Summa Summarum

16. September 2014

Summa Summarum


House pricing

 

BÖRSENWEISHEIT
Ruhiger schlafen dank Anleihen? Von wegen!

http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anleihen/boersenweisheit-ruhiger-schlafen-dank-anleihen-von-wegen/10693814.html

 

Here’s Your Complete Preview Of This Week’s Big Economic Events

Read more: http://www.businessinsider.com/monday-scouting-report-september-15-2014-2014-9#ixzz3DQGyXl1z

 

Has-Indexing-Gotten-Too-Big?

http://www.ritholtz.com/blog/2014/09/vanguard-has-indexing-gotten-too-big/

 

Bernecker

 

Hans A. Bernecker: Nervositäten!

An der Reaktion der Gegner ist am besten abzulesen, wie man selbst im Wettkampf steht. Das gilt für Fußball ebenso wie für Tennis oder auch Formel 1.

Die AfD steht jetzt im Mittelpunkt der deutschen Diskussionen. Durchschnittlich 10 bis sogar 12 % der Stimmen sind ein bemerkenswertes Resultat und nicht von der Hand zu weisen. In den Medien werden dafür die tollsten Formulierungen verwendet, am frechsten natürlich von jenen, die offensichtlich die größten Verlierer sind und etwas vorsichtiger von jenen, die demnächst vielleicht gezwungen sein werden, an den Verhandlungstisch zu treten. Eine objektive Haltung ist in dieser Situation schwierig oder wird missverstanden. Versuchen wir es:

10 % und etwas mehr sind mehr als ein Protest. Insbesondere, wenn sie in mehreren verschiedenen Wahlen erzielt wurde. Soweit bisher analysiert, insbesondere in Sachsen, haben sämtliche Parteien an die neue Partei verloren. Eine Zuordnung nach Farben ist deshalb nicht schlüssig oder unsinnig.

Die AfD fing als Anti-Euro-Partei an, hat aber ihr Programm erweitert und drückt damit das aus, was den Wählern offensichtlich auf den Nägeln brennt oder sie interessiert und mit Klientel oder Farbe nichts zu tun hat.

Ob links oder rechts ist zu kurz gegriffen. Eine Partei, die von der SPD oder den Linken Zulauf erhält, aber gleichzeitig auch von den konservativen Parteien und der inzwischen wohl gestorbenen FDP, rückt in eine andere Stellung, die neu zu definieren sein wird.

Das Thema Euro-Währung/Europaland steht nicht mehr unmittelbar im Vordergrund. Es ist für den Normal-Wähler zurzeit auch zu kompliziert, um richtig eingeordnet zu werden. Sehr wahrscheinlich ist jedoch ein Unbehagen darüber, was sich mit der jüngsten EU-Regierung abzeichnet und von der EZB bereits beschlossen wurde. In jedem Fall geht es um eine Art Preis oder Aufwand, der insbesondere von Deutschland zu tragen sein wird, um die Nachbarländer irgendwie aufzufangen, zu stabilisieren oder gar zu dynamisieren. Jeder Deutsche, ob Mann oder Frau, kann das nachfühlen.

Protestparteien gab es in Deutschland schon einmal. Das war vor gut 90 Jahren, in einem politischen Tohuwabohu der Meinungen, dem zu dieser Zeit keine Partei etwas entgegenzusetzen hatte oder bot. Es gab ein Wirrwarr von Ansichten darüber, wie sich Deutschland im Europa-Verbund aufstellen müsste.

Aus dieser Bewegung entstand letztlich ein Desaster. Das ist nicht zu diskutieren. Hier wird nur erklärt, aus welcher Situation heraus Protestparteien entstehen. Wird eine solche Partei demagogisiert, wird es gefährlicher. Kann sie in der Parteienlandschaft vernünftig eingebunden werden, so kann sie auch konstruktiv mitarbeiten. Woran?

Jede etablierte Partei im Bundestag ist fest in die bisherige Politik eingebunden. Der Fraktionszwang führt dazu, dass kein Mitglied des Bundestages aus der Reihe tanzen darf. Bestenfalls mit einer Bemerkung oder einem Interview mit anschließender Zurücknahme oder Kommentierung. Aber bekannt ist ebenfalls in Berlin:

Die Meinungen von Abgeordneten gehen weiter auseinander, als jeder auch nur zu denken bereit ist. Das ist der Ansatz für Protestparteien.

Einige der Führungspersönlichkeiten sind fast jedem bekannt, so auch mir. Teilweise aus der Wissenschaft, teilweise aus der Politik und ich kenne die persönlichen Ansichten, die seit vielen Jahrzehnten gewachsen sind. Mit Farbe oder ähnlichen Klischees lässt sich das nicht erklären. Der wichtigste Vertreter im Europa-Parlament gehörte zu den vier Professoren, die 1999/2000 die berühmte Klage gegen den Euro beim Bundesverfassungsgericht eingereicht hatten, die bekanntlich abgewiesen wurde. Der Text dieser Klage ist im Internet noch immer verfügbar. Darin wurde theoretisch sauber formuliert, warum der Euro in dieser Form nicht funktionieren kann oder zu welchen Folgen er führt. Bis auf den letzten Punkt ist dies inzwischen eingetroffen. Was nun?

Die Realitäten sind nun einmal nicht zu leugnen. Egal, wie man zu Europa steht. Jetzt stehen wir vor der Situation, den Preis zu zahlen, und das berührt jeden Deutschen irgendwo, irgendwann und irgendwie. Dabei geht es nicht nur um Geld, sondern um vielfältige Begleiterscheinungen, die zusammen einen Unmut auslösen, der in einer Protesthaltung mündet.

 

USA
· Der US-Markt hat am Montag leicht im Minus bei 1984 Punkten (S&P: -0,1%) geschlossen. Energy (+0,7%), Cons Staples (+0,4%) und Telecoms (+0,4%) waren die besten Sektoren, während Info Tech (-0,6%), Cons Disc (-0,4%) und Healthcare (-0,3%) hinter der Gesamtentwicklung zurückblieben. Die Volumina lagen 9% über dem 10-Tages- und 17% über dem 30-Tagesdurchschnitt.
· Die USA schicken 3000 Helfer in die Ebola-Region. HB – 16.9.14
· Die USA weiten ihre Luftangriffe auf die Terrormiliz IS auf eine Region nahe Bagdad aus. HB – 16.9.14
· Der größte öffentliche U.S. Pensionsfonds Calpers baut seine $4 Mrd. Hedgefonds Investments vollständig ab. WSJ – 15.9.14
· GM (GM) räumt weitere Todesfälle im Zusammenhang mit Unfällen durch defekte Zündschlösser ein. Bislang beziffert der Autohersteller die Zahl der Todesfälle auf 19, Kritiker sprechen von mehr als 100. HB – 15.9.14
· Boeing (BA) erscheint gut positioniert einen mehrere Milliarden US-Dollar umfassenden NASA-Auftrag zur Beförderung von Astronauten in und aus dem Orbit zu erhalten. WSJ – 15.9.14
· Microsoft (MSFT) kauft für $2,5 Mrd. den Hersteller des Videospiels Minecraft. Die Firmengründer werden allerdings in Zukunft nicht mehr bei der Spieleschmiede arbeiten. WSJ – 15.9.14
· Citigroup (C) und andere amerikanische Banken geben weitere Details ihrer Stresstests bekannt, die sie in Vorbereitung des FED Stresstest im nächsten Jahr durchgeführt haben. WSJ – 15.9.14
· Citigroup (C) kommt einem Verkauf bzw. einem Spin-off seines Sub-Prime Geschäftsbereichs OneMain Financial näher. WSJ – 15.9.14
· Sears (SHLD) leiht sich $400 Mio. vom Hedgefonds seines CEO´s Edward Lampert. Die Kapitalspritze ist für das Weihnachtsgeschäft notwendig, nachdem das Unternehmen seine Barreserven während des Sommers aufgebraucht hat. WSJ – 15.9.14
· Die Tesla (TSLA) Aktie bricht am Montag um 9,6% ein. WSJ – 15.9.14
· US Daily: Q&A on „Why Renege Now?“. GS – 15.9.14
· Heutige Makrodaten (Konsensus): US PPI Final Deman MoM (0,0%) und Net Long-term TIC Flows ($25,0 Mrd.)

ASIEN/EM
· Die asiatischen Indizes notieren heute schwächer: Nikkei: -0,20%; Hang Seng: -0,08%; Shanghai: -0,13% (7:54 Uhr).
· Die Reserve Bank of Australia gibt in den Protokollen einer Sitzung eine unveränderte Cash-Rate von 2,5% bekannt. RBA – 16.9.14
· Die Börse in Hongkong blieb zunächst bis 13 Uhr lokaler Zeit wegen eines Taifuns geschlossen. RTRS – 16.9.14
· Laut Research-Berichten könnte China seine Goldreserven erhöhen, da die Goldquote im Vergleich zu den Fremdwährungsreserven und zu entwickelten Ländern niedrig ist (1,1%). Seit 2009 wurden keine Änderungen bekanntgegeben. BBG – 16.9.14
· EM Macro Daily: On why bad news about inflation is not necessarily good news for EM FX GS – 16.9.14

EUROPA
· Die EZB will die im Stresstest geprüften Banken zu weitgehenden Vertraulichkeitsvereinbarungen verpflichten. Den Banken geht dieser „Maulkorb“ zu weit. Wir sind besorgt über die unbegrenzte Gültigkeit der Erklärung“, heißt es in einem Schreiben der „Deutschen Kreditwirtschaft“. Der Verband fordert, dass alle Vertraulichkeitsvereinbarungen erlöschen, sobald die EZB das Stresstestergebnis offiziell verkündet hat. HB – 16.9.14
· Schweden steht nach dem Wahlsieg der Sozialdemokraten vor einer schwierigen Regierungsbildung. Zwar ging das Mehrparteienbündnis mit insgesamt 43,6 % als Sieger aus der Parlamentswahl hervor, doch zu einer absoluten Mehrheit reichte es nicht. Hauptgrund ist der Triumph der rechtspopulistischen Schwedendemokraten, die auf 13% der Stimmen kamen. WSJ – 16.9.14
· Anheuser-Busch Inbev führt mit Banken Gespräche über eine Finanzierung zum Kauf des Rivalen SABMiller. Das berichtet eine mit dem Vorgang vertraute Person. Ein Deal könnte ein Volumen von rund GBP75 Mrd. oder etwa €94,3 Mrd. haben. WSJ – 16.9.14
· TRW hat seiner Übernahme durch ZF Friedrichshafen zugestimmt. Wie beide Unternehmen am Montag mitteilten erhalten TRW-Anteilseigner eine Barabfindung von $105,60 je Aktie. Inklusive der zu übernehmenden Schulden wird TWR mit rund $13,5 bewertet. WSJ – 16.9.14
· Orange bietet €3,33 Mrd. bietet für den spanischen Internet- und Mobilfunkkonzern Jazztel. Jazztel erklärte am späten Montagabend in, ein Bargeldangebot für 100 Prozent des Unternehmens zum Preis von €13 Euro je Aktie erhalten zu haben. Jazztels Verwaltungsratschef Leopoldo Fernández Pujals hat sich schon bereit erklärt, seinen Anteil an Jazztel in Höhe von 14,48% an Orange zu verkaufen. WSJ – 16.9.14,
· Air France-KLM rechnet wegen des Pilotenstreiks beim französischen Teil des Konzerns auch am Dienstag mit Chaos und warnte davor, dass der Arbeitskampf die Ergebnisse belasten könne. WSJ – 16.9.14
· Bei der Deutschen Lufthansa wird am morgigen Dienstag doch nicht gestreikt. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit kündigte an, den angekündigten Arbeitskampf nicht durchzuführen. WSJ – 16.9.14
· Heutige Makrodaten: ZEW-Konjunkturerwartungen Sep (11:00)

 

Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag!

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Über Bernd Veith

Im Jahr 2016 blicke ich auf eine 25 jährige Erfahrung im Investmentbereich zurück. Nach meiner Ausbildung zum Kaufmann und Abschluss des allgemeinen wirtschaftlichen Abiturs, studierte ich zunächst an der Justus Liebig Universität in Gießen Psychologie. 1991 begann ich meine Laufbahn im Investmentbereich bei der Tecis Holding AG in Hamburg. Nach dem Aufbau einer Vertriebskoordination für die Cato GmbH, einem Unternehmen der Tecis Holding AG, in Lich, Hessen, machte ich mich 1995 mit einer Investmentberatung für Privatkunden und Unternehmen in Frankfurt selbständig und gründetet 1998 zusammen mit Michael Müller die Müller & Veith GmbH in Frankfurt. Die Müller und Veith Investmentfonds Beratungs GmbH etablierte sich schnell als eines der führenden Unternehmen und Spezialist in Beratung sowie Execution von offenen Investmentanlagen für private sowie institutionelle nationale wie internationale Mandate. Viele innovative Neuerungen in der Darstellung von Depots und in der professionellen Beratung und Betreuung von Kunden, die heute als selbstverständlich gelten, wurden durch die Müller & Veith GmbH initiiert oder zumindest maßgeblich beeinflußt. Der Firmensitz der Müller & Veith GmbH wurde im Laufe der Unternehmensgeschichte von Frankfurt a. Main nach Friedberg/Hessen verlegt. 2016 entschloß ich mich, die Müller & Veith GmbH an Herrn Volker Stache zu verkaufen und konzentriere mich nun weiterhin auf das, was mir am wichtigsten ist. In der neuen Funktion als Seniorberater, stehe ich selbstverständlich weiterhin den Kunden der Müller & Veith GmbH zur Verfügung. In meinem neuen Unternehmen investment-know-how, biete ich meine 25 jährige Erfahrung im Vertrieb, Investmentbereich, Kundenberatung, Unternehmensaufbau und -optimierung und natürlich auch als Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet, in Form von Coaching, Consulting und Events im Bereich B2C und B2B an. Sprechen Sie mich dazu gerne an! Mein Lieblingszitat ist: "Du mußt das was du denkst auch wollen, du mußt das was du willst auch sagen und du mußt das was du sagst auch tun"! (Alfred Herrhausen)

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