Summa Summarum

19. Dezember 2014

Summa Summarum


 

MuellerVeith 24045

 

Sparen droht zur puren Geldvernichtung zu werden

http://www.welt.de/finanzen/article135499277/Sparen-droht-zur-puren-Geldvernichtung-zu-werden.html?wtrid=socialmedia.socialflow….socialflow_twitter

 

SCHWEIZER NOTENBANK
Wer 10 Millionen Franken hat, zahlt Strafe

http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/schweizer-notenbank-fuehrt-negative-einlagezinsen-ein-a-1009189.html

 

The new economics of oil
Sheikhs v shale

http://www.economist.com/news/leaders/21635472-economics-oil-have-changed-some-businesses-will-go-bust-market-will-be?fsrc=scn/tw/te/pe/ed/hseikvsshale

 

Immobilien
Reiche Russen starten Panikkäufe in London

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/immobilien/rubel-krise-reiche-russen-starten-panikkaeufe-in-london-13328773.html

 

Bernecker

 

Hans A. Bernecke 

Zusammengebrochene Märkte versuchen stets, ein neues Gleichgewicht zu erreichen.
Das gilt insbesondere vor dem Jahresende, weil sowohl die Wirtschaft als auch Staaten mit diesem Termin in ihren Planungen leben oder es dokumentieren müssen. So auch in diesem Jahr:
Stand per heute: Die EU-Außenminister werden heute in Brüssel darüber beraten, wie sie damit umgehen wollen, wenn Russland in eine Rezession abzugleiten droht. Wir hatten dieses Thema gestern bereits diskutiert. Es zeichnet sich ab, was auch logisch war:
Die Drohung vom Frühjahr, Russland mit Sanktionen zu zwingen, ergab einen Fehlschluss. Die Sanktionen schaden allen wirtschaftlich, aber eine politische Lösung entstand daraus nicht. Also Rolle rückwärts: Wie kann man verhindern, dass Russland mit seinen eigenen Problemen Europa schadet?
Putin wird heute vor 1.200 Journalisten aus aller Welt seine Sicht der Dinge erläutern. Dass Putin die Hände hebt, hatten wir gestern bereits bestritten. Auch er wird, ähnlich wie die Damen und Herren in Brüssel, Verhandlungen anbieten. Ausgang offen. Konsequenz:
Der Einbruch des Rubel-Kurses war ein Ausverkauf. Das ist nachvollziehbar, weil darin die Hälfte Fakten und die andere Hälfte Meinungen und Ansichten stecken, womit in der Regel überzogen wird. Alle anderen Währungskrisen dieser Art liefen nach dem gleichen Muster, sogar im Extremfall Argentinien. Auf dieser Basis entsteht dann ein neuer Gleichgewichtspreis, indem die extremen Spitzen abgeschnitten werden, um es bildlich auszudrücken und der eigentliche Preisboden etwa 25 % unter dem Extremwert liegt oder umgekehrt gerechnet: Je nachdem, ob man Rubel in Euro oder Euro in Rubel rechnet.
Ein direkter Zusammenhang zwischen Russland und dem Ölmarkt lässt sich nicht nachweisen. Das ist auch gar nicht nötig, denn hier spielt sich das Gleiche ab: Die Tagesförderung der OPEC blieb bislang gleich. Die effektive Nachfrage nach Öl wird nach Zahlen in London leicht höher veranschlagt als die letzten Acht-Wochen-Zahlen ergeben. Deshalb zeichnet sich auch im Ölpreis eine Stabilisierung ab, die nach gleichem Muster leicht über den Tiefstkursen liegt, aber viel Volatilität enthält. Ein mittlerer Ölpreis um 60 Dollar bedeutet:
Schwankungsbreite 55 bis 65 Dollar als erste Orientierung. Die Folge davon wird im Januar zu erkennen sein:
Öl und Rubel haben ihren Ausverkauf absolviert und alle Öl-Lieferanten können sich mit diesem Ölpreis als neue Orientierung beschäftigen. Ob dabei das OPEC-Kartell erhalten bleibt, ist hingegen offen. Wiederum aus London, dem dafür besten Markt:
Auf einer Preisebene um 60 Dollar je Barrel geraten ca. 30 % aller OPEC-Mitglieder plus Russland in eine finanzielle Schieflage. Sie gehen deshalb nicht pleite, aber müssen ihre Finanzpläne grundsätzlich neu gestalten. Daraus entsteht ein Eigeninteresse jedes Staates mit sehr unterschiedlichen Konsequenzen. Aus gleicher Sicht und Quelle: Eine Stabilisierung des Ölpreises um den genannten Mittelwert dürfte einem freien Ölpreis in einem freien Markt sehr nahekommen. Der Grund dafür liegt in den sogenannten Grenzkosten der Ölförderung. Nordsee-Öl zu fördern ist deutlich teurer als Öl in der arabischen Wüste. Ausscheiden werden deshalb nur diejenigen, deren Grenzkosten höher liegen. So entsteht eine neue Angebotsstruktur.
Ein solcher Ölpreis führt für die Ölbezieher, also die ganze Welt, zu einer Reduzierung der Belastungen der Wirtschaft über sämtliche Produktionsstufen hinweg, was einer Steuersenkung gleichkommt. Umgekehrt:
Das reale Wachstum wird deutlich begünstigt. Vor einem halben Jahr hätte man diese Schlussfolgerung so noch nicht formulieren können. So mag man es als Zufall betrachten, wenn es auch gegenseitige Bezüge gibt. Erst die zugespitze Konstellation in den geopolitischen Konflikten zum einen und der Kollateralwirkungen in der Weltwirtschaft zum anderen führen zum glücklichen Ergebnis:
Zusammenbrüche bestimmter Märkte, insbesondere entscheidender Märkte, eröffnen die Perspektive für die Zukunft. Es ist die voraussichtlich interessanteste Variante für das kommende Jahr.

 

Wegen abstürzendem Rubel
Hersteller stoppen Autoverkauf in Russland

http://www.n-tv.de/wirtschaft/Hersteller-stoppen-Autoverkauf-in-Russland-article14185981.html

 

Rubel rollt Abgrund entgegen
Auch deutsche Anleger sind betroffen

http://www.teleboerse.de/anleihen/Auch-deutsche-Anleger-sind-betroffen-article14185366.html

 
USA
· Der US-Markt schloss am Donnerstag deutlich im Plus (+2,4%) und erzielte somit in den letzten beiden Tagen den größten Zuwachs seit knapp drei Jahren. Als Treiber wird die FOMC-Sitzung gewertet. Tech (+3,0%), Healthcare (+2,8%) und Industrials (+2,5%) waren die besten Sektoren, während Cons Disc (+1,6%), Telecom (+1,8%) und Utilities (+2,0%) hinter der Gesamtmarktentwicklung blieben. Die Volumina lagen 13% über dem 10-Tages- und 25% über dem 30-Tagesdurchschnitt.
· Die Anpassung der Sprachpolitik der Fed von „geraumer Zeit“ zu „geduldig“ widerspiegelt den Schritt den die Fed 2004 unter Greenspan vollzogen hatte, bevor das FOMC-Komitee die Zinsen dann sechs Monate später anhob. BBG – 18.12.14
· Nike (NKE) hat Gewinn und Umsatz im abgelaufenen Quartal überraschend deutlich gesteigert und in Q2 eine EPS von 74c (Konsensus: 70c) erzielt. Die Sorgen über fehlende Nachfrage aus den Schwellenländern ließ die Aktie nachbörslich um -2,9% fallen.
· US Daily: A Retrospective on „10 Questions for 2014“ (Hatzius) GS – 19.12.14
· Global Markets Daily: A “Patient” Couple GS – 18.12.14
· Heutige Makrodaten (Konsensus): Kansas City Fed Manufacturing Activity (7)

ASIEN/EM
· Nikkei: +2,4%; Hang Seng: +1,3%; Shanghai: +1,7%.
· Die Bank of Japan hat auf ihrer Sitzung die Geldpolitik unverändert belassen und ausserdem ihre Einschätzung für die Wirtschaft erhöht. GS – 18.12.14
· Der russische Präsident Wladimir Putin hat angekündigt, dass die gegenwärtige Wirtschaftskrise seines Landes in spätestens zwei Jahren überwunden sein wird. Die Regierung und die Zentralbank hätten die passenden Maßnahmen ergriffen, wenn auch etwas verzögert. WSJ – 18.12.14
· EM Macro Daily: Argentina – China financing not without costs. GS – 18.12.14

EUROPA
· Griechenland: Syriza Chef Alex Tsipras hat sich gestern zum Verbleib des Landes in der Eurozone bekannt und hat damit seine radikale Haltung relativiert. Die Gläubiger müssten aber einen Großteil der Schulden „kürzen oder erlassen“. RTRS – 18.12.14
· Die EZB will ab Januar die Protokolle der Ratssitzungen veröffentlichen. Diese sollen jeweils 4 Wochen nach den Treffen publiziert werden. HB – 18.12.14
· BASF & Gazprom werden keine Konzernanteile tauschen und sich so gegenseitig Zugang zu den Heimatmärkten sichern. Grund sei das „schwer vorhersehbare politische Umfeld“. SPGL – 19.12.14
· Aer Lingus hat einen Übernahmevorstoß der British-Airways-Mutter IAG abgelehnt. Details zum Angebot sind bisher nicht bekannt. RTRS – 19.12.14
· Henkel und Beiersdorf sind von den französischen Behörden wegen Preisabsprachen bei Hygiene- und Reinigungsprodukten zu Kartellstrafen i.H.v. €109Mio sowie €72Mio verurteilt worden. RTRS – 18.12.14
· Atos kauft für $1,05Mrd das IT-Outsourcing Geschäft von Xerox. RTRS – 19.12.14
· PGS erwartet für 2015 ein EBITDA i.H.v. $550-700Mio vs. $700Mio in 2014; Capex soll bei $250Mio liegen.
· Heute werden keine wichtigen Makrozahlen veröffentlicht.

 

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Die Summa Summarum geht in den Weihnachtsurlaub!

Die nächste Summa Summarum erscheint wieder am 02.02.2015.

Wir bedanken uns  für Ihr Interesse, wünschen Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Start in das Neue Jahr  2015!

 

 

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Über Bernd Veith

Im Jahr 2016 blicke ich auf eine 25 jährige Erfahrung im Investmentbereich zurück. Nach meiner Ausbildung zum Kaufmann und Abschluss des allgemeinen wirtschaftlichen Abiturs, studierte ich zunächst an der Justus Liebig Universität in Gießen Psychologie. 1991 begann ich meine Laufbahn im Investmentbereich bei der Tecis Holding AG in Hamburg. Nach dem Aufbau einer Vertriebskoordination für die Cato GmbH, einem Unternehmen der Tecis Holding AG, in Lich, Hessen, machte ich mich 1995 mit einer Investmentberatung für Privatkunden und Unternehmen in Frankfurt selbständig und gründetet 1998 zusammen mit Michael Müller die Müller & Veith GmbH in Frankfurt. Die Müller und Veith Investmentfonds Beratungs GmbH etablierte sich schnell als eines der führenden Unternehmen und Spezialist in Beratung sowie Execution von offenen Investmentanlagen für private sowie institutionelle nationale wie internationale Mandate. Viele innovative Neuerungen in der Darstellung von Depots und in der professionellen Beratung und Betreuung von Kunden, die heute als selbstverständlich gelten, wurden durch die Müller & Veith GmbH initiiert oder zumindest maßgeblich beeinflußt. Der Firmensitz der Müller & Veith GmbH wurde im Laufe der Unternehmensgeschichte von Frankfurt a. Main nach Friedberg/Hessen verlegt. 2016 entschloß ich mich, die Müller & Veith GmbH an Herrn Volker Stache zu verkaufen und konzentriere mich nun weiterhin auf das, was mir am wichtigsten ist. In der neuen Funktion als Seniorberater, stehe ich selbstverständlich weiterhin den Kunden der Müller & Veith GmbH zur Verfügung. In meinem neuen Unternehmen investment-know-how, biete ich meine 25 jährige Erfahrung im Vertrieb, Investmentbereich, Kundenberatung, Unternehmensaufbau und -optimierung und natürlich auch als Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet, in Form von Coaching, Consulting und Events im Bereich B2C und B2B an. Sprechen Sie mich dazu gerne an! Mein Lieblingszitat ist: "Du mußt das was du denkst auch wollen, du mußt das was du willst auch sagen und du mußt das was du sagst auch tun"! (Alfred Herrhausen)

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