Summa Summarum

8. September 2015

Summa Summarum


MuellerVeith 23978

 

Planwirtschaft par Excellence

Kursentwicklung nach Plan
China will Kursrückgänge künftig früher verhindern

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/fruehaufsteher/china-will-kursrueckgaenge-kuenftig-frueher-verhindern-13789076.html

 

DEUTSCHE BANK: We examined 200 years of data and concluded stocks, bonds, and housing are at ‚peak valuation‘

Read more: http://uk.businessinsider.com/deutsche-bank-stocks-bonds-housing-near-peak-valuation-2015-9?r=US&IR=T#ixzz3l7bYzOme

 

Kenneth Rogoff über die Kunst der Kapitalflucht

http://www.fondsprofessionell.de/news/news-products/nid/kenneth-rogoff-ueber-die-kunst-der-kapitalflucht/gid/1022581/ref/2/

 

Mark Mobius‘ Botschaft an Peking: Lasst die Aktienkurse fallen

http://www.fondsprofessionell.de/news/news-products/nid/mark-mobius-botschaft-an-peking-lasst-die-aktienkurse-fallen/gid/1022577/ref/2/

 

 

Bernecker

 

Hans A. Bernecker: Die andere Seite
Hauptthema in diesen Landen ist zurzeit die Migrationskrise Europas. Über die Migrantenzahlen und ihre Struktur wird heftig gestritten. Wie viele am Ende irgendwann in Deutschland landen werden, weiß niemand. Der Empfang durch die Deutschen ist jedenfalls animierend genug, jedem Einwohner Südosteuropas nebst Nahost vorzugaukeln, wie wunderbar dieses Landes namens Deutschland aussieht und wie gut man dort leben kann. Es sei allen gegönnt.
Da es genaue Zahlen nicht gibt, darf man schätzen. Ca. 50 % sollen angeblich aus den Balkanländern kommen, die zu den sicheren Ländern gehören. Nehmen wir an, dass dies stimmt. Diese wären in kürzester Zeit wieder zurückzusenden. Geht das?
Mit Sicherheit nicht. Es wird umfangreiche Angebote geben, diese Männer und Frauen, vornehmlich Männer jüngeren Alters, hier im Lande als Arbeitskräfte zu halten. Dem ist nicht zu widersprechen, wenn es sinnvoll und zügig umgesetzt wird. Dann wären sie zweifellos eine Bereicherung des deutschen Arbeitsmarktes.
Warum flüchtet diese altermäßig sich wertvolle Generation? Zu Recht wird darauf hingewiesen, dass sie in ihrem Land keine Chance hat, jemals in geordneten Arbeitsverhältnissen zu landen. Obwohl diese Länder bereits zur EU gehören oder kurz davor stehen, Mitglied zu werden, sind sie nicht in der Lage, ihre eigene Bevölkerung zu beschäftigen. Das ist ein Punkt, an dem niemand vorbeikommt.
In diesen Ländern gab es über 500 Jahre lang und auch jetzt noch keinen geordneten Verwaltungsapparat, kein geordnetes Rechtswesen oder andere Strukturen, die es erlauben, eine Wirtschaft sinnvoll auszubauen. Selbst Geld würde nichts nützen, weil es an der Qualität von Führungspersonen fehlt, so etwas aufzubauen. Lässt sich dies in überschaubarer Zeit darstellen?
Soweit man Kennern solcher Länder begegnet und mit ihnen darüber spricht, wird grundsätzlich bezweifelt, ob es möglich ist, mittlere Fertigungsstrukturen aufzubauen, die nachhaltig funktionieren. Selbst relativ einfache Fertigungen wie Fließbandarbeiten in der Textilindustrie oder der Holz- bzw. Metallverarbeitung lassen sich nicht aufbauen, weil es offenbar daran fehlt, Sinn für organisiertes Arbeiten zu entwickeln. Für deutsche Ohren ist dies völlig fremd. Denn selbstverständlich ist jede(r) besser ausgebildete Mann oder Frau in Deutschland entweder willens oder in der Lage, kleinere Fertigungen zu organisieren. Genau das ist Ländern wie Montenegro oder Serbien bzw. Bulgarien und anderen offenbar nicht möglich. Fragt man nach dem Grund, gibt es folgende Antwort: Mädchen und Jungen verlassen entweder mit 14 oder mit 18 Jahren die jeweiligen Schulen. Diese sind, geprägt vom kommunistischen System, gut organisiert gewesen und funktionieren auch noch heute. Teilweise mit erstaunlichen Resultaten, denn die durchschnittliche Alphabetisierung liegt deutlich über 90 %. Lesen und schreiben können die jungen Leute also. Doch mit dem Ende der Schulzeit stehen sie mit leeren Händen auf der Straße und haben keine Chance, eine Beschäftigung zu finden. Dann beginnt der Kreis, der bekannt ist: Spätestens nach drei oder vier Jahren sind diese dann relativ jungen Männer und Frauen nicht mehr gewöhnt, eine normale Arbeit anzugehen und auch diszipliniert durchzuhalten. Das gleiche Phänomen kennt man von den Langzeitarbeitslosen auch in Deutschland.
Dieser Faden lässt sich beliebig weit spinnen, aber am Ende kommt man nicht um die Frage herum, was mit diesen Menschen in ihren Ländern sinnvoll zu machen ist, die nun einmal zu Europa gehören und die alle anderen irgendwann und irgendwie auch Geld kosten werden, wenn man nicht frühzeitig darüber nachdenkt, die nun einmal eingesetzte Welle von Migranten sinnvoll zu steuern.
Völkerwanderungen hat es immer gegeben, aus religiösen Gründen, aus ethnischen oder militärischen Notwendigkeiten. Am Ende wurden sie entweder integriert oder sie mussten gewissermaßen unter Aufsicht in ihrem Land so organisiert werden, dass dies auch zu ordentlichen Strukturen führte. Dafür gibt es Rezepte, die machbar sind.
Hier geht es nicht darum, Vorschläge zu unterbreiten, um alles besser zu machen. Es geht auch nicht darum, das eine zu kritisieren und das andere zu loben. Es geht darum, spätestens ab jetzt darüber nachzudenken, ob die leistungsfähigen Menschen des Westens bereit sind, den offensichtlich bislang unfähigen Menschen aus dem Südosten Europas klare Wege anzuzeigen, wie sie dies organisieren können. Mit Geld ist nichts gemacht.

 
USA
· In den USA waren die Börsen gestern feiertagsbedingt (Labor Day) geschlossen (S&P unverändert bei 1921 Punkten).
· General Motors (GM) berichtet, dass der Verkauf von Autos in China im August um 4,8%yoy gesunken ist. Die Verkaufszahlen von Ford und Nissan sind ebenfalls zurückgegangen und stehen damit im starken Kontrast zu den guten Verkaufszahlen von Mercedes, Honda und Toyota. RTRS – 7.9.15
· Laut CEO Travis Kalanick möchte Uber sein Angebot in den nächsten 12 Monaten auf 100 weitere chinesische Städte ausrollen (aktuell ist Uber lediglich in 20 chinesischen Städten verfügbar), dafür hat Uber bereits $1,2Mrd an finanziellen Mitteln eingesammelt. RTRS – 8.9.15
· Amazon (AMZN) plant den Verkauf eines $50-Tablets mit einem 6-inch Bildschirm für die Urlaubssaison. Das neue Tablet wäre dann nur halb so teuer wie das aktuell günstigste Fire Tablet. RTRS – 7.9.15
· Apple (AAPL) sucht vermehrt nach Mitarbeitern, die sich mit künstlicher Intelligenz beschäftigen und veröffentlicht massenhaft Jobgesuche. Apple möchte damit verstärkt in Konkurrenz zu Google, Amazon und Facebook im Bereich des maschinellen Lernens treten. RTRS – 7.9.15
· BlackRock (BLK) stuft die schwächelnde Wirtschaft in China sowie das aktuelle Kreditumfeld als guten Einstiegspunkt ein und investiert verstärkt in den chinesischen Immobilienmarkt. RTRS – 7.8.15
· US Views: Shouldn’t Be Close. GS – 7.9.15
· Global Markets Daily: A longer ECB PSPP program and its implications for supply available to the private sector. GS – 7.9.15
· Heutige Makrodaten: NFIB Small Business Optimism (cons. 96,0)

ASIEN/EM
· Hang Seng: +0,7% Shanghai: 0,2%, Nikkei -2,3%.
· China hat im August weniger ex- und importiert. Die Ausfuhren fielen in Dollar gerechnet auf Jahressicht um 5,5%, wie die Zollbehörde am Dienstag mitteilte. Das Minus bei den Importen belief sich demnach auf 13,8%. Der Handelsüberschuss betrug den Angaben nach US$60,24Mrd. RTRS – 8.9.15
· Die FX-Reserven der PBOC sind im August um US$93,9Mrd gefallen. WSJ – 8.9.15
· Der Leistungsbilanzüberschuss in Japan liegt im Juli wie erwartet bei JPY1,81Bio und damit am höchsten seit 5 Jahren. GS – 7.9.15 WSJ – 7.9.15
· Das BIP für das 2Q in Japan wurde auf -1,2% qoq revidiert und liegt damit über der vorläufigen Zahl von -1,6%. Die Veränderung kommt hauptsächlich von geringeren Kapitalausgaben und höheren Lagerbeständen. GS – 7.9.15
· Die australische Zentralbank ist nicht verstärkt auf die steigenden Häuserpreise in Sidney und Melbourne eingegangen. Wir erwarten, dass es dementsprechend keinen größeren Fokus der Notenbank auf den Immobilienmarkt geben wird. GS – 7.9.15
· In Taiwan liegt die Gesamtinflation im August bei -0,4% yoy und damit leicht über den Erwartungen (Kons.: -0,8% yoy). Fallende Ölpreise wurden dabei von steigenden Nahrungsmittelpreisen ausgeglichen. Die Kerninflation liegt bei 0,6% yoy. 7.9.15
· Die Exporte in Taiwan liegen im August mit -14,8% yoy unter den Erwartungen von -12,4% yoy. GS – 7.9.15
· Moody’s hat seine BIP-Wachstumsprognosen für APAC-Länder aufgrund von schwächerem globalen Wachstum und geringerer Nachfrage aus China gesenkt. Moody’s – 8.9.15
· Am Freitag stehen in Singapur Regierungswahlen an. FT – 8.9.15

EUROPA
· Frankreich: Hollande kündigte an, im kommenden Jahr die Einkommensteuer für acht Millionen Franzosen um mehr als €2Mrd zu senken. FAZ – 07.09.15
· Griechenland: Entgegen anderslautenden Berichten will Tsipras auch nach einem Erfolg bei den Wahlen am 20. September an den Abkommen mit den internationalen Geldgebern festhalten. WLT – 08.09.15
· Europäische Handelskammer: Das goldene Zeitalter Chinas sei vorbei, sagt die Europäische Handelskammer. Sie fürchtet neuen Protektionismus. Peking habe den optimalen Zeitpunkt für die dringend nötigen Reformen bereits verpasst. FAZ – 08.09.15
· Lufthansa (LHA): Nach der Langstrecke am Dienstag sollen am Mittwoch auch die Kurz- und Mittelstreckenflüge bestreikt werden. HB – 07.09.15
· Alstom (ALO): GE darf wesentliche Teile der Energiesparte von Alstom kaufen. Die EU hat das Geschäft gebilligt. Alstom will sich künftig auf die Transportsparte konzentrieren. HB – 07.09.15
· LafargeHolcim (LHN) bietet seinen Bondholdern an, in Euro und Pfund denominierte Bonds im Volumen von umgerechnet rund 1,75 Mrd. Euro zurückzukaufen. BZ – 08.09.15
· AB Foods (ABF): Primark eröffnet diese Woche sein erstes Geschäft in den USA. IDP – 08.09.15
· Die Deutsche Post (DPW) will Anfang 2016 Paketkästen für große Wohneinheiten auf den Markt bringen. BMP – 08.09.15
· Mahle: Der Autozulieferer Mahle geht im Gesamtjahr 2015 von einem stagnierenden Wachstum in China aus. BZ – 08.09.15
· European Eco Daily: SNB Preview – More wait-and-see Link
· Heutige Makrodaten: EWU BIP Q2 rev. (11:00)

 

Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag! Have a nice day!

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Über Bernd Veith

Im Jahr 2016 blicke ich auf eine 25 jährige Erfahrung im Investmentbereich zurück. Nach meiner Ausbildung zum Kaufmann und Abschluss des allgemeinen wirtschaftlichen Abiturs, studierte ich zunächst an der Justus Liebig Universität in Gießen Psychologie. 1991 begann ich meine Laufbahn im Investmentbereich bei der Tecis Holding AG in Hamburg. Nach dem Aufbau einer Vertriebskoordination für die Cato GmbH, einem Unternehmen der Tecis Holding AG, in Lich, Hessen, machte ich mich 1995 mit einer Investmentberatung für Privatkunden und Unternehmen in Frankfurt selbständig und gründetet 1998 zusammen mit Michael Müller die Müller & Veith GmbH in Frankfurt. Die Müller und Veith Investmentfonds Beratungs GmbH etablierte sich schnell als eines der führenden Unternehmen und Spezialist in Beratung sowie Execution von offenen Investmentanlagen für private sowie institutionelle nationale wie internationale Mandate. Viele innovative Neuerungen in der Darstellung von Depots und in der professionellen Beratung und Betreuung von Kunden, die heute als selbstverständlich gelten, wurden durch die Müller & Veith GmbH initiiert oder zumindest maßgeblich beeinflußt. Der Firmensitz der Müller & Veith GmbH wurde im Laufe der Unternehmensgeschichte von Frankfurt a. Main nach Friedberg/Hessen verlegt. 2016 entschloß ich mich, die Müller & Veith GmbH an Herrn Volker Stache zu verkaufen und konzentriere mich nun weiterhin auf das, was mir am wichtigsten ist. In der neuen Funktion als Seniorberater, stehe ich selbstverständlich weiterhin den Kunden der Müller & Veith GmbH zur Verfügung. In meinem neuen Unternehmen investment-know-how, biete ich meine 25 jährige Erfahrung im Vertrieb, Investmentbereich, Kundenberatung, Unternehmensaufbau und -optimierung und natürlich auch als Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet, in Form von Coaching, Consulting und Events im Bereich B2C und B2B an. Sprechen Sie mich dazu gerne an! Mein Lieblingszitat ist: "Du mußt das was du denkst auch wollen, du mußt das was du willst auch sagen und du mußt das was du sagst auch tun"! (Alfred Herrhausen)

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