Summa Summarum

17. Juni 2015

Summa Summarum


MuellerVeith 24045

 

Banken müssten zeitweise schließen
Eurogruppe bereitet sich auf Grexit vor

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Eurogruppe-bereitet-sich-auf-Grexit-vor-article15307081.html

 

10 things you need to know before the opening bell

Read more: http://uk.businessinsider.com/opening-bell-june-16-2015-2015-6?utm_content=buffer23df1&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=buffer?r=US#ixzz3dImL1qny

 

Bernecker

 

Hans A. Bernecker: Weitaus gefährlicher?
Die Finanzkrise 2008 wurde in New York ausgelöst. Die weltweiten Wirkungen kennt jeder. Die laufende Euro-Krise rund um Griechenland löst keine Finanzkrise aus, sondern eher eine Politik-Krise, doch ohne wesentliche ökonomische Folgen, gleichwohl schafft sie Nervositäten.
In China/Shanghai wird eine Blase aufgebaut, die weit gefährlicher ist. Der dortige Index legte allein in den letzten 9 Monaten um über 400 % zu. Das gab es in dieser Form in dieser kurzen Zeit an den westlichen Märkten kaum, in der ungünstigsten Rechnung am sogenannten Neuen Markt in Deutschland 1999/2000. Was ist davon zu halten?
Der chinesische Aktienmarkt ist wahnsinnig spekulativ. Das Wort „wahnsinnig“ ist aus westlicher Sicht wörtlich zu nehmen. Für die Chinesen ist es ein wirkliches Spiel à la Casino, was zusätzlich durch sehr hohe Kredite aufgeblasen wird. Das erinnert an die Situation, wie sie 1929 in New York herrschte.
Jeder konnte in New York mit einem Einschuss von 10 % Eigenkapital und 90 % Kredit Aktien kaufen. Der Dow Jones legte in den 12 Monaten vor der Krise um etwa 350 % zu. Alle waren happy. Die FED of New York (die aktuelle FED gab es noch nicht) wollte dies unterbinden. Sie veranlasste durch einfachen Erlass eine Hochsetzung der Margin von 10 auf 20 %, was man Margin Calls nennt. Innerhalb von 12 Stunden musste jedes Konto mit 100 % mehr Eigenkapital unterlegt werden oder wurde alternativ glatt gestellt. Das war die Ursache des damaligen Börsencrashs, was vielfach vergessen ist. In der Verzweiflung griff die Zentralbank zu einem zusätzlichen Hilfsmittel und verteuerte die Zinsen per Gebot zusätzlich, womit sie glaubte, die Blase platzen zu lassen, ohne die reale Wirtschaft zu tangieren. Das ging gründlich schief. Die daraus folgende Kettenreaktion ist hinreichend beschrieben worden.
Im Crash vom Oktober 1987 bestand in New York eine ähnliche Gefahr. Der gerade ins Amt gerückte Alan Greenspan hatte die Geschichte studiert und reagierte richtig: „Ich musste die Märkte in Geld baden“ lautete seine These, womit er innerhalb von wenigen Tagen die Situation bereinigte. Zu Shanghai:
Die ebenfalls überhitzte Spekulationsblase in Shanghai wird zu einem Crash führen. Dies vorauszusagen ist nicht schwer. Die Frage ist, ob daraus eine weltweite oder eine begrenzte bzw. lediglich asiatische Finanzkrise entsteht, deren Folgen zweifellos auch die dortige reale Wirtschaft tangieren werden. Daran ist ebenfalls nicht zu zweifeln. Zu berücksichtigen ist: Der chinesische Markt ist weitgehend ein Closed Shop. Der Anteil der Ausländer ist sehr gering. Bestenfalls sind die Nachbarländer bzw. die Chinesen in diesen Ländern Teilnehmer an diesem China-Spiel, analog den Casinos in Macau. Direkte finanzielle Verpflichtungen zwischen den Banken Chinas und denjenigen in den USA und Europa sind ebenfalls sehr gering. Es bestehen im Wesentlichen nur Handelsfinanzierungen. Hinsichtlich der Finanzierung von Beteiligungen chinesischer Firmen an europäischen gibt es bezüglich der Rückfinanzierung keine Detailkenntnisse. Gleichwohl:
Wenn es in China kracht, wird dies in Europa und in New York mindestens zu hören und zu spüren sein. Dazu kommt, dass die Verbindung nach Tokio mit großer Wahrscheinlichkeit umfangreicher ist, worüber es jedoch keine näheren Informationen bzw. Statistiken gibt. Fraglich ist jedoch:
Ein Finanzkrach in China berührt mit ziemlicher Sicherheit den Automarkt in China als Ganzes. Denn das Auto mit seinen Absatzstrukturen ist einer der wesentlichen Träger der Konjunktur. Auch dazu gibt es nur wenige Informationen und Zahlen, aber der chinesische Privatkäufer finanziert seinen Pkw ähnlich wie derjenige im Westen. Dann könnte es sehr wohl für die Hersteller von Volumen-Serien eng werden. Betroffen wäre davon vor allem VW als größter Anbieter von Pkw der niederen Klassen.
Es lohnt sich, die Entwicklung der chinesischen Finanzblase sehr sorgfältig zu beobachten. Ganz ungeschoren kommen die Deutschen um diese Klippe nicht herum, wenn infolge eines solchen Crashs die Auswirkungen in der realen Wirtschaft greifbar werden.

 

URTEIL DES EUROPÄISCHEN GERICHTSHOFS
Freibrief für Draghi

http://www.handelsblatt.com/politik/konjunktur/nachrichten/urteil-des-europaeischen-gerichtshofs-freibrief-fuer-draghi/11921904.html

 

TV-Doku über die Mafia
Geldwäsche in Germania

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/arte-zeigt-eine-dokumentation-ueber-die-italienische-mafia-13648701.html#GEPC;s6

 

Blackrock versteht die Bondwelt nicht mehr

http://www.fondsprofessionell.de/news/news-products/nid/blackrock-versteht-die-bondwelt-nicht-mehr/gid/1021306/ref/2/

 

 

USA
· Der US-Markt hat am Dienstag im Plus bei 2.096 Punkten geschlossen (S&P: +0,57%). Cons Staples (+1,05%), Energy (+0,81%) und Telecom (+0,79%) waren die besten Sektoren, während Industrials (+0,08%), Utilities (+0,43%) und Healthcare (+0,50%) hinter der Gesamtmarktentwicklung blieben. Die Volumina lagen -6% unter dem 10-Tages- und -7% unter dem 30-Tagesdurchschnitt.
· US-Außenminister John Kerry warnt Russland vor einem neuen Kalten Krieg. Hintergrund ist die geplante russische Aufrüstung der Nuklearstreitkräfte. FAZ – 17.6.15
· Donald Trump hat angekündigt sich für das US-Präsidentenamt zu bewerben. HB – 16.6.15
· Das US-Abgeordnetenhaus wird ein zweites Mal über die „Fast-Track“ Autorisierung für Präsident Obama abstimmen. Deadline ist hierfür der 30.Juli. RTRS – 16.6.15
· Amazon ist Berichten zufolge der Meinung, dass einzelne Staaten und lokale Kommunen nicht befugt sind, die Auslieferung von Paketen via Drohnen zu verbieten. RTRS – 16.6.15
· Rupert Murdoch gibt den Chefposten beim US-Unterhaltungskonzern 21st Century Fox an seinen Sohn James ab. HB – 17.6.15
· Adobe Systems hat zum sechsten Mal in Folge einen höheren Quartalsgewinn ausgewiesen als erwartet. Eine Gewinnwarnung für das dritte Quartal drückte den Aktienkurs jedoch nach Handelsschluss um 1,36% nach unten. WSJ – 16.6.15
· Nach Medienberichten planen Blackstone und Carlyle eine gemeinsamen Kauf von NCR Corp. Die fremdfinanzierte Übernahme soll ein Volumen von über $10Mrd betragen. RTRS – 16.6.15
· Global Markets Daily: Steeper Euro area Curves Here To Stay. GS – 16.6.15
· Heutige Makrodaten (Konsensus): FOMC Rate Decision (lower bound) (0,00%); FOMC Rate Decision (upper bound) (0,25%)

ASIEN/EM
· Nikkei: -0,3%; Hang Seng: +0,8%; Shanghai: -0,1%.
· Die Handelsbilanz in Japan lag im Mai bei -JPY216Mrd und damit weniger im Negativbereich als die Erwartungen von -JPY226Mrd. Exporte sind um -3,8% yoy gefallen und Importe um -5,3% yoy. GS – 16.06.15
· Japan senkt das Alter zur Wahlberechtigung von 20 zu 18 Jahren. WSJ – 17.06.15
· Der Leistungsbilanzüberschuss in Neuseeland lag mit NZ$662Mio leicht über den Erwartungen von NZ$282Mio. GS – 16.06.15
· In Brasilien lagen die Einzelhandelsumsätze mit -0,4% mom deutlich unter den Erwartungen von +0,7% mom. GS – 16.05.14
· EM Macro Daily: What are markets „pricing in“ for Chinese growth? (Part 2) GS – 16.6.15

EUROPA
· Griechenland: Nach Abstimmung mit EU-Kommissionschef Juncker trifft Österreichs Kanzler Faymann Tsipras, um im Schuldenstreit zu vermitteln. BZ – 17.6.15 Zum Treffen der Euro-Finanzminister am Donnerstag und Freitag kündigt Tspiras an, keine neuen Reformvorschläge mitbringen zu wollen. RTRS – 17.6.15
· Im Rahmen der laufenden Restrukturierung von Airbus sollen mindestens 800 Stellen (14%) abgebaut werden. BBG – 17.6.15
· Nachdem Continental bislang nur einen einzigen Vertrag im Bereich der Elektromotoren verbuchen konnte, plant das Unternehmen Stellen im Gifhorner Werk zur Fertigung von E-Motoren abzubauen. BZ – 17.6.15
· Nestlé streicht Belegschaft in 21 afrikanischen Ländern um insgesamt 15%. BBG – 17.6.15
· Remy Cointreau übertrifft Erwartungen mit einem operativen Ergebnis von €156Mio anstatt €149Mio sowie einer realisierten operativen Marge von 16,2% statt 15,3%. BBG – 17.6.15
· Um Kosten mindern zu können, fordert Air France die Senkung der Flughafen-Gebühren von der französischen Regierung. BBG – 17.6.15
· In den Verhandlungen zum Kirch-Prozess gibt Deutsche Bank Co-Chef Fitschen an, abweichende Erinnerungen an eine Vorstandssitzung als seine Mitangeklagten zu haben und weckt damit bei der Staatsanwaltschaft Verdacht auf Prozessbetrug. HB – 16.6.15
· Der Deutsche Landkreistag bemängelt die Flächendeckung des Glasfaserausbaus durch die Deutsche Telekom, die im Rahmen des Zuschussmodells hauptsächlich Kupferleitungen ertüchtigt und nicht den flächendeckenden Ausbau fokussiert. FAZ – 17.6.15
· Die USA billigen die €64Mrd schwere Übernahme des britischen Gasriesen BG durch Royal Dutch Shell. RTRS – 16.6.15
· Heutige Makrodaten: Eurozone HVPI (Vorperiode +0,2%), GB BoE-Sizungsprotokoll, ILO-Arbeitslosenquote (Vorperiode 5,5%)

 

Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag! Have a nice day!

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Über Bernd Veith

Im Jahr 2016 blicke ich auf eine 25 jährige Erfahrung im Investmentbereich zurück. Nach meiner Ausbildung zum Kaufmann und Abschluss des allgemeinen wirtschaftlichen Abiturs, studierte ich zunächst an der Justus Liebig Universität in Gießen Psychologie. 1991 begann ich meine Laufbahn im Investmentbereich bei der Tecis Holding AG in Hamburg. Nach dem Aufbau einer Vertriebskoordination für die Cato GmbH, einem Unternehmen der Tecis Holding AG, in Lich, Hessen, machte ich mich 1995 mit einer Investmentberatung für Privatkunden und Unternehmen in Frankfurt selbständig und gründetet 1998 zusammen mit Michael Müller die Müller & Veith GmbH in Frankfurt. Die Müller und Veith Investmentfonds Beratungs GmbH etablierte sich schnell als eines der führenden Unternehmen und Spezialist in Beratung sowie Execution von offenen Investmentanlagen für private sowie institutionelle nationale wie internationale Mandate. Viele innovative Neuerungen in der Darstellung von Depots und in der professionellen Beratung und Betreuung von Kunden, die heute als selbstverständlich gelten, wurden durch die Müller & Veith GmbH initiiert oder zumindest maßgeblich beeinflußt. Der Firmensitz der Müller & Veith GmbH wurde im Laufe der Unternehmensgeschichte von Frankfurt a. Main nach Friedberg/Hessen verlegt. 2016 entschloß ich mich, die Müller & Veith GmbH an Herrn Volker Stache zu verkaufen und konzentriere mich nun weiterhin auf das, was mir am wichtigsten ist. In der neuen Funktion als Seniorberater, stehe ich selbstverständlich weiterhin den Kunden der Müller & Veith GmbH zur Verfügung. In meinem neuen Unternehmen investment-know-how, biete ich meine 25 jährige Erfahrung im Vertrieb, Investmentbereich, Kundenberatung, Unternehmensaufbau und -optimierung und natürlich auch als Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet, in Form von Coaching, Consulting und Events im Bereich B2C und B2B an. Sprechen Sie mich dazu gerne an! Mein Lieblingszitat ist: "Du mußt das was du denkst auch wollen, du mußt das was du willst auch sagen und du mußt das was du sagst auch tun"! (Alfred Herrhausen)

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