Summa Summarum

10. Februar 2015

Summa Summarum


MuellerVeith 24034

 

Die Logik des Finanzmarktes basierte einst darauf, dass Sparer einen Lohn erhalten und Schuldner eine Strafgebühr zahlen. Diese Logik gilt nicht mehr. Ein Drittel aller ausstehenden Staatsanleihen ist am Markt nur noch für negative Renditen zu bekommen. Selbst der Kurs einer kurzlaufenden Nestlé-Anleihe ist so stark gestiegen, dass jeder, der jetzt kauft, einen Verlust erzielt. Man ahnt schon, dass der Preis für die heutige Stabilität der Finanzmärkte die Instabilität von morgen ist. Lenin hat uns gewarnt: „Um die bürgerliche Gesellschaft zu zerstören“, sagte er einst, „muss man nur ihr Geldwesen verwüsten.“

 

Wirtschaftsforscher warnt vor Ende der Euro-Zone

http://www.handelsblatt.com/politik/international/griechenland-krise-wirtschaftsforscher-warnt-vor-ende-der-euro-zone/11350656.html

 

Markus Koch, N.Y.

Die spinnen, die Griechen!
“Die spinnen, die Römer”, würden Asterix und Obelix wohl zu sagen. Doch in diesem Fall geht es um Griechenland. Nun zittert auch die Wall Street. Griechenland dürfte den Euroraum verlassen. Ein Grexit sei wohl nur noch eine Frage der Zeit, meint Ex-Notenbank-Chef Alan Greenspan. Griechenland hat keine Vorteile davon im Euro zu bleiben und die Eurozone braucht Griechenland letztendlich auch nicht.
Lenkt Europa in Folge der scharfen Rethorik der Syriza-Regierung ein, gilt die Region fortan als erpressbar. Sollte Europa hingegen nicht einlenken, und es kommt zu einem Grexit, gilt der Euro nicht mehr als unwiderruflich. Kurzum: Euroland befindet sich in einer ernsthaften Sackgasse. Einen bequemen Ausweg wird es nicht geben.
Morgan Stanley mahnt, dass der Kapitalmarkt das erhöhte Risiko eines Ausstiegs zunehmend einpreist. Sollte es tatsächlich dazu kommen, dürfte der Euro gegenüber dem US-Dollar von derzeit etwa 1,13 Dollar zügig bis auf 90 Cents sinken.

 

Die wahre Schuldenbombe tickt in Asien

http://www.welt.de/finanzen/article137289202/Die-wahre-Schuldenbombe-tickt-in-Asien.html

 

Strong dollar nightmare for emerging markets. $ debt (mostly corporate) as %/GDP is highest in decades -Bridgewater:

 

 

US$dept EMF
USA
· Der US-Markt hat am Montag nach einem relativ ruhigen Handel im Minus bei 2047 Punkten geschlossen (S&P: -0,42%). Energy (+0,2%), Materials (-0,1%) und Tech (-0,2%) waren die besten Sektoren, während Healthcare (-1,1%), Utilities (-0,9%) und Staples (-0,7%) hinter der Gesamtmarktentwicklung blieben. Die Volumina lagen -9% unter dem 10-Tages- und -3% unter dem 30-Tagesdurchschnitt.
· Qualcomm (QCOM) wird in China wegen wettbewerbsrechtlicher Verstöße zu einer Strafe von $975 Mio. verurteilt, die das Unternehmen nach einer Mitteilung von Montag nicht anfechten will. HB 10.02.15
· Hasbro (HAS) hat im abgelaufenen Quartal mit $169,9 Mio. 31% mehr als im Vorjahresquartal verdient. Den Umsatz steigerten sie um 1,3% auf $1,3 Mrd. Der starke Dollar verhinderte einen stärkeren Zuwachs. HB 10.02.15
· Diamond Offshore Drilling (DO) hat im vergangenen Quartal $0,72 pro Aktie verdient und damit $0,06 mehr als erwartet. Allerdings wird die „special dividend“ nicht gezahlt. RTRS 10.02.15
· Global Markets Daily: GBP to benefit as BoE ‘looks through’ inflation. GS 09.02.15
· US Daily: Despite Dollar Strength, Profit Margins Should Hold Up in 2015. GS 09.02.15
· Heutige Makrodaten (Konsensus): NFIB Small Business Optimism (101), Wholesale Inventories (0,2%)

ASIEN/EM
· Nikkei: -0,3%; Hang Seng: -0,1%; Shanghai: +0,6%.
· Die chinesischen Verbraucherpreise sind im Januar nur um 0,8% yoy gestiegen (von 1,5%, Kons. 1,0%). Damit liegt das Maß für Inflation auf dem niedrigsten Niveau seit November 2009. Der Erzeugerpreisindex fiel auf -4,3% yoy (von -3,3%). FT – 10.2.15
· Die OPEC rechnet in diesem Jahr mit einer stärkeren Ölnachfrage von im Durchschnitt 29,21 Mio. Barrels/Tag (+430.000 Barrel). Grund sei der Ölpreisverfall, weshalb sich der Förderboom in den USA mit der umstrittenen und aufwendigen Fracking-Technik abschwächen werde. Zugleich werde der niedrige Preis die Nachfrage nach dem meist günstiger zu fördernden OPEC-Öl ankurbeln. RTRS – 9.2.15
· Der Automobilmarkt in Russland wird einer Studie zufolge 2015 noch stärker einbrechen als im Vorjahr. PwC teilte am Montag mit, in Russland nur noch mit einem Branchenabsatz von 1,52 bis 1,75 Mio Fahrzeugen zu rechnen. Das wäre ein Minus von -25 bis -35%. Im vergangenen Jahr waren die Verkäufe um -10% auf 2,34 Mio. Wagen zurückgegangen. RTRS – 10.2.15
· Die Nissan-Aktie stieg um 3,7% mit dem stärksten Wert seit zwei Monaten, nachdem der Ausblick auf die US-Verkäufe angehoben wurde. BBG – 10.2.15
· Emerging Markets Weekly: Russian rate policy now mostly driven by the need to avoid a sharp deleveraging. GS – 10.2.15

EUROPA
· Griechenland: In einer Vertrauensabstimmung stimmt am Dienstag das Parlament in Athen über die Links-Rechts-Regierung unter Tsipras ab. HB – 10.2.15
· Ukraine: Fronten vor Minsker Friedenskonferenz verhärtet. Russlands Präsident Putin warf dem ukrainischen Militär Strafaktionen vor, die sofort beendet werden müssten. Zugleich beschlossen die EU-Außenminister neue Sanktionen gegen Russland, die aber noch nicht in Kraft treten sollen. RTRS – 10.2.15 RTRS – 9.2.15
· Metro: Das bereinigte Q1 EBIT betrug €1,02 Mrd. (kons. Schätzung €1,02 Mrd.); bereinigte Q1 EPS lagen bei €1,36 (Vorjahr €1,35). (BBG – 10.2.15)
· UBS: Das Q4 Nettoergebnis lag bei SFr963 Mio. (Vorjahr SFr917 Mio.); die Dividende soll SFr0,50 betragen (kons. Schätzung SFr0,55); Dazu wird eine einmalige Dividende in Höhe von SFr0,25 pro Aktie ausgegeben. (BBG – 10.2.15) RTRS – 10.2.15
· Saab: Das Q4 Nettoergebnis betrug SKr579 Mio. (kons. Schätzung SKr528 Mio.). Der Q4 Umsatz lag bei SKr7,43 Mrd. (kons. Schätzung SKr7,96 Mrd.). (BBG – 10.2.15)
· HeidelbergCement: Der Q4 Umsatz lag bei €3,31 Mrd. (Vorjahr €3,11 Mrd.); das operative Ergebnis betrug im Q4 €442 Mio. (Vorjahr €441 Mio.); das like-for-like Wachstum belief sich auf -0,2%. (BBG – 10.2.15)
· Die Raiffeisen Bank International will seine Töchter in Polen und Slowenien sowie die Direktbank Zuno verkaufen. Die RBI verbuchte in 2014 einen Nettoverlust von €493 Mio. (Vorjahr €557 Mio.) – etwas mehr als von Analysten erwartet. Die Aktionäre erhalten für 2014 keine Dividende, erklärte die Bank. RTRS – 10.2.15
· Roche übernimmt die deutsche Forschungsfirma Signature Diagnostics. Das deutsche Unternehmen entwickele Produkte für die Krebsdiagnostik. Wie viel die Übernahme kostet, gab Roche nicht bekannt. HB – 10.2.15
· BMW will nach Angaben des Betriebsrats in diesem Jahr in Deutschland 5000 unbefristete Stellen schaffen. RTRS – 9.2.15
· Daimler will in diesem Jahr in China schnell zulegen. „Wir werden noch schneller als der Premiummarkt wachsen“, kündigte China-Vorstand Hubertus Troska an. Ziel sei ein Anstieg um mindestens zehn Prozent. HB – 10.2.15 RTRS – 10.2.15
· HSBC gerät wegen des Vorwurfs der Beihilfe zur Steuerhinterziehung international unter Druck. RTRS – 10.2.15
· Heutige Makrodaten: GB: Industrieproduktion für Dezember (10:30)

 

Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag!

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Über Bernd Veith

Im Jahr 2016 blicke ich auf eine 25 jährige Erfahrung im Investmentbereich zurück. Nach meiner Ausbildung zum Kaufmann und Abschluss des allgemeinen wirtschaftlichen Abiturs, studierte ich zunächst an der Justus Liebig Universität in Gießen Psychologie. 1991 begann ich meine Laufbahn im Investmentbereich bei der Tecis Holding AG in Hamburg. Nach dem Aufbau einer Vertriebskoordination für die Cato GmbH, einem Unternehmen der Tecis Holding AG, in Lich, Hessen, machte ich mich 1995 mit einer Investmentberatung für Privatkunden und Unternehmen in Frankfurt selbständig und gründetet 1998 zusammen mit Michael Müller die Müller & Veith GmbH in Frankfurt. Die Müller und Veith Investmentfonds Beratungs GmbH etablierte sich schnell als eines der führenden Unternehmen und Spezialist in Beratung sowie Execution von offenen Investmentanlagen für private sowie institutionelle nationale wie internationale Mandate. Viele innovative Neuerungen in der Darstellung von Depots und in der professionellen Beratung und Betreuung von Kunden, die heute als selbstverständlich gelten, wurden durch die Müller & Veith GmbH initiiert oder zumindest maßgeblich beeinflußt. Der Firmensitz der Müller & Veith GmbH wurde im Laufe der Unternehmensgeschichte von Frankfurt a. Main nach Friedberg/Hessen verlegt. 2016 entschloß ich mich, die Müller & Veith GmbH an Herrn Volker Stache zu verkaufen und konzentriere mich nun weiterhin auf das, was mir am wichtigsten ist. In der neuen Funktion als Seniorberater, stehe ich selbstverständlich weiterhin den Kunden der Müller & Veith GmbH zur Verfügung. In meinem neuen Unternehmen investment-know-how, biete ich meine 25 jährige Erfahrung im Vertrieb, Investmentbereich, Kundenberatung, Unternehmensaufbau und -optimierung und natürlich auch als Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet, in Form von Coaching, Consulting und Events im Bereich B2C und B2B an. Sprechen Sie mich dazu gerne an! Mein Lieblingszitat ist: "Du mußt das was du denkst auch wollen, du mußt das was du willst auch sagen und du mußt das was du sagst auch tun"! (Alfred Herrhausen)

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