Summa Summarum

24. März 2015

Summa Summarum


MuellerVeith 23973

 

„In den kommenden Wochen“
Tsipras sieht Pleite kommen

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Tsipras-sieht-Pleite-kommen-article14756846.html

 

Bernecker

Hans A. Bernecker: Mutfrage!
Zum Besuch des griechischen Ministerpräsidenten Tsipras in Berlin ist an sich substanziell nicht viel Neues zu sagen. Einige Morgenzeitungen beschäftigten sich lediglich mit der Frage, ob er mit Krawatte oder ohne zur Bundeskanzlerin kommt. In der Tat, es fällt niemandem mehr etwas Neues ein. Wie unschwer vorauszusehen war:
Berlin wird sich tatsächlich mit der Frage eventueller Reparationszahlungen beschäftigen. Allein die Tatsache, dass man sich damit beschäftigt, zeigt die Stimmungslage in der Politik. In den jüngsten Umfragen (ntv) plädieren 86 % der Deutschen gegen jede Hilfe. 13 % sind dafür. Eindeutiger kann also die Politiker-Meinung nicht gegen die allgemeine Meinung stehen.
Was denken sich solche Politiker, meist links-, aber auch mittellastig? Sie möchten den Ton wieder netter gestalten, sie möchten gerne geliebt werden, auf keinen Fall aus der Sicht anderer Länder in der Ecke stehen und so wird es dazu kommen, dass irgendein Betrag in der Größenordnung von einer halben Milliarde Euro in geeigneter diplomatischer Formulierung an Griechenland fließt.
Über Griechen zu diskutieren, lohnt ebenfalls nicht. Sie sind ein Volk, das seit eh und je eine besondere Kultur pflegt, die keine ist. Vor über 2000 Jahren waren sie einmal die Begründer der Demokratie und nahmen tatsächlich über etwa 100 Jahre eine ungewöhnliche Entwicklung ist. Genau genommen von 490 v. Chr. bis zum Ende des peloponesischen Krieges. Etwas später starb Sokrates oder musste sich mit dem Schierlingsbecher das Leben nehmen und der noch junge Plato hat uns dies alles erzählt.
Alle Völker rund um das Mittelmeer kennen und können diese Art, aus ihrer eigenen Unzulänglichkeit heraus andere in die Situation zu bringen, zu zahlen. Die Geschichten darüber ließen sich beliebig erzählen und doch werden wir es wieder tun. Warum?
Die Bundesbank ist zurzeit die einzige Institution im Land, die den Mut aufbringt, klare Standpunkte zu vertreten. Sie ahnt, was folgt. Im gleichen Umfang, in dem man den Griechen nun mit Sicherheit entgegenkommt und sie per saldo entschuldet, werden alle Staatsanleihen europäischer Länder mit schwacher Brust den Weg des geringsten Widerstands suchen und ihre weitere Staatsfinanzierung so gestalten wie bis 1999/2000 oder auch nach dem letzten Stabilitätspakt. Die Bundesbank sagt richtig voraus:
Nach Maastricht benötigen die Banken keine Unterlegung der Bestände an Staatsanleihen mit Eigenkapital. Wird die Qualität dieser Staatsanleihen schlechter, so ist es nicht mehr vertretbar, diese Regel aufrechtzuerhalten. Sie gibt damit indirekt zu, dass sie damit rechnet, dass die Anleihen anderer Länder ebenfalls an Qualität verlieren und somit die Banken gefährden. Es lässt sich nämlich unschwer fortrechnen, dass bei umfangreicher Staatsfinanzierung schon in 10 oder 15 Jahren diese Qualität so niedrig sein wird, dass damit die Banken erneut in eine Schieflage geraten. Damit ist die nächste Finanzkrise schon vorprogrammiert.
Die Bundesbank hat weder Stimme noch andere Rechte, aber sie ist die einzige glaubwürdige Institution im Land, deren Urteil Gewicht hat. Wenn sie dies so formuliert, wie sie es tut, gehen wir davon aus, dass sie es nicht ohne stillschweigende Billigung des Bundesfinanzministers und der Bundeskanzlerin tut. Beide hätten damit ein Alibi, um unabhängig vom Fall Griechenland dennoch die deutsche Position durchzusetzen. Dafür gibt es durchaus eine Chance, ohne den anderen zu sagen, dass sie pleitegehen würden und Deutschland mithin auf den Stabilitätskriterien beharrt.
Unsere Auffassung ist deshalb schon vertreten worden: Um von anderen geliebt zu werden, muss man in der Regel zahlen. Um von anderen akzeptiert zu werden, muss man in der Regel den Mund halten. Um von anderen Geld zu bekommen, ist es besser, andere vorzuschicken, die das Ganze verhindern. Darauf beruhen unsere Hoffnungen, die wir schon dargestellt haben: Wir schauen weiterhin gespannt zu, ob die Balten oder die Finnen und noch einige andere kleinere Euro-Mitglieder diesem griechischen Treiben tatenlos zusehen.

 

Adé Niedrigpreis
IfW: Inflation zieht bald wieder an

http://www.n-tv.de/wirtschaft/IfW-Inflation-zieht-bald-wieder-an-article14757736.html

 

Kein Risiko zu groß: Anleiheninvestoren fliehen vor Negativrenditen

http://www.fondsprofessionell.de/news/markt-strategie/nid/kein-risiko-zu-gross-bondhaendler-fliehen-vor-negativrenditen/gid/1020059/ref/1/

 

Und hier eine Nachricht, die für alle Besitzer Geschlossener Solarfonds interessant sein könnte:

Invisible Solar Cells That Could Power Skyscrapers

http://www.bloomberg.com/news/videos/2015-03-23/invisible-solar-cells-that-could-power-skyscrapers

 

USA
Der US-Markt hat am Montag leicht im Minus bei 2104 Punkten geschlossen (S&P: -0,2%). Cons Staples (+0,3%), Telecom (+0,2%) und Utilities (+0,1%) waren die besten Sektoren, während Industrials (-0,8%), Financials (-0,5%) und Healthcare (-0,3%) hinter der Gesamtmarktentwicklung blieben. Die Volumina lagen -9% unter dem 10-Tages- und -12% unter dem 30-Tagesdurchschnitt.
IBM (IBM) hat angesichts des wachsenden politischen Drucks in China eine neue Strategie angekündigt. Künftig werde man seine Technologie mit chinesischen Unternehmen teilen. HB – 23.03.15
Chesapeake Energy (CHK) haben ihr Kapitalbudget für 2015 drastisch gesenkt und ihre Prognose für die Produktion herunter genommen. Das Unternehmen wird dieses Jahr an 25-35 Bohrstationen arbeiten, das sind 55% weniger als im Vorjahr. WSJ – 24.03.15
General Motors (GM) sprach ursprünglich von 13 Unfalltoten, die mit einem Zündschlossdefekt in Verbindung stehen sollen. Mittlerweile wurden aber schon in 74 Fällen Ansprüche auf eine Entschädigung genehmigt. FAZ – 23.03.15
Global Markets Daily: Lower Expected Neutral Rates and Very Depressed Term Premium Behind the Bond Rally. GS – 20.03.15
US Daily: Has Employment Growth Been Running Too Hot? GS 20.03.15
Heutige Makrodaten (Konsensus): CPI (0,2% mom), Markit US Manufacturing PMI (54,6), New Home Sales (465k)

ASIEN/EM
Nikkei: -0,2%; Hang Seng: -0,3%; Shanghai: -0,4%.
Der China Markit/HSBC Flash PMI fällt im März auf 49,2 (Kons. 50,5) gegenüber 50,7 im Februar und signalisiert damit eine schwächere Wachstumsdynamik für die chinesische Industrie. Verzerrungen durch das chinesische neue Jahr können die Interpretation dieser Daten allerdings erschweren. HB – 24.3.15 GS – 23.3.15
Brasiliens Behörden prüfen Korruptionsvorwurf gegen Bilfinger-Tochter Mauell. HB – 24.3.15
Die Inflationsrate in Singapur ist im Februar mit -0,3% yoy (Kons. -0,2%) gegenüber -0,4% im Januar leicht gestiegen. Damit verharrt die Inflationsrate seit 4 aufeinanderfolgenden Monaten im negativen Bereich. GS – 23.3.15
Die Zentralbank Israels belässt den Leitzins gemäß den Erwartungen im März unverändert bei 0,10%. GS – 23.3.15
Die Türkei verstärkt die Grenzen zu Syrien aus Angst vor terroristischen Anschlägen. WSJ – 23.3.15
Kämpfe im Jemen: Rebellen rücken auf Präsidentenversteck in Aden vor. SPGL – 23.3.15
EM Macro Daily: Market pricing of Ukrainian restructuring outcomes GS – 24.3.15

EUROPA
Die Ukraine hat Russland zu Gesprächen über eine Umschuldung von Anleihen im Wert von $3 Mrd. eingeladen, die Russland hält. HB – 23.3.15
Griechenland: Bei dem Besuch des griechischen Ministerpräsidenten Tsipras in Berlin kommt es zu keiner Lösung im Streit um die Schulden Athens. HB – 23.3.15
BNP Paribas, Royal Bank of Scotland, HSBC: Die Konkurspläne der drei Großbanken erfüllen laut der Fed und der US-Einlagensicherungsbehörde FDIC nicht die Anforderungen. Die Pläne zeigten keinen „glaubwürdigen Weg“ durch eine mögliche Insolvenz auf. HB – 24.3.15
Partners Group: Adj. Nettoergebnis SFr336 Mio. (kons. SFr335,4 Mio.); geplante Dividendenzahlung von SFr8,50 (kons. SFr8,25) (BBG – 24.2.15)
Fuchs Petrolub: Plant Dividendenerhöhung um 10% auf €0,77 (BBG – 24.2.15)
Emmi: FY14 EBITDA SFr293,1 Mio. (kons. SFr285,2 Mio.); Dividendenzahlung von SFr3,80 (kons. SFr4,00) (BBG – 24.2.15)
Hornbach-Holding: FY15 Umsatz €3,57 Mrd. (kons. €3,55 Mrd.) (BBG – 24.2.15)
Heutige Makrodaten: PMI verarb. Gewerbe für März aus Frankreich (9:00), Deutschland (9:30) und dem Euroraum (10:00).

 

Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag!

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Über Bernd Veith

Im Jahr 2016 blicke ich auf eine 25 jährige Erfahrung im Investmentbereich zurück. Nach meiner Ausbildung zum Kaufmann und Abschluss des allgemeinen wirtschaftlichen Abiturs, studierte ich zunächst an der Justus Liebig Universität in Gießen Psychologie. 1991 begann ich meine Laufbahn im Investmentbereich bei der Tecis Holding AG in Hamburg. Nach dem Aufbau einer Vertriebskoordination für die Cato GmbH, einem Unternehmen der Tecis Holding AG, in Lich, Hessen, machte ich mich 1995 mit einer Investmentberatung für Privatkunden und Unternehmen in Frankfurt selbständig und gründetet 1998 zusammen mit Michael Müller die Müller & Veith GmbH in Frankfurt. Die Müller und Veith Investmentfonds Beratungs GmbH etablierte sich schnell als eines der führenden Unternehmen und Spezialist in Beratung sowie Execution von offenen Investmentanlagen für private sowie institutionelle nationale wie internationale Mandate. Viele innovative Neuerungen in der Darstellung von Depots und in der professionellen Beratung und Betreuung von Kunden, die heute als selbstverständlich gelten, wurden durch die Müller & Veith GmbH initiiert oder zumindest maßgeblich beeinflußt. Der Firmensitz der Müller & Veith GmbH wurde im Laufe der Unternehmensgeschichte von Frankfurt a. Main nach Friedberg/Hessen verlegt. 2016 entschloß ich mich, die Müller & Veith GmbH an Herrn Volker Stache zu verkaufen und konzentriere mich nun weiterhin auf das, was mir am wichtigsten ist. In der neuen Funktion als Seniorberater, stehe ich selbstverständlich weiterhin den Kunden der Müller & Veith GmbH zur Verfügung. In meinem neuen Unternehmen investment-know-how, biete ich meine 25 jährige Erfahrung im Vertrieb, Investmentbereich, Kundenberatung, Unternehmensaufbau und -optimierung und natürlich auch als Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet, in Form von Coaching, Consulting und Events im Bereich B2C und B2B an. Sprechen Sie mich dazu gerne an! Mein Lieblingszitat ist: "Du mußt das was du denkst auch wollen, du mußt das was du willst auch sagen und du mußt das was du sagst auch tun"! (Alfred Herrhausen)

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