Summa Summarum

14. April 2015

Summa Summarum


 

MuellerVeith 24042

 

 

Infrastruktur als Geldanlage
Bürger sollen an Straßen verdienen

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Buerger-sollen-an-Strassen-verdienen-article14889626.html

 

Helaba warnt: Korrektur wäre alles andere als überraschend

http://www.fondsprofessionell.de/news/news-products/nid/helaba-warnt-korrektur-waere-alles-andere-als-ueberraschend/gid/1020341/ref/2/

 

Gold

Währungshedge am Beispiel des Ukrainischen Hrywna-Kurses (UAH)

 

Eigener Währungshedge mit Gold

 

 

Bernecker

Hans A. Bernecker

Milliarden-Spiele!
Über Finanzkrisen lässt sich trefflich streiten. Das Besondere daran ist, dass nach jeder Krise dieser Art umfangreich daran gebastelt wird, die nächste zu vermeiden. Doch dies führt genau zum Gegenteil, nämlich zur nächsten Krise. Ein kurzer Rückblick ist notwendig:
Die berühmte Dotcom-Blase entstand ab ca. 1996/1997 mit der Spitze 1999/2000. An den deutschen Neuen Markt kann sich jeder noch erinnern. Neugründungen (aktueller Name Start-ups) hatten ein Büro und zwei Sekretärinnen, eine Geschäftsidee und gingen an die Börse. Das brachte locker einige zig Millionen Emissions-Geld ein, was nach etwa eineinhalb bis zwei Jahren null wurde. Ca. 15 Emissionen dieser Art überlebten bis heute.
In der letzten Finanzkrise 2008/2009 gingen lediglich ein paar Banken pleite, weil sie nachweisbare Verluste gemacht haben. Sie mussten umfangreich gerettet werden, aber dies gelang weitgehend. Der berühmteste Namen in den USA war Lehmann Brothers und bei uns HRE.
Es waren zwei typische Unfälle von Banken, die keineswegs die Folge einer Blase waren, sondern von gravierenden Fehlentscheidungen geprägt.
Die USA bereinigten diese Schieflage relativ schnell. Die Europäer bastelten ein umfangreiches Sicherheitsnetz mit Regularien, Gesetzen und zwingenden Vorschriften mit der Folge: Keine Bank traut sich, normale Finanzgeschäfte zu machen. Also bewegt sich das, was Unternehmen und Finanzen immer umtreibt, nämlich Geschäfte zu machen, in einer Grauzone der Bewertungen, die schwer nachzuvollziehen ist.
Was sind Start-ups wert? Selbstverständlich ist jede gute Unternehmer-Idee irgendwie zu bewerten. Im letzten Jahr avancierten zwei Firmen zu Börsenstars, die bei bescheidenen Umsätzen gleich einmal 5 bzw. 7 Mrd. Euro wert waren. Die bisher vorgelegten Ergebnisse rechtfertigen dies keineswegs. Fairerweise muss man solchen Unternehmen auch einen gewissen Zeitrahmen einräumen, bis sich die Erwartungen der hohen Bewertungen erfüllen. In dieser Woche gibt es eine weitere Emission ähnlicher Art: Internet-Handel mit Baby- und Kleinkind-Bedarf. Das Unternehmen ist vier Jahre alt, Umsatz im letzten Jahr 101 Mio. €, in diesem Jahr voraussichtlich 150/160 Mio. Euro (Schätzung) und dafür möchte man gerne 200 Mio. Euro Kapital aus Aktien-Emissionen generieren, die zu einem Marktwert von 500 bis 600 Mio. Euro führen, wofür es rote Zahlen gibt.
Die Amerikaner hängen gleich mal eine weitere Null dran. In der vergangenen Woche holte sich der Musikdienst Spotify eben mal 400 Mio. Dollar und das Wall Street Journal nennt eine Bewertung von 8,4 Mrd. Dollar im Geschäft mit Streaming, bei dem die Songs direkt aus dem Internet abgespielt werden. Das schwedische Unternehmen hat ca. 60 Mio. Nutzer, von denen rund jeder vierte ein zahlender Kunde ist. Für wie lange?
10 bis 15 Fälle dieser Art lassen sich beliebig anhängen. Durchweg mit Milliardenbewertungen in einem Markt, wo jeder Neue den Alten letztlich abschießen kann. Das gehört zum Internet.
Natürlich wird das Internet die Handels- und Warenströme bzw. die Kommunikation der nächsten Jahre bestimmen. Die Bewertungen solcher Unternehmen greifen aber in Größenordnungen, die nicht nachvollziehbar sind. Darin steckt der Ansatz für die nächste Krise, die ebenfalls eine Finanzkrise wird. Der wichtigste Grund:
Große Teile der bewegten Gelder sind Kreditgelder oder scheinbare Eigenkapitalien, die sich in Luft auflösen, wenn sich die Erwartungen nicht erfüllen. Ohne Zusammenbrüche von Firmen oder finanzierenden Instituten geht dies wiederum nicht.
Eine platzende Blase merkt man erst dann, wenn sie bereits geplatzt ist, und nicht früher. Das ist so wie mit Seifenblasen, an denen man sich erfreut, solange sie da sind. Dass sie Platzen, weiß man, wann sie platzen, allerdings nicht. Aber es ist ein Gebot der Vernunft, sich an solchen Spielen nie zu beteiligen. Mithin:
Jeder, der ein paar Euro in der Tasche hat, kann ein bisschen mitspielen, aber eben das Spielen wörtlich nehmen und sich darüber freuen, wenn es gut geht oder heulen, wenn es danebengeht. Seriöse Investments sind es nicht.
Zu den Freunden der Banken-Regulierungen: Sie verhindern nichts, weil es einfach zu viele Umgehungen gibt, die nicht zu regulieren sind. Der alte Spruch ist bekannt: Geld findet immer seinen Weg, denn es reagiert wie Wasser.

 

USA
· Der US-Markt hat am Montag im Minus bei 2092 Punkten geschlossen (S&P: -0.46%). Financials (+0.28%), Telecom (-0.15%) und Tech (0.34%) waren die besten Sektoren, während Industrials (-1.07%), Utilities (-1.04%) und Energy (-0.84%) hinter der Gesamtmarktentwicklung blieben. Die Volumina lagen -15% unter dem 10-Tages- und -16% unter dem 30-Tagesdurchschnitt.
· Das Haushaltsdefizit der USA vergrößert sich im ersten Halbjahr 2015 marginal, nachdem es in letzter Zeit rückläufig war. WSJ – 13.04.15
· Der republikanische US-Senator Marco Rubio bewirbt sich um die Kandidatur seiner Partei bei den Präsidentschaftswahlen 2016. Er wäre der erste hispanische Präsident der USA. HB – 13.04.15
· Tim Cook lobt die deutschen Exporteure. US-Importe aus Deutschland sollen bis 2017 merklich steigen. HB – 13.04.15
· Die Pläne der amerikanischen Regierung Anti-IS Kämpfer auszubilden stößt auf Widerstand. Kritik kommt von türkischen Regierungsvertretern, syrischen Rebellen und früheren US-Beratern. HB – 13.04.15
· Personalrotation bei der Citigroup Inc. Michael Corbat ernennt den Leiter des Investment-Bankings Jamie Forese zum alleinigen Präsidenten. Das macht Forese zum zweithöchsten Manager der Citigroup. WSJ – 13.04.15
· Global Markets Daily:. US Energy Sector slips away. GS – 13.04.15
· US Daily: Congress comes back to a busy Q2 Agenda. GS – 13.04.15
· Heutige Makrodaten (Konsensus): Retail Sales (1,1%), Business Inventories (0,2%), PPI Final Demand (0,2%)

ASIEN/EM
· Nikkei: -0,1%; Hang Seng: -1,0%; Shanghai: +0,1%.
· Neuen Dokumenten zufolge würde eine Beteiligung Japans an der chinesischen Infrastruktur Investment Bank (IIB) $3 Mrd. kosten. BBG – 13.4.15
· Indien: Der Konsumgüterpreisindex ist im März um 5,17% yoy gestiegen (Kons. 5,5%, Feb: 5,37%). BBG – 13.4.15 WSJ – 13.4.15
· Der australische NAB Geschäftsklimaindex stieg im März um 3 Pkt. (Feb: 0 Pkt.) und liegt damit auf dem höchsten Stand seit Oktober 2014. GS – 13.4.15
· Die Zentralbank Singapurs belässt den Leitzins entgegen den Erwartungen im März unverändert. BBG – 13.4.15 NASDAQ – 13.4.15
· Nach der Grundsatzeinigung im Atomstreit hat Russland mit dem Iran ein seit fünf Jahren geltendes Lieferverbot für das Raketenabwehrsystem S-300 aufgehoben. RTRS – 13.4.15
· Die OPEC wird vom Ölminister des Landes Oman dafür kritisiert, dass sie Marktanteile einem hohen Ölpreis vorzieht. BBG – 13.4.15
· Der jemenitische Präsident Abed Rabbo Mansur Hadi hat in einem Gastkommentar in der „New York Times“ zu weiteren Militäraktionen gegen die schiitischen Huthi-Rebellen in seinem Land aufgerufen. HB – 13.4.15
· EM Macro Daily: EM inflation through March suggests initial effects of lower oil prices are mostly behind us GS – 13.4.15

EUROPA
· In der Ukraine gab es am Sonntag und Montag Kämpfe mit mehreren Toten. Die Außenminister von Deutschland, Frankreich, Russland und der Ukraine drängen weiter auf die Einhaltung der Waffenruhe im Osten der Ukraine. FAZ – 14.4.15
· Großbritannien bleibt bei einem Wahlsieg der Labour-Partei in der EU, meint Oppositionsführer Ed Miliband. HB – 13.4.15
· Die Royal Bank of Scotland will ihr Fondsgeschäft in Luxemburg, das rund €28,5 Mrd. verwaltet, zum Verkauf stellen. HB – 13.4.15
· Deutsche Bank: Der Vorstand der Deutschen Bank will sich bereits in der kommenden Woche auf eine neue Strategie festlegen. HB – 13.4.15
· Heineken übernimmt die Mehrheit am slowenischen Rivalen Pivovarna Lasko. Die Transaktion bewerte das Unternehmen mit €224 Mio. HB – 13.4.15
· Kühne & Nagel: Q1 EBIT SFr190 Mio. (kons. SFr196,9 Mio.); Nettoergebnis SFR152 Mio. (kons. SFR153,3 Mio.) (BBG – 14.4.15)
· Sixt plant wohl einen Börsengang von Sixt Leasing. (BBG – 14.4.15)
· Gerresheimer: Q1 Umsatz €301,8 Mio. (kons. €305,5 Mio.); Q1 adj. EBITDA€51,0 Mio. (kons. €50,1 Mio.) (BBG – 14.4.15)
· Heutige Makrodaten: Welt: IWF World Economic Outlook, Pressekonferenz; GB: Verbraucherpreis CPI März (10:30); EWU: Industrieproduktion Februar (11:00)

 

Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag!

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Über Bernd Veith

Im Jahr 2016 blicke ich auf eine 25 jährige Erfahrung im Investmentbereich zurück. Nach meiner Ausbildung zum Kaufmann und Abschluss des allgemeinen wirtschaftlichen Abiturs, studierte ich zunächst an der Justus Liebig Universität in Gießen Psychologie. 1991 begann ich meine Laufbahn im Investmentbereich bei der Tecis Holding AG in Hamburg. Nach dem Aufbau einer Vertriebskoordination für die Cato GmbH, einem Unternehmen der Tecis Holding AG, in Lich, Hessen, machte ich mich 1995 mit einer Investmentberatung für Privatkunden und Unternehmen in Frankfurt selbständig und gründetet 1998 zusammen mit Michael Müller die Müller & Veith GmbH in Frankfurt. Die Müller und Veith Investmentfonds Beratungs GmbH etablierte sich schnell als eines der führenden Unternehmen und Spezialist in Beratung sowie Execution von offenen Investmentanlagen für private sowie institutionelle nationale wie internationale Mandate. Viele innovative Neuerungen in der Darstellung von Depots und in der professionellen Beratung und Betreuung von Kunden, die heute als selbstverständlich gelten, wurden durch die Müller & Veith GmbH initiiert oder zumindest maßgeblich beeinflußt. Der Firmensitz der Müller & Veith GmbH wurde im Laufe der Unternehmensgeschichte von Frankfurt a. Main nach Friedberg/Hessen verlegt. 2016 entschloß ich mich, die Müller & Veith GmbH an Herrn Volker Stache zu verkaufen und konzentriere mich nun weiterhin auf das, was mir am wichtigsten ist. In der neuen Funktion als Seniorberater, stehe ich selbstverständlich weiterhin den Kunden der Müller & Veith GmbH zur Verfügung. In meinem neuen Unternehmen investment-know-how, biete ich meine 25 jährige Erfahrung im Vertrieb, Investmentbereich, Kundenberatung, Unternehmensaufbau und -optimierung und natürlich auch als Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet, in Form von Coaching, Consulting und Events im Bereich B2C und B2B an. Sprechen Sie mich dazu gerne an! Mein Lieblingszitat ist: "Du mußt das was du denkst auch wollen, du mußt das was du willst auch sagen und du mußt das was du sagst auch tun"! (Alfred Herrhausen)

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