Summa Summarum

1. September 2015

Summa Summarum


MuellerVeith 24031

 

Warum wir lernen müssen die Börsenpanik zu lieben

http://www.xing-news.com/reader/news/articles/99168?newsletter_id=7512&xng_share_origin=email

 

5% Weekly Drawdowns and Recovery

http://www.ritholtz.com/blog/2015/08/5-weekly-drawdowns-and-recovery/

 

Lächerlich!

Nach Verhaftung von Journalist
Börse in Shanghai schafft Wunder-Wende

http://www.teleboerse.de/aktien/Boerse-in-Shanghai-schafft-Wunder-Wende-article15827836.html

 

Volkswirt Polleit: Daran müssen Rohstoffanleger jetzt denken

http://www.fondsprofessionell.de/news/news-products/nid/volkswirt-polleit-daran-muessen-rohstoffanleger-jetzt-denken/gid/1022479/ref/2/

 

 

Bernecker

 

 

Hans A. Bernecker

Hans A. Bernecker: Zeitzeichen
Die Schwellenländer stecken in der Krise, die Währungen dieser Länder ebenfalls, China so halb und halb, was niemand genau weiß, aber alle haben grundsätzlich Angst. Wovor, ist eigentlich nicht so recht ersichtlich, denn alle Veränderungen in den Wirtschaftsdaten wie BIP, Verschuldung, Staatsdefizite mögen sich nicht gerade in absoluten Boomphasen bewegen, aber im Gegenteil ebenso wenig.
Die sogenannten Experten und Banker wissen gleichfalls nicht weiter. Am Wochenende tagten in Jackson Hole die Notenbanker, die am Ende verkündeten, dass sie gar nichts wüssten. So weit, so gut.
Investoren und Unternehmer sind immer diejenigen gewesen und sind es auch heute noch, die die jeweiligen Wenden richtig erkennen und nutzen. Einer macht es in diesen Tagen vor, der dafür besonders bekannt ist: Carl Icahn.
Der eine oder andere wird ihn kennen bzw. von ihm gehört haben. Er ist ebenso umstritten in seinen Investments wie in seiner eigenen Darstellung und den Methoden, seine Ziele durchzusetzen. Seine sämtlichen Schachzüge haben wir teilweise kommentierend begleitet, teilweise selbst genutzt. In der Regel waren wir der gleichen Meinung.
Carl Icahn kaufte soeben 7,5 % an einem der größeren Rohstoffkonzerne der USA, Freeport McMoRan. Die Firma steht für Kupfer und Öl. Auf Einzelheiten kommt es im Moment nicht an, aber darauf:
Kupfer und Öl haben eine der größten Baisse-Perioden hinter sich, die es in den letzten Jahren gab. Faktisch sind beide Märkte zusammengebrochen. Zum Öl ist bereits das Wichtigste gesagt worden, zum Kupfer ebenfalls mit der Ergänzung: Kupfer hat sich im Nachhinein im China-Geschäft als eine besonders riskante Wette entwickelt, weil die Chinesen Kupfer als Sicherheit für Kredite zu benutzen pflegen, was kein Mensch wusste. Wie immer in solchen Fällen läuft die Schlussphase in einer Art Chaos aus.
Wenn alle unten sind, gehen alle wieder nach oben. Diese ebenso simple wie richtige Annahme steht nun bevor. Darin liegt der besondere Reiz in zweierlei Hinsicht:
In Kupfer oder Öl zu investieren, ist eine Spekulation. Darüber berichten wir regelmäßig und ebenso regelmäßig mit Erfolg. Die andere Seite ist interessanter, aber aus anderer Sicht: In der Marktwende für die Sektoren steckt die sicherste Erkenntnis für das Comeback aller Schwellenländer, wozu teilweise auch China gehört. Das ist die Zeitenwende, die in die Zukunft weist. Denn:
Alle Schwellenländer sind letztlich Rohstoffländer. Mit unterschiedlichen Produkten und unterschiedlichen Strukturen, aber sie leben davon, weil sie noch nicht über eine eigene tragfähige Industrie verfügen. Mit den deutlichen Abwertungen ihrer Währungen sind sie in vieler Hinsicht auch konkurrenzfähiger geworden. Insbesondere für Billigproduktionen aller Art, nachdem China als Niedriglohnland inzwischen ausgeschieden ist. Der Doppeleffekt aus billiger Produktion oder der Möglichkeit dazu und anziehenden Preisen für Rohstoffe ist die Ausgangslage für eine deutlich bessere Perspektive für alle diese Länder.
Auf konkrete Prognosen darf vorerst verzichtet werden. Das wird sich erst im nächsten Jahr konkretisieren lassen. Erneut lässt sich aber gut nachvollziehen, wie Zyklen oder Rhythmen in der Weltwirtschaft funktionieren und wie man sich daran orientieren bzw. als Investor auch beteiligen kann.
Natürlich geht es stets um das Wort Krise. Das sehen wir anders. Weder in der einen noch in der anderen Form geht es um Krisen, sondern um die genannten Zyklen. Das ist eigentlich jeder Regierung und jeder Institution bewusst oder sollte es sein. Dann ließen sich falsche Formulierungen vermeiden und richtige als Ausgangspunkt dafür verwenden, die Weichen zu stellen.
Die Aussage ist unschwer zu formulieren: Zyklen dieser Art haben einen Zeitablauf von meist 5 bis 7 Jahren. Was sich also jetzt als Boden bildet, kann für die kommenden 6 Jahre (Durchschnitt) relativ gut hochgerechnet werden. Was jedes Land und jeder Mensch daraus macht, bleibt natürlich ihm selbst überlassen. Carl Icahn macht es vor. Schauen Sie sich den Chart von Freeport an, den Sie in unseren Briefen finden, dann wissen Sie, wie so etwas geht.

 
USA
· Der US-Markt handelte am Montag den ganzen Tag über im Minus und schloss, nach wenig volatilem Handel bei 1972 Punkten (S&P: -0,84%).
· Der Chicago Purchasing Manager’s Index fällt von 54,7 auf 54,4 im August (cons. 54,5). Der Dallas Fed Manufacturing Index fällt ebenfalls im August von -4,6 auf -15,8 (cons. -3,8) und verfehlt damit die Erwartung einer Verbesserung. NASDAQ – 31.8.15
· Der Ölmarkt dreht aufgrund einer OPEC Veröffentlichung, die eine niedrigere Ölförderung vorhersagt, ins Plus. Darüber hinaus gibt die EIA bekannt, dass die Produktion in den USA im Juli um 100k Barrel pro Tag gefallen ist. Vor wenigen Wochen war die Behörde noch von einem Zuwachs von 150k Barrel ausgegangen. Ölpreise stiegen zwischenzeitlich stark: WTI +8,8% und +8,2% Brent. HB – 31.08.15
· Bristol-Myers Squibb (BMY) äußert sein Interesse an den weltweiten Rechten eines Fribrosemedikaments des privat gehaltenen Unternehmens Promedior und wäre bereit bis zu $1,25Mrd zu bezahlen. Der Deal würde außerdem das Recht beinhalten Promedior zu übernehmen. RTRS – 31.8.15
· Amicus übernimmt Scioderm für $225Mio. Außerdem wird Amicus weitere $618Mio bezahlen, wenn das Unternehmen weitere klinische und regulatorische Ziele sowie bestimmte Umsatzziele erreichen wird. Link 31.8.15
· Carlyle Group übernimmt Blyth für $98Mio und bezahlt mit $6 pro Aktie mehr als das Doppelte des Schlusskurses von Freitag. WP – 31.8.15
· Apple (AAPL) geht eine Partnerschaft mit Cisco Systems (CSCO) ein. Von der gemeinsamen Arbeit verspricht sich Apple eine verbesserte Performance seiner Produkte und möchte so zunehmend seine Produkte im Unternehmenskontext vertreiben. Cisco möchte durch die Partnerschaft vor allem seine Cloud- und Analysesoftware ausbauen. RTRS – 31.8.15
· US Daily: GSAI Increases in August But Remains Below 50. GS – 31.8.15
· Heutige Makrodaten: Construction Spending MoM (cons. 0,60%), ISM Manufacturing (cons. 52,8)

ASIEN/EM
· Hang Seng: -0,7%, Shanghai: -1,6%, Nikkei -3,6%.
· China: Der Einkaufsmanagerindex im verarbeitenden Gewerbe (NBS PMI) für August schloss mit 49,7 in Erwartung des Marktes (GS: 49,9, Cons. 50,0). Im nicht-verarbeitenden Gewerbe lag der Wert bei 53,4 (Juli: 53,9). GS – 31.8.15
· Die japanische MOF Unternehmensstatistik für April-Juni zeugt von einem Anstieg der Verkäufe (+1,1%). Die wiederkehrenden Gewinne steigen stark um +23,8%, die Kapitalaufwendungen sinken mit +6,6% (von 8,1%). GS – 31.8.15
· Brasilien: Die von Präsidentin Rousseff vorgelegte Budgetplanung für 2016 zeugt von einer tiefergehenden wirtschaftlichen Schwäche des Landes. Es werden keine Schulden zurückgezahlt, ein Anzeichen, dass Brasilien das Investment-Grade-Rating verlieren könnte. WSJ – 31.8.15
· Die südkoreanischen Exporte verschwächen sich auf -14,7% yoy und damit weit unter Consensus (-5,9%). Dies ist der schärfste Fall seit August 2009. GS – 1.9.15 Die August-Inflation liegt bei 0,7% yoy, in Erwartung des Consensus, und damit auf dem gleichen Wert wie im Juli. GS – 31.8.15
· Australien: Die PMI-Daten zeugen von einer noch leicht gedämpften Stimmung: Der Einkaufsmanagerindex stieg um 1,3 Punkte auf 51,7 im August. GS – 31.8.15 Das Leistungsbilanzdefizit fiel im Juniquartal mit –AUD19Mrd. stärker als erwartet (-4,7% des GDP, Cons. -10,7Mrd.).
· Die australischen bauaufsichtlichen Genehmigungen überraschten leicht positiv (4,2% mom, Cons. 3,0%). GS – 1.9.15 Gleichzeitig sinken die Hauspreise auf Basis des RPData-Rismark Preisindex im August leicht. GS – 31.8.15
· Macau: Das 2Q15 GDP fällt yoy um -26,4% und damit um den stärksten Wert in 10 Jahren. FT – 31.8.15

EUROPA
· Fresenius SE / Safran (FRE / SAF ): Ab 21.9. werden Fresenius und Safran, RWE und Repsol im EuroStoxx 50 ersetzen. FNZ – 31.08.15
· Daimler (DAI): Das Unternehmen hat die in der vorigen Woche ausgesprochenen 1 500 Kündigungen im Nutzfahrzeug-Werk Sao Bernardo in Brasilien zurückgenommen und mit Arbeitnehmern eine neue Regelung getroffen. BZ – 01.09.15
· Deutsche Bank (DBK): Die USA haben ihre Ermittlungen gegen einige der größten Banken der Welt wegen Devisen-Manipulationen auf den russischen Rubel und den brasilianischen Real ausgeweitet. BBG 31.08.15
· Lufthansa (LHA): Trotz Protesten und Klagen der Reisebranche hält die Lufthansa an der neuen Extragebühr für Tickets fest, die über globale Reservierungssysteme (GDS) gebucht werden. Von diesem Dienstag an werden die Buchungen, die bislang rund 70 Prozent der Verkäufe ausmachen, mit einer Gebühr von jeweils 16 Euro belegt. WLT – 01.09.15
· Heta: Bei der Bad Bank Heta klafft nach einem Verlust im ersten Halbjahr eine Kapitallücke von 8,1 Milliarden Euro. RTRS – 31.08.15
· Pro7 / Springer (PSM/SPR): ProSiebenSat.1 und Axel Springer stecken zusammen mehr als €350 Mio. in einen Investmentfonds. Lakestar II konzentriere sich auf „digitale Unternehmen mit hohen Wachstumsperspektiven“. BZ – 01.09.15
· Bechtle (BC8): Die Firma will über eine neue Repräsentanz in Belgien das Geschäft mit öffentlichen Auftraggebern stärken. BZ – 01.09.15
· Elekta (EKTAB): Q1 Umsatz SEK 2.24 Mrd. vs. Consensus SEK 2.01 Mrd. Q1 Net Loss SEK 129 Mio. vs. Consensus SEK 91 Mio. Die Firma bestätigte den Outlook für 2015.
· Heutige Makrodaten: DE PMI verarb. Gewerbe (9:55), EWU PMI verarb. Gewerbe (10:00), EWU Arbeitslosenquote (11:00)

 

 

Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag!

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Über Bernd Veith

Im Jahr 2016 blicke ich auf eine 25 jährige Erfahrung im Investmentbereich zurück. Nach meiner Ausbildung zum Kaufmann und Abschluss des allgemeinen wirtschaftlichen Abiturs, studierte ich zunächst an der Justus Liebig Universität in Gießen Psychologie. 1991 begann ich meine Laufbahn im Investmentbereich bei der Tecis Holding AG in Hamburg. Nach dem Aufbau einer Vertriebskoordination für die Cato GmbH, einem Unternehmen der Tecis Holding AG, in Lich, Hessen, machte ich mich 1995 mit einer Investmentberatung für Privatkunden und Unternehmen in Frankfurt selbständig und gründetet 1998 zusammen mit Michael Müller die Müller & Veith GmbH in Frankfurt. Die Müller und Veith Investmentfonds Beratungs GmbH etablierte sich schnell als eines der führenden Unternehmen und Spezialist in Beratung sowie Execution von offenen Investmentanlagen für private sowie institutionelle nationale wie internationale Mandate. Viele innovative Neuerungen in der Darstellung von Depots und in der professionellen Beratung und Betreuung von Kunden, die heute als selbstverständlich gelten, wurden durch die Müller & Veith GmbH initiiert oder zumindest maßgeblich beeinflußt. Der Firmensitz der Müller & Veith GmbH wurde im Laufe der Unternehmensgeschichte von Frankfurt a. Main nach Friedberg/Hessen verlegt. 2016 entschloß ich mich, die Müller & Veith GmbH an Herrn Volker Stache zu verkaufen und konzentriere mich nun weiterhin auf das, was mir am wichtigsten ist. In der neuen Funktion als Seniorberater, stehe ich selbstverständlich weiterhin den Kunden der Müller & Veith GmbH zur Verfügung. In meinem neuen Unternehmen investment-know-how, biete ich meine 25 jährige Erfahrung im Vertrieb, Investmentbereich, Kundenberatung, Unternehmensaufbau und -optimierung und natürlich auch als Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet, in Form von Coaching, Consulting und Events im Bereich B2C und B2B an. Sprechen Sie mich dazu gerne an! Mein Lieblingszitat ist: "Du mußt das was du denkst auch wollen, du mußt das was du willst auch sagen und du mußt das was du sagst auch tun"! (Alfred Herrhausen)

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