Summa Summarum

19. April 2013

Summa Summarum


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QE3…………………QE ∞

Summa Summarum vom 24.07.2012

Prof. Norbert Walter(+): Wenn Italien und Spanien fallen, reden wir nicht mehr über eine Rettung, sondern über Verhältnisse wie nach dem 2. Weltkrieg und das bedeutet LASTENAUSGLEICH! (RIP)

Euroselbsthilfegruppe oder “Die Italienische Währungsunion”

George Soros für Euro-Bonds – oder den Austritt Deutschlands

Eigentlich verdient George Soros den Karls-Preis für seinen an der Frankfurter Goethe-Uni verkündeten Rat, Deutschland solle entweder die anfallenden Mehrkosten für das Krisenmanagement der Euro-Zone übernehmen – 320 bis 350 Milliarden Euro Zinsen für die dafür benötigten „Euro-Bonds“ – oder ganz aus der Euro-Zone austreten.

Ein genialer Vorschlag des erfolgsverwöhnten US-Hedgefonds-Managers. Denn wer hat ein Geschäftsinteresse daran, daß der Euro „gerettet“ wird? Der Finanzsektor, der um seine in den Euro-Sand gesetzten Bilanzmilliarden fürchtet. Ein Teil des deutschen Exportsektors, dem schon die harte D-Mark ein Horror war und der den weichen Euro liebt wie eine steuerliche Ausfuhrsubvention. Nicht zu vergessen die EU-Granden, denen ohne Euro alle Fälle wegschwimmen: Position, Karriere, Zukunft.

Sie alle müssen Soros beide Füße küssen. Denn entweder wird der Euro mit deutschem Geld gerettet, wenn zwei Drittel der geplanten Euro-Bonds von Deutschland übernommen werden und die Politik in das vom Bundesverfassungsgericht verbotene Projekt einwilligt. Oder aber, wenn Deutschland die Euro-Zone verläßt, dann gibt es ein opulentes „Geschenk“ frei Haus geliefert: die Abwertung des Euro. Denn ohne die deutschen Leistungsbilanzüberschüsse und mit den anschwellenden Defiziten der Rest-Euro-Zone wird der Wechselkurs des Euro in den Orkus abrutschen.

»Ein Teil des deutschen Exportsektors liebt den Euro eine Ausfuhrsubvention.«

Aber merkt Soros nicht, wie er sich so selbst entlarvt? Denn in Wahrheit sagt er: Schuld am Euro-Desaster sind die (mit und ohne Deutschland) total falschen Wechselkurse innerhalb der Euro-Zone und folglich auch nach Außen. Es ist die reale Überbewertung des griechischen oder des französischen Euros, die dort die Defizite, Überschuldungen und Krisen hervorruft, während umgekehrt die nominale Unterbewertung des deutschen Euro den Exporterfolge nachhilft.

Aber die Konsequenz, die Soros aus diesem Befund zieht, könnte für Europas Zukunft nicht destruktiver sein: Er will diesen Zustand zementieren. Ob Euro-Bonds oder Austritt – die inneren Ungleichgewichte der Euro-Zone bleiben bestehen, die Konflikte nehmen zu, entweder auf Kosten Deutschlands (mit Euro-Bonds) oder auf Kosten der Auslandsgläubiger, die – im Gegensatz zu den Inlandsgläubigern – die Abwertung des Euro verkraften müssen.

Und wo liegt Soros’ Investoreninteresse an der einen oder anderen Variante? Man sähe es sofort, wenn der Hedgefonds-Managers Einblick in seine Bücher und strategischen Planungen gewährte: seinen Eigenbestand an Schrottanleihen der Euro-Krisenländer und seine Planspiele für künftige (Termin-)Geschäfte mit ihnen. Entweder er verdient – Plan A – über deren Kursanstieg nach Ausgabe der Eurobonds oder – Plan B – an deren Kursverfall, wenn Deutschland die Euro-Zone verläßt und er diese Papiere am Fälligkeitstag zum Nennwert einlöst – ein Muster, mit dem Soros 1992 einen Milliardengewinn bei der Abwertung des britischen Pfundes machte. (Prof. Dr. Wilhelm Hankel)

 

USA
  • Der S&P handelte nach schwächeren Quartalsergebnissen leicht negativ (S&P: -0,7%). Telecom (+1,1%), Energy (+0,7%) und Utilities (+0,4%) waren die stärksten Sektoren, während Info Tech (-1,4%), Healthcare (-1,2%) und Cons Disc (-1,2%)  hinter der Gesamtmarktentwicklung blieben. Die Volumina lagen 16% über dem 10-Tages- und 23% über dem 30-Tagesdurchschnitt.
  • Die AMG Fund Flows berichten Netto-Zuflüsse von $1,1Mrd in Aktienfonds bzw. unter Berücksichtigung von ETFs netto Zuflüsse von $2,7Mrd.
  • IBM veröffentlichte Q1 Quartalszahlen mit einem Umsatz von $23,41 Mrd und verpasste damit leicht die Erwartung von $24,62Mrd. Software und Services, aber vor allem Hardware verkaufte sich im ersten Quartal schlechter. Nachbörslich handelte die Aktie bei -4,3%. HB – 19.4.13
  • Microsoft veröffentlichte Q1 Umsätze von $20,5Mrd und trifft damit die Erwartungen der Analysten. EPS überraschten mit $0,72 positiv (vs. Cons $,67). Die Windows-Sparte wuchs dieses Quartal nicht und machte Hoffnungen auf eine Verbesserung der Windows-8-Verkäufe zunichte. Die Aktie indiziert nachbörslich +2,9%. HB – 19.4.13
  • Google veröffentlichte nachbörslich seinen Umsatz & non-GAAP EPS von $13,97Mrd und $11,58 verglichen mit den Erwartungen $14,32Mrd & $10,67. Eine Herausforderung bleibt es den eingekauften Smartphone-Hersteller Motorola zum Erfolg zu machen. Nachbörslich handelt Google +1,4%.HB – 18.4.13
  • Lenovo wird als wahrscheinlicher Käufer der IBM Sparte für „low-end Server“ gehandelt. BB – 19.4.13
  • J.C. Penney trennt sich von zwei weiteren Führungskräften: Chief Operating Officer Michael Kramer und Chief Talent Officer Daniel. BB – 19.4.13
  • Chipolte konnte seinen Umsatz im ersten Quartal um 13% auf $726.8mn steigern und blieb damit nur leicht hinter den Schätzungen von $724.7Mio zurück. BB – 19.4.13
  • US Daily: An Update of Yellen’s Optimal Control Simulations 
  • Heutige werden keine wichtigen Makrodaten veröffentlicht.
 
ASIEN/EM
  • Die asiatischen Aktienmärkte handeln insgesamt fester nachdem das staatliche Wirtschaftsinstitut in China noch dieses Jahr eine Erholung des Wachstums erwartet. (SHCOMP: +1,20%, Nikkei: +0,67%)
  • Der japanische Finanzminister bekräftigte noch einmal dass die Maßnahmen der Notenbank der Preisstabilität dienen und diese auf dem G20-Treffen akzeptiert wurden. BBG – 19.04.2013
  • Gleichzeitig sagt der Finanzminister von Südkorea dass der schwache Yen eine größere Bedrohung für die Wirtschaft darstellt als der Konflikt mit Nord Korea. BBG – 19.04.2013
  • Lenovo zeigt Interesse an einer Übernahme des (low-end) Server-Geschäfts von IBM. BBG – 19.04.2013
  • Toyota plant zukünftig in den USA Lexus-Modelle zu produzieren. BBG – 19.04.2013
  • Emerging Markets Macro Daily: The large bounce back in capital inflows to China 
 
EUROPA
  • In Italien sind die beiden ersten Versuche zur Wahl eines Nachfolgers für Präsident Napolitano gescheitert. Der dritte Wahlgang soll am Freitagvormittag, ein möglicher vierter Wahlgang dann am Nachmittag stattfinden. Bersani kommt zudem heute Morgen mit seinen Parteikollegen zusammen, um die Kandidatenwahl nochmal zu reflektieren. FAZ – 18.4.13
  • Portugals Budgetminister Sarmento sagte gestern, dass ausreichend Möglichkeiten gefunden worden sein, um das €1,3Mrd Defizit zu decken. Genauere Angaben zu den Ausgabenkürzungen sind noch nicht bekannt. Portugals Verfassungsgericht hatte einen Teil der ursprünglichen Einsparungen zuvor für verfassungswidrig erklärt. WSJ – 18.4.13
  • Der Bundestag hat gestern den Finanzhilfen für Zypern zugestimmt. Kommende Woche stimmt das Parlament in Zypern zu den Plänen ab. WSJ – 18.4.13
  • Deutsche Bank: Die Finanzaufsicht BaFin wird die Prüfung im Skandal um Zinsmanipulationen noch einmal intensivieren, berichtet Reuters. RTRS – 19.4.13
  • Beiersdorf kommt mithilfe neuer Produkte im wichtigen China-Geschäft voran. „Wir gewinnen seit Anfang des Jahres in China Marktanteile – vor allem im Bereich Haarpflege“, sagte CEO Heidenreich. RTRS – 18.4.13
  • SAP berichtet einen 1Q Nettogewinn von €689Mio vs. €560Mio; operativer Gewinn €901Mio vs. €987Mio; operative Gewinnmarge bei 24,8% vs. 25,9%; Software Umsätze €657Mio vs. €726Mio; HANA Umsätze €86Mio vs. €88Mio; die Guidance für das Gesamtjahr wird beibehalten.
  • L´Oreal hat gestern nachbörslich Zahlen für 1Q veröffentlicht: Umsätze €5,9Mrd leicht über den Schätzungen; organisches Wachstum +5,5% vs. +5,6%; China, USA und Brasilien wurden im Luxus-Bereich positiv hervorgehoben, lediglich in Südkorea zeigen sich Probleme; der Ausblick wurde bestätigt.
  • Schindler berichtet 1Q Umsätze bei SFr2Mrd inline mit den Erwartungen; Nettogewinn SFr166Mio vs. SFr179Mio; die Guidance wurde bestätigt.
  • Heute werden keine wichtigen Makrozahlen veröffentlicht.
****Die Vergleichszahlen für Unternehmensergebnisse sind Bloomberg Consensus

Wir wünschen Ihnen ein wunderschönes Wochenende!

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Über Bernd Veith

Im Jahr 2016 blicke ich auf eine 25 jährige Erfahrung im Investmentbereich zurück. Nach meiner Ausbildung zum Kaufmann und Abschluss des allgemeinen wirtschaftlichen Abiturs, studierte ich zunächst an der Justus Liebig Universität in Gießen Psychologie. 1991 begann ich meine Laufbahn im Investmentbereich bei der Tecis Holding AG in Hamburg. Nach dem Aufbau einer Vertriebskoordination für die Cato GmbH, einem Unternehmen der Tecis Holding AG, in Lich, Hessen, machte ich mich 1995 mit einer Investmentberatung für Privatkunden und Unternehmen in Frankfurt selbständig und gründetet 1998 zusammen mit Michael Müller die Müller & Veith GmbH in Frankfurt. Die Müller und Veith Investmentfonds Beratungs GmbH etablierte sich schnell als eines der führenden Unternehmen und Spezialist in Beratung sowie Execution von offenen Investmentanlagen für private sowie institutionelle nationale wie internationale Mandate. Viele innovative Neuerungen in der Darstellung von Depots und in der professionellen Beratung und Betreuung von Kunden, die heute als selbstverständlich gelten, wurden durch die Müller & Veith GmbH initiiert oder zumindest maßgeblich beeinflußt. Der Firmensitz der Müller & Veith GmbH wurde im Laufe der Unternehmensgeschichte von Frankfurt a. Main nach Friedberg/Hessen verlegt. 2016 entschloß ich mich, die Müller & Veith GmbH an Herrn Volker Stache zu verkaufen und konzentriere mich nun weiterhin auf das, was mir am wichtigsten ist. In der neuen Funktion als Seniorberater, stehe ich selbstverständlich weiterhin den Kunden der Müller & Veith GmbH zur Verfügung. In meinem neuen Unternehmen investment-know-how, biete ich meine 25 jährige Erfahrung im Vertrieb, Investmentbereich, Kundenberatung, Unternehmensaufbau und -optimierung und natürlich auch als Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet, in Form von Coaching, Consulting und Events im Bereich B2C und B2B an. Sprechen Sie mich dazu gerne an! Mein Lieblingszitat ist: "Du mußt das was du denkst auch wollen, du mußt das was du willst auch sagen und du mußt das was du sagst auch tun"! (Alfred Herrhausen)

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