berichtete die Zeitung „Nikkei Asian Review“ am Montag. HB – 01.12.15
· Bei Adidas (ADS) wächst der eigene Vertrieb über das Internet einem Medienbericht zufolge überraschend stark. In diesem Jahr steige der Umsatz in dem Bereich im Vergleich zu 2014 um 40 Prozent auf 600 Millionen Euro. HB – 01.12.15
· Munich RE (MUV2) will auf absehbare Zeit keine Abstriche an ihren Dividenden und Aktienrückkäufen machen. RTRS – 30.11.15
· Zurich Insurance (ZURN): CEO Senn tritt im Einvernehmen zum Ende des Jahres zurück. FT – 01.12.15
· Vestas (VWS) hat eine 201MW Order in den USA erhalten. BBG – 01.12.15
· European Economics Daily: De–constructing the weakness of the Euro area investment growth Link
· Heutige Makrodaten: DE IFO (10:00)

 

Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag! Have a nice day!

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Über Bernd Veith

Im Jahr 2016 blicke ich auf eine 25 jährige Erfahrung im Investmentbereich zurück. Nach meiner Ausbildung zum Kaufmann und Abschluss des allgemeinen wirtschaftlichen Abiturs, studierte ich zunächst an der Justus Liebig Universität in Gießen Psychologie. 1991 begann ich meine Laufbahn im Investmentbereich bei der Tecis Holding AG in Hamburg. Nach dem Aufbau einer Vertriebskoordination für die Cato GmbH, einem Unternehmen der Tecis Holding AG, in Lich, Hessen, machte ich mich 1995 mit einer Investmentberatung für Privatkunden und Unternehmen in Frankfurt selbständig und gründetet 1998 zusammen mit Michael Müller die Müller & Veith GmbH in Frankfurt. Die Müller und Veith Investmentfonds Beratungs GmbH etablierte sich schnell als eines der führenden Unternehmen und Spezialist in Beratung sowie Execution von offenen Investmentanlagen für private sowie institutionelle nationale wie internationale Mandate. Viele innovative Neuerungen in der Darstellung von Depots und in der professionellen Beratung und Betreuung von Kunden, die heute als selbstverständlich gelten, wurden durch die Müller & Veith GmbH initiiert oder zumindest maßgeblich beeinflußt. Der Firmensitz der Müller & Veith GmbH wurde im Laufe der Unternehmensgeschichte von Frankfurt a. Main nach Friedberg/Hessen verlegt. 2016 entschloß ich mich, die Müller & Veith GmbH an Herrn Volker Stache zu verkaufen und konzentriere mich nun weiterhin auf das, was mir am wichtigsten ist. In der neuen Funktion als Seniorberater, stehe ich selbstverständlich weiterhin den Kunden der Müller & Veith GmbH zur Verfügung. In meinem neuen Unternehmen investment-know-how, biete ich meine 25 jährige Erfahrung im Vertrieb, Investmentbereich, Kundenberatung, Unternehmensaufbau und -optimierung und natürlich auch als Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet, in Form von Coaching, Consulting und Events im Bereich B2C und B2B an. Sprechen Sie mich dazu gerne an! Mein Lieblingszitat ist: "Du mußt das was du denkst auch wollen, du mußt das was du willst auch sagen und du mußt das was du sagst auch tun"! (Alfred Herrhausen)

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