Summa Summarum

30. Juni 2015

Summa Summarum


MuellerVeith 23980

 

Absicherung

Gold gegen Euroverfall

http://ef-magazin.de/2015/06/28/7075-absicherung-gold-gegen-euro-verfall

 

Raimund Brichta

Tsipras/Varoufakis spielen im Moment die Karte, über die ich hier schon an früherer Stelle geschrieben habe: Sie wissen, dass eine Pleite OHNE Euroaustritt u. U. schmerzhafter für den Euroraum sein wird als eine Pleite mit. Der Grund ist einfach: Wenn Griechenland im Euro bleibt, fällt das Problem schnurstracks wieder der EZB und den Euro-Politikern vor die Füße. Vor allem die EZB muss sich dann darum bemühen, die Funktionsfähigkeit des griechischen Bankenwesens wieder herzustellen.
Also: Das Hasenfußrennen ist noch nicht entschieden, alle Beteiligten sitzen noch in ihren Autos, und die Klippe ist einfach etwas nach hinten verschoben worden. So einfach ist das nämlich: Wurde uns noch in den letzten Wochen versucht zu verkaufen, dass am 30.6. „over ischt“, weil dann das Hilfsprogramm ausliefe und die Rate an den IWF fällig würde, so entdeckt die staunenende Öffentlichkeit plötzlich, dass dem nicht so ist. Der IWF beispielsweise bestimmt einfach eine neue Frist von mehreren Wochen, in der er Zeit hat, die Zahlungsunfähigkeit des Landes auszurufen. Es isch ebe noch net over!

 

 

AMERIKANER HALTEN ZU GRIECHENLAND
US-Ökonomen schlagen sich auf Tsipras‘ Seite

http://www.handelsblatt.com/politik/international/amerikaner-halten-zu-griechenland-us-oekonomen-schlagen-sich-auf-tsipras-seite/11987596.html

 

DNCA

Die Aussichten auf eine Einigung mit Griechenland hatten die Märkte zu Wochenbeginn beflügelt. In dieser kritischen Endphase der Verhandlungen schien zunächst noch keiner der Hauptakteure bereit zu sein, die Verantwortung für einen Zahlungsausfall oder eine unkontrollierbare Krisensituation zu übernehmen. Im Verlauf des Wochenendes jedoch hat die Eurogruppe angesichts der von Tsipras vollzogenen Kehrtwende und seiner aus dem Hut gezauberten Androhung eines Referendums den Abbruch der Verhandlungen und das Aus für ihr finanzielles Hilfsprogramm angekündigt. Dies wird unvermeidlich zu einem griechischen Zahlungsausfall (und einem Ausstieg aus dem Euro?) führen, sollte sich nicht noch in letzter Minute ein Wunder ereignen. Zwar wäre es voreilig, diese Entscheidung zu kommentieren, doch muss sie dazu führen, dass der Euroraum nicht länger von seinem größten Schuldner in Geiselhaft genommen wird. Die EZB wird alles unternehmen, um ein Übergreifen der Krise zu vermeiden und innerhalb des Währungsgebiets für die Umverteilung der Finanzströme zwischen Nord und Süd zu sorgen, sofern die Empfängerländer nur die Spielregeln (zumindest ein wenig) einhalten. Den europäischen Institutionen wird oft vorgeworfen, sich mit der Lösung des griechischen Problems zu viel Zeit gelassen zu haben. Paradoxerweise hat Griechenland den Euroraum jedoch auch vorangebracht – schließlich musste dessen finanz-, geld- und wirtschaftspolitisches Gefüge grundlegend überdacht werden, wobei es auch galt, in Reaktion auf die Ereignisse neue Mechanismen zu entwickeln.

Manch einer behauptet, „Der Wandel beginnt jetzt“ [1], um sich als dessen Gesicht zu inszenieren. Die Wirtschafts- und Finanzwelt ist jedoch ständig im Wandel begriffen, und oft müssen sowohl der Einzelne wie auch politische Entscheidungsträger unter Sachzwängen, wenn nicht gar angesichts großer Risiken handeln, um diesen Wandel zu gestalten. Auf mikroökonomischer Ebene ist der Trend zur Aufwärtskorrektur der Gewinnerwartungen im Vorfeld der Veröffentlichung der Halbjahresberichte vorübergehend zum Stillstand gekommen. Tatsächlich geben alle internationalen Großkonzerne an, unter der Abkühlung der Nachfrage in den Schwellenländern zu leiden. Es gilt also, sich auf europazentrierte Geschäftsmodelle zu konzentrieren, die von der günstigen Ölpreis-Euro-Zinsniveau-Konstellation profitieren werden. Diese Unternehmen haben die größten Chancen, die Analysten zu überraschen. Banken zum Beispiel erzielen seit vier Jahren überaus durchwachsene Aktienkurse und sind unterbewertet: Zwar ist in diesem Sektor ein gewisser Abschlag aufgrund des Regulierungsdrucks und des Ausbleibens von Fusionen und Übernahmen gerechtfertigt, doch sicher nicht in dieser Größenordnung.

Die aktuelle Lage ist für Europa beispiellos: Nie hat es so viel Liquidität, einen so starken Währungsvorteil und derart günstige Energiepreise in einer Phase gegeben, in der eine Belebung der Binnennachfrage mit sinkenden Arbeitslosenzahlen einherging. Diese Situation ähnelt immer mehr der, die es vor einigen Jahren in den Vereinigten Staaten gab … wenngleich einer der US-Bundesstaaten heute vor dem Bankrott steht. Doch hatte nicht auch einst Kalifornien mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen? Griechenland ist es wieder einmal zu verdanken, dass in den kommenden Tagen erneut mit hoher Volatilität an den Finanzmärkten zu rechnen ist.

 

One chart shows why the Greek economy is a mess

Read more: http://uk.businessinsider.com/one-chart-shows-why-the-greek-economy-is-a-mess-2015-6?nr_email_referer=1&utm_source=Sailthru&utm_medium=email&utm_term=Markets%20Chart%20Of%20The%20Day&utm_campaign=Post%20Blast%20%28moneygame%29%3A%20One%20chart%20shows%20why%20the%20Greek%20economy%20is%20a%20mess&utm_content=COTD?r=US#ixzz3eWgLQSZt

 
USA
· Der US-Markt hat am Montag im Minus bei 2.057 Punkten geschlossen (S&P: -2,09%). Utilities (-0,57%), Telecom (-1,46%) und Cons Saples (-1,51%) waren die besten Sektoren, während Financials (-2,44%), Materials (-2,38%) und Healthcare (-2,24%) hinter der Gesamtmarktentwicklung blieben.
· General Electric trennt sich von der Verwaltung und Finanzierung von Auto- und Lkw-Flotten. Der kanadische Konzern Element Financial übernehme für umgerechnet rund €6,2 Mrd. die Sparten in den USA, Mexiko, Australien und Neuseeland. Das europäische Geschäft gehe an die BNP Paribas-Tochter Arval. HB – 29.06.15
· Discovery Communications hat einen Deal im Umfang von $1,45 Mrd. abgeschlossen und sich damit alle europäischen TV-Rechte für die Olympischen Spiele im Zeitraum von 2018-2024 gesichert. Discovery Communications ist das Mutterunternehmen von Eurosport. WSJ – 30.6.15
· Sysco hat seine geplante Übernahme von US Foods abgebrochen nachdem Gerichte gegen den Deal entschieden hatten. Damit ist das Unternehmen gezwungen einen neue Strategie für die Zukunft zu entwickeln, die eher kleiner Übernahmen beinhalten wird. WSJ – 30.6.15
· Global Markets Daily: Greece risk intensifies. GS – 29.6.15
· US Daily: Limited Spillovers from Greek Turmoil So Far. GS – 29.6.15
· Heutige Makrodaten (Konsensus): Chicago Purchasing Manager (50,0), Consumer Confidence Index (97,4)

ASIEN/EM
· Nikkei: +0,5%; Hang Seng: +1,4%; Shanghai: +3,0%.
· Chinas Ministerpräsident Li Keqiang hat die Kapitalflüsse für Investitionen zwischen China und der EU als „kaum zufriedenstellend“ kritisiert. Er forderte einen bilateralen Vertrag, der es u.a. chinesischen Unternehmen einfacher machen würde europäische Unternehmen aufzukaufen. FT – 29.6.15
· China Investment Corp. soll angeblich an dem deutschen Autobahn-Dienstleister Tank und Rast interessiert sein. Käme es zu dem Deal (Transaktionsvolumen bis zu €4Mrd), wäre es das bisher größte chinesische Investment in Deutschland. HB – 30.6.15
· Heute wird eine weitere Deadline für die Atomgespräche mit dem Iran erreicht. Die Regierung in Teheran hat noch einmal zwei hochrangige Offizielle zu den Verhandlungen nach Wien geschickt um einen Durchbruch in letzter Minute zu erreichen. WSJ – 29.6.15
· Die syrische Regierung hat nach eigenen Angaben aus Russland umfassende Hilfszusagen im Kampf um die Kontrolle über das arabische Land erhalten. Russland habe politische, ökonomische und militärische Unterstützung versprochen, sagte Außenminister Walid al-Mualem. RTRS – 29.6.15
· Käufer von Anleihen Puerto Ricos müssen sich auf Verluste einstellen, nachdem das mittelamerikanische Land bekanntgegeben hat, seine Schulden nicht zurückzahlen zu können. WSJ – 29.6.15
· InterGlobe Aviation Pvt plant seine Fluglinie IndiGo an die Börse zu bringen. IndiGo soll dabei mit rund $4Mrd bewertet werden. RTRS – 30.6.15
· Sumitomo Mitsui Financial Group Inc. ist angeblich kurz davor die Buyout-Lending Einheit von General Electric für ~$2Mrd zu kaufen. BBG – 30.6.15
· Sony Corp. will durch die Emission neuer Aktien und Convertible Bonds rund JPY440Mrd ($3,6Mrd) einnehmen. (BBG)
· EM Macro Daily: Foreign ownership of EM local currency debt: A glass half-full and half-empty GS – 29.6.15

EUROPA
· Griechenland: Heute Nacht läuft das internationale Hilfsprogramm aus. Griechenland hat angekündigt, den IWF nicht zu bezahlen. BZ – 30.6.15 Regierungschef Alexis Tsipras hat seinen Rücktritt angedeutet, sollten die Griechen die Vorschläge der Geldgeber akzeptieren. FAZ – 30.6.15 Griechenland hat sein Versprechen, dass Rentner nicht der Grenze von 60 Euro für Bargeld-Abhebungen unterliegen, wieder zurückgenommen. BBG – 30.6.15
· Das EU-Parlament und die Mitgliedsstaaten haben sich auf ein Auslaufen der Roaming-Gebühren zum 15.Juni 2017 geeinigt. Anbieter sollen trotzdem höhere Kosten abrechnen können. In einem Zwischenschritt sollen schon zum 30.April 2016 die Gebühren sinken und dürfen dann nur noch 5 Cent pro Minute kosten. FAZ – 30.6.15
· Aurelius beginnt ein neues Aktienrückkaufprogramm und plant im Zeitraum vom 1.Juli 2015 bis 30.Juni 2016 Aktien im Wert von €112,5Mio zurückzukaufen. BZ – 30.6.15
· Das Angebot der kanadischen Potash für K+S von €41 pro Aktie sei zu niedrig und sollte aus Sicht des Managements von K+S auf €50 pro Aktie angehoben werden, damit die Übernahme akzeptiert werde (HB-Printausgabe).
· Die Lufthansa will die neue Billigflugsparte Eurowings auch als Andockstelle für mögliche Zukäufe und als Konsolidierungsplattform nutzen. BZ (Print) – 30.6.15
· Verdi will nach drei Wochen unbefristeten Streiks im Tarifstreit mit der Deutschen Post wieder verhandeln. RTRS – 29.6.15
· Die Deutsche Börse will Stoxx ganz übernehmen und hat SRF650Mio für den Indexvermarkter geboten. BZ (Print) – 30.6.15
· Kuwait Foreign Petroleum Exploration (Kufpec), eine Sparte der staatlichen Kuwait Petroleum Corp., erwägt ein Gebot für Nordsee-Aktiva, die von EON verkauft werden. BBG – 30.6.15
· BMW und mehrere Firmen aus der Finanzbranche wollen das Autofinanzierungsgeschäft der australisch-neuseeländischen Bankengruppe ANZ übernehmen. RTRS – 29.6.15
· Nach einem Brand schließt Eni das Ebocha Ölwerk in Nigeria. BBG – 29.6.15
· European Economics Daily: On deposits outflows in Greece GS – 29.6.15
· Heutige Makrodaten: Eurozone Arbeitslosenquote (Vorperiode 11,1%), HVPI (Vorperiode 0,3% yoy), DE Arbeitslosenquote (Vorperiode 6,4%), Einzelhandelsumsatz (Vorperiode 1,3 % mom, 3,8% yoy)

Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag! Have a nice day!

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Über Bernd Veith

Im Jahr 2016 blicke ich auf eine 25 jährige Erfahrung im Investmentbereich zurück. Nach meiner Ausbildung zum Kaufmann und Abschluss des allgemeinen wirtschaftlichen Abiturs, studierte ich zunächst an der Justus Liebig Universität in Gießen Psychologie. 1991 begann ich meine Laufbahn im Investmentbereich bei der Tecis Holding AG in Hamburg. Nach dem Aufbau einer Vertriebskoordination für die Cato GmbH, einem Unternehmen der Tecis Holding AG, in Lich, Hessen, machte ich mich 1995 mit einer Investmentberatung für Privatkunden und Unternehmen in Frankfurt selbständig und gründetet 1998 zusammen mit Michael Müller die Müller & Veith GmbH in Frankfurt. Die Müller und Veith Investmentfonds Beratungs GmbH etablierte sich schnell als eines der führenden Unternehmen und Spezialist in Beratung sowie Execution von offenen Investmentanlagen für private sowie institutionelle nationale wie internationale Mandate. Viele innovative Neuerungen in der Darstellung von Depots und in der professionellen Beratung und Betreuung von Kunden, die heute als selbstverständlich gelten, wurden durch die Müller & Veith GmbH initiiert oder zumindest maßgeblich beeinflußt. Der Firmensitz der Müller & Veith GmbH wurde im Laufe der Unternehmensgeschichte von Frankfurt a. Main nach Friedberg/Hessen verlegt. 2016 entschloß ich mich, die Müller & Veith GmbH an Herrn Volker Stache zu verkaufen und konzentriere mich nun weiterhin auf das, was mir am wichtigsten ist. In der neuen Funktion als Seniorberater, stehe ich selbstverständlich weiterhin den Kunden der Müller & Veith GmbH zur Verfügung. In meinem neuen Unternehmen investment-know-how, biete ich meine 25 jährige Erfahrung im Vertrieb, Investmentbereich, Kundenberatung, Unternehmensaufbau und -optimierung und natürlich auch als Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet, in Form von Coaching, Consulting und Events im Bereich B2C und B2B an. Sprechen Sie mich dazu gerne an! Mein Lieblingszitat ist: "Du mußt das was du denkst auch wollen, du mußt das was du willst auch sagen und du mußt das was du sagst auch tun"! (Alfred Herrhausen)

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