Summa Summarum

17. Dezember 2014

Summa Summarum


MuellerVeith 24022

Bundesbankchef
Weidmann fürchtet „Sklave der Märkte“ zu werden

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/bundesbankchef-weidmann-fuerchtet-sklave-der-maerkte-zu-werden-13325205.html

 

Deutschland droht Inflationsrate von unter null

http://www.welt.de/wirtschaft/article135431841/Deutschland-droht-Inflationsrate-von-unter-null.html?wtrid=socialmedia.socialflow….socialflow_twitter

 

Nach dem Wahlsieg von Abe
Was Japan Europa lehrt

http://www.welt.de/wirtschaft/article135431841/Deutschland-droht-Inflationsrate-von-unter-null.html?wtrid=socialmedia.socialflow….socialflow_twitter

 

Bernecker

 

Hans A. Bernecker

Die Hypothese
Wohl kaum jemand kann sich zurzeit vorstellen, dass das Ölkartell der OPEC auseinanderbricht. Und doch scheint es eine ebenso logische wie beinahe zwingende Konsequenz sowohl aus politischer als auch ökonomischer Sicht.
Grundkenntnis aller Wirtschaftskenner ist: Ein Kartell hält so lange, wie sich die Mitglieder an die Regeln halten. Muss eines dieser Mitglieder, gleich aus welchem Grund, ausbrechen oder aufgeben, weil es eigene Gründe dazu zwingen, ist das Kartell zerbrochen. Die Wirtschaftsgeschichte liefert dafür jede Menge Beweise und es gibt kein Gegenbeispiel.
Ob Russland als Nicht-OPEC-Mitglied den Anstoß dazu gibt, ist gleichfalls eine Hypothese. Nicht zu bezweifeln ist, dass Russland mit der Situation an den Ölmärkten in wirtschaftliche Turbulenzen gerät. Nicht so sehr in der Wirtschaft selbst, die grundsätzlich leidensfähig ist, als in der Finanzierung des Staatshaushaltes insgesamt. Die Rubel-Baisse ist ein Teil dieser Erkenntnisse mit zwei Seiten: Zum einen der Kapitalflucht aus Russland heraus, worin russisches und internationales Kapital zusammenfällt. Wenn Geschäfte in Moskau die Preise auf Dollar umstellen, gleicht dies der Lage von 1991/92. Entscheidender ist die zweite Seite: Der öffentliche Haushalt, der sehr eng mit dem Konsumverhalten zusammenhängt, nämlich in der Zahlung von Gehältern aller Art bei einer sehr hohen Quote öffentlicher Stellen. Gleichwie:
Russland ist jederzeit in der Lage, einen Alleingang zu wagen. Das gebietet auch russischer Stolz oder Hartnäckigkeit, vielleicht auch eigene Überschätzung, aber es gehört nun mal zur russischen Politik. Nehmen wir diese hin.
Der Zerfall des OPEC-Kartells würde eine Preisbildung für Öl nach Angebot und Nachfrage ergeben. Das gab es eigentlich noch nie, weil die Preise bis zur Ölkrise 1973 ebenso fragwürdig waren wie diejenigen danach. Der aktuelle Preis ist immer noch ein Diktatpreis der OPEC und die Frage ist: Läge er nach einem Zerfall des Kartells deutlich höher oder deutlich niedriger?
In diesem Fall entscheiden das Angebot, die Menge und der Preis im Zuge des schon beschriebenen Theorems der Elastizitäten. Z.B. die Elastizität des Preises auf das Angebot oder die Nachfrage und umgekehrt die Elastizität des Angebotes oder der Nachfrage auf den Preis. Jeder Ökonom kennt dieses Marktspiel, insbesondere die Marketing-Leute.
Käme es zu diesem Zerfall, verschieben sich sämtliche bisherigen Gewichte erheblich. Bewusst einfach formuliert: Alle Ölförderer, insbesondere die Araber, verlieren massiv an Geld, wirtschaftlicher Kraft und politischem Einfluss. Dazu kann sich jeder seine eigenen Vorstellungen machen. Ferner:
Das Verhalten aller Investoren der Welt verändert sich in gleicher Form. Es bilden sich umfangreiche neue Gesichtspunkte gemäß den wirtschaftlichen Potenzialen. Wer dabei Gewinner oder Verlierer wird, wird sich erst schrittweise erkennen lassen. Ähnlich wie ab 1973/74, woran sich der eine oder andere noch erinnern kann. Wichtig zu wissen ist:
Ein künstlicher Preis wirkt wie eine Steuer auf alle, ähnlich wie beispielsweise der Soli oder die Ökosteuer in Deutschland. Fällt diese Zahlung weg, wirkt das exakt genauso wie eine Steuersenkung. Ebenfalls unterschiedlich im Sektor der Investitionen wie des Konsums oder auch des Finanzgebarens der Institutionen, die davon betroffen sind. Dass eine solche Steuersenkung jedoch hinreichend klare Entlastungen für die gesamte Weltwirtschaft bringt, ist ebenso klar.
Das Thema aktuell zu spielen, ist wahrscheinlich noch zu früh. Es empfiehlt sich jedoch, frühzeitig darüber nachzudenken und die Weichen zu stellen. Der Rückblick ist bekannt:
Die Vorgaben des OPEC-Kartells lasteten 40 Jahre lang auf der Weltwirtschaft in allen Varianten. Nach dieser langen Zeit kann sich kaum jemand vorstellen, wie eine solche „Steuersenkung“ wirken wird. Es empfiehlt sich deshalb, vorauszudenken.

 

BÖRSE FRANKFURT
Dax beendet Handel mit furiosem Endspurt

http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/marktberichte/boerse-frankfurt-dax-beendet-handel-mit-furiosem-endspurt/11123780.html

 

 

Rubel-Gold

 

Why You Should Care About The Collapsing Russian Ruble

http://www.huffingtonpost.com/2014/12/16/russia-ruble-collapse_n_6333546.html?ncid=fcbklnkushpmg00000015

 

Leere Geldautomaten, Panikkäufe – Russen trauen dem Rubel nicht

http://www.wsj.de/nachrichten/SB12096357918852044289404580342211979938940

 

Die US-Notenbank Fed entscheidet heute über die Weiterentwicklung ihrer Geldpolitik
USA
· Der US-Markt hat am Dienstag nach einem volatilen Handel im Minus bei 1972 Punkten geschlossen (S&P: -0,85%). Energy (+0,7%), Industrials (+-0,0%) und Telcos (+-0,0%) waren die besten Sektoren, während Cons Disc (-1,6%), Tech (-1,5%) und Healthcare (-1,3%) hinter der Gesamtmarktentwicklung blieben. Die Volumina lagen +25% über dem 10-Tages- und +34% über dem 30-Tagesdurchschnitt.
· Ein Fed Regulator warnt, dass US Banken die Vorrausetzungen bei der Vergabe von Krediten an Unternehmen und Konsumenten wieder gelockert haben, was Risiken ins Finanzsystem zurück bringt. WSJ – 17.12.14
· Jeb Bush, Bruder von George W. Bush und Ex-Gouverneur von Florida, will bei den nächsten Wahlen als Präsidentschaftskandidat antreten. HB – 16.12.14
· Die US Baubeginne sind im November um 1,6% gefallen, auf saisonal adjustiert 1.045 Mio. Baubeginne. RTRS – 16.12.14
· Apple (AAPL) hat wegen der Wirtschaftskrise in Russland den dortigen Verkauf über das Internet eingestellt. Grund seien die extremen Schwankungen des Rubel. Apple überarbeitet nun seine Preisgestaltung. HB – 16.12.14
· Global Markets Daily: EM FX into the Fed. GS – 16.12.14
· US Daily: Q&A on the December FOMC Meeting. GS – 17.12.14
· Heutige Makrodaten (Konsensus): CPI (-0,1% mom), CPI (+1,4% YoY), Current Account Balance (-$97,5bn).

ASIEN/EM
· Nikkei: +0,4%; Hang Seng: -0,2%; Shanghai: +0,6%.
· Trotz der Zinserhöhung der russischen Zentralbank hat der Rubel gestern zeitweise um bis zu 20% gegenüber dem US-Dollar abgewertet. Innerhalb des Landes gibt es eine enorme Nachfrage nach ausländischen Währungen. Ausländische Unternehmen wie zum Beispiel Ikea oder Renault erhöhen die Preise für ihre Produkte in Russland. WSJ – 17.12.14
· Das Handelsbilanzdefizit in Japan lag im November bei JPY891,9 Mrd. (Kons.: JPY1000 Mrd.). Die Exporte sind um 4,9% yoy und damit zum 3. Monat in Folge angestiegen. GS – 16.12.14
· Verschiedene Ökonomen gehen laut BBG davon aus, dass die Geldpolitik der Bank of Japan in der aktuellen Form weitergeführt und nicht vor Ende von Kuroda’s Amtzeit im April 2018 aufgehoben wird. BBG – 17.12.14
· Die Exporte (exklusive Öl) in Singapur sind im November um 1,6% yoy gestiegen (Kons: +3,9%). Der Anstieg war primär von pharmazeutisches Produkten getrieben. GS – 16.12.14
· EM Macro Daily: Russia, EM assets and the Fed. GS – 16.12.14

EUROPA
· Griechenlands Parlament wählt heute im ersten Wahlgang den Präsidenten. Die aktuelle Koalition kontrolliert 155 von 300 Sitzen und bräuchte in den ersten beiden Wahlgängen (17 & 23 Dez) mindestens 200 Stimmen. Im dritten Wahlgang (29 Dez) reichen 180 Stimmen.
· Philips kauft Volcano für $18 pro Aktie bzw. $1,2Mrd; der gestrige Schlusskurs lag bei $11,49; der Kauf soll ab 2017 den Gewinn pro Aktie erhöhen.
· Technip hat einen €100Mio “Onshore-Auftrag” in Indien gewonnen. Statement
· RBS wird im Rahmen der globalen Neuaufstellungen die Handelsaktivitäten in Japan beenden. BBG – 17.12.14
· Bouygues plant eine Partnerschaft mit Spotify und will diese ab 2015 offerieren, schreibt „Les Echos“. LE – 17.12.14
· CRH, Blackstone & CVC seien an einem Kauf der Holcim/Lafarge Assets interessiert. Der Kaufpreis liegt bei circa €6Mrd, schreibt Reuters. RTRS – 16.12.14
· Alstom steht vor einer Einigung mit dem US-Justizministerium. Als Strafzahlung sind $700Mio im Gespräch, berichtet Bloomberg. BBG – 16.12.14
· Heute kommen Inflationszahlen aus der Eurozone (11Uhr).

 

Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag!

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Über Bernd Veith

Im Jahr 2016 blicke ich auf eine 25 jährige Erfahrung im Investmentbereich zurück. Nach meiner Ausbildung zum Kaufmann und Abschluss des allgemeinen wirtschaftlichen Abiturs, studierte ich zunächst an der Justus Liebig Universität in Gießen Psychologie. 1991 begann ich meine Laufbahn im Investmentbereich bei der Tecis Holding AG in Hamburg. Nach dem Aufbau einer Vertriebskoordination für die Cato GmbH, einem Unternehmen der Tecis Holding AG, in Lich, Hessen, machte ich mich 1995 mit einer Investmentberatung für Privatkunden und Unternehmen in Frankfurt selbständig und gründetet 1998 zusammen mit Michael Müller die Müller & Veith GmbH in Frankfurt. Die Müller und Veith Investmentfonds Beratungs GmbH etablierte sich schnell als eines der führenden Unternehmen und Spezialist in Beratung sowie Execution von offenen Investmentanlagen für private sowie institutionelle nationale wie internationale Mandate. Viele innovative Neuerungen in der Darstellung von Depots und in der professionellen Beratung und Betreuung von Kunden, die heute als selbstverständlich gelten, wurden durch die Müller & Veith GmbH initiiert oder zumindest maßgeblich beeinflußt. Der Firmensitz der Müller & Veith GmbH wurde im Laufe der Unternehmensgeschichte von Frankfurt a. Main nach Friedberg/Hessen verlegt. 2016 entschloß ich mich, die Müller & Veith GmbH an Herrn Volker Stache zu verkaufen und konzentriere mich nun weiterhin auf das, was mir am wichtigsten ist. In der neuen Funktion als Seniorberater, stehe ich selbstverständlich weiterhin den Kunden der Müller & Veith GmbH zur Verfügung. In meinem neuen Unternehmen investment-know-how, biete ich meine 25 jährige Erfahrung im Vertrieb, Investmentbereich, Kundenberatung, Unternehmensaufbau und -optimierung und natürlich auch als Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet, in Form von Coaching, Consulting und Events im Bereich B2C und B2B an. Sprechen Sie mich dazu gerne an! Mein Lieblingszitat ist: "Du mußt das was du denkst auch wollen, du mußt das was du willst auch sagen und du mußt das was du sagst auch tun"! (Alfred Herrhausen)

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