Summa Summarum

6. Februar 2012

Summa Summarum


USA

  • Der US Aktienmarkt hat nach starken NFP und ISM non-Manufacturing Zahlen die Woche im Plus beendet (S&P: +1,5%). Die stärksten Sektoren waren hierbei Financials (+2,7%), Discretionaries (+2,0) und Energy (+1,8%), während Utilities (+0,2%), Staples (+0,4) und Healthcare (+0,5%) am schwächsten handelten. Die Volumen lagen dabei mit 10% bzw. 18% deutlich über dem 10- bzw. 30-Tagesschnitt.
  • Demokratische Senatoren arbeiten derzeit an einem Ausweichplan für den Fall, dass die Verhandlungen zu Lohnsteuerkürzungen im Kongress in den kommenden Wochen scheitern sollten. Link
  • Die US Regierung hat den Druck auf Syriens Präsident al-Assad erhöht. Man möchte neue Koalitionen schließen, um die Regentschaft des bisherigen Regimes zu beenden. Link
  • Mitt Romney hat am Samstag die Vorwahlen in Nevada mit deutlichem Vorsprung zum zweit-platzierten Newt Gringrich gewonnen. Link Link
  • US Präsident Obama hat vor erheblichen Risiken bei einem Militärschlag gegenüber dem Iran gewarnt. Laut Reuters verdeutlicht Obama damit, dass er keine weitere Eskalation des Konflikts sehen möchte. Link
  • Die weltweit größten Consumer-Products Anbieter, wie P&G und Kimberly-Clark, haben durch die Verwendung von Koupons und anderen Maßnahmen die Preise nach den vor kurzem eingeführten Preiserhöhungen wieder verringert. Laut Bloomberg zeigt diese Entwicklung auf warum die Federal Reserve sich aktuell mit einem weiteren Eingriff in Form eines QE3 schwer tut. Link
  • Boeing hat seine 787 Dreamliners nach dem Auftauchen von Mängeln in die Inspektion gerufen. Hierdurch wird es vermutlich zu Verzögerung bei der Auslieferung neuer Aufträge kommen. Link
  • MetLife wird vermutlich laut Barrons in diesem Jahr eine Erhöhung der Dividende oder einen Aktienrückkauf seinen Aktionären vorschlagen. Durch den Rückzug aus dem Bankgeschäft ist der Versicherer nun von einem geringeren regulatorischen Regelwerk betroffen.
  • AMR plant laut CEO Tom Horton den Ankauf eines Rivalen nachdem die Tochter American Airlines das Insolvenzverfahren nach Chapter 11 verlassen hat. Link
  • Heute werden keine wichtigen US Makro Zahlen veröffentlicht. Folgende Unternehmen berichten heute Quartalszahlen: Vorbörslich Sysco ($0,44 EPS), 12:00 Uhr Humana ($1,205 EPS) und nachbörslich Anadarko Petroleum ($0,626 EPS).

 

 

ASIEN

  • Die asiatischen Märkte handeln heute morgen nach den guten US Arbeitslosenzahlen am Freitag fester (SHCOMP: +0,4%, NIKKEI: +1,0%, HSI: +0,5%). Link
  • Australiens Retail Sales zeigen im Dezember mit -0,1%mom (Consensus/GS: +0,2%/+0,1%mom) ein weiterhin schwaches Momentum am australischen Retail Markt auf. GS Link
  • Russland und China haben zusammen ihr Veto zu einer UN Resolution gegenüber Syrien eingelegt. Ziel der Resolution sollte die Erleichterung eines Machtwechsels in Syrien sein. Link
  • Chinas Fluggesellschaften dürfen sich nach Regierungsangaben nicht an dem europäischen Emissionshandel beteiligen. Das europäische Programm verstoße laut Chinas Flugbehörde gegen das Regelwerk der UN für den internationalen Flugverkehr. Link
  • Chinas Wachstum wird sich laut IMF im Fall einer Verschärfung der europäischen Schuldenkrise fast halbieren. Erste Anzeichen hierzu lassen sich in den chinesischen New Year Retail Zahlen aufzeigen, die laut Chinas Wirtschaftsministerium mit einem Wachstum von 16% den geringsten Anstieg seit 2009 aufzeigen. Gleichzeitig plant Chinas Zentralbank laut Bloomberg nach fünf bzw. sechs Wochen zum ersten mal wieder die Auktion von kurzlaufenden Repurchase Kontrakten. Link Link Link
  • Irans Öl Minister hat den Tonfall zu einem unmittelbaren Stop von Ölexporten in die EU entschärft, es würde sich hierbei eher um einen „symbolischen Akt“ handeln. Link

 

 

EUROPA

  • Die Europäische Bankenaufsicht (EBA) wird im Laufe der Woche die eingereichten Kapitalpläne der Banken analysieren und zeigt sich nach FT Angaben skeptisch. So sehe die RWA Berechnung sowie der geplante Verkauf von Assets teilweise unglaubwürdig aus – insgesamt werde fast die Hälfte der Maßnahmen angezweifelt. Link
  • Die Verhandlungen in Griechenland brachten bisher keine Lösung und wurden auf heute Nachmittag vertagt, schreibt die FT. Das Land werde die Ausgaben um 1,5% des BIP (ca. 3Mrd) kürzen. Papademos habe der Troika einige Vorschläge unterbreitet und warte bis heute Mittag auf entsprechende Reaktionen. Josef Ackermann werde sich heute in Athen an den Diskussionen um den Schuldenschnitt beteiligen. Link Link Die Vorschläge eines geringeren Mindestlohns sowie eine Kürzung der Beamten-Gehälter hatte der griechische Premier abgelehnt. Link
  • Irland wird einen Teil der Privatisierungs-Erlöse in die Schaffung von Arbeitsplätzen investieren dürfen, schreibt das Handelsblatt. Damit weicht die Troika von der Forderung ab, wonach die Erlöse lediglich zur Tilgung der Schulden verwendet werden sollen. Link
  • Das EZB Expertengremium hat auf der vergangenen Sitzung mit 11 von 15 Stimmen für eine Zinssenkung der EZB gestimmt – 6 Stimmen für -50bps, 5 Stimmen für -25bps. Link
  • China Premier Jiabao hat die geplanten Hilfen für die Eurozone verteidigt und Relevanz des Markets für China unterstrichen. So sei Europa zum einen der größte Absatzmarkt und zum anderen der größte Lieferant neuer Technologien, zitiert das WSJ. Link
  • Der künftige RWE-Chef Peter Terium plant einen radikalen Sparkurs. Es soll in 2013 und 2014 über die bereits beschlossenen Kürzungen von rund €1,5Mrd hinaus ein Betrag von zusätzlich €1Mrd eingespart werden, berichtet der Spiegel. Link
  • Daimler erwägt einen Ausbau der Kooperation mit anderem Autobauern bei der Transporter-Produktion. „Wir wollen mit VW in diesem Jahr entscheiden, ob wir unsere Kooperation bei den großen Transportern fortsetzen“, sagte Transporter-Chef Mornhinweg. Als weitere Option bezeichnete er die Einbeziehung von Renault. Link
  • Siemens rechnet nach einem schwachen Start ins Jahr mit besseren Zahlen in seiner Energiesparte in den nächsten Monaten, sagte Energie-Vorstand Süß. Auch die Konzernvorgabe für die operative Gewinnmarge von 10 bis 15 Prozent werde erfüllt. Link
  • E.ON hat seine Unterstützung für das Wüstenstromprojekt Desertec bekräftigt. Ein Konzernsprecher wies am Samstag einen Bericht des Magazins „Wirtschaftswoche“ zurück, wonach E.ON einen Ausstieg aus dem Projekt erwäge. Link
  • Vodafone könnte die geplante Fusion seines griechischen Geschäfts mit dem Rivalen Wind Hellas aufgrund von Wettbewerbsbedenken stoppen müssen, berichtet die FT. Der Ausblick für einen erfolgreichen Deal habe sich seit Weihnachten verschlechtert. Link
  • BHP hat Berichte um einen potenziellen Deal eines Eisenerz Projekts in Gabun nicht kommentiert. Reuters schreibt von über 1Mrd Tonnen an zusätzlichen Ressourcen. Link
  • Deutsche Telekom will im Alleingang für die Live-Übertragungsrechte der Bundesliga bieten, schreibt Reuters. Es soll demnach keine Bietergemeinschaft geben. Link
  • Erwin Müller steuert bei Douglas auf eine Sperrminorität zu und könnte potenzielle Übernahmepläne der Gründerfamilie Kreke verhindern. Müller hält aktuell fast 11% der Douglas-Anteile, ist aber auch Halter von Optionen für weitere 15%. Link
  • TUI kann sich wie gewünscht von seinen Anteilen an der Container-Reederei Hapag-Lloyd trennen: Das Hamburger Konsortium Albert Ballin steht für die Übernahme des Tui-Pakets bereit. Link
  • GEA berichtet FY Umsätze von €5,4Mrd vs. Consensus €5,3Mrd und EBIT €475Mio vs. erwartet €449Mio.
  • Heute kommt Frankreich mit €8,5Mrd Bills an den Markt. Zudem kommen deutsche Factory Orders (12Uhr).

Wir wünschen Ihnen einen schönen Tag und eine erfolgreiche Woche!

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Über Bernd Veith

Im Jahr 2016 blicke ich auf eine 25 jährige Erfahrung im Investmentbereich zurück. Nach meiner Ausbildung zum Kaufmann und Abschluss des allgemeinen wirtschaftlichen Abiturs, studierte ich zunächst an der Justus Liebig Universität in Gießen Psychologie. 1991 begann ich meine Laufbahn im Investmentbereich bei der Tecis Holding AG in Hamburg. Nach dem Aufbau einer Vertriebskoordination für die Cato GmbH, einem Unternehmen der Tecis Holding AG, in Lich, Hessen, machte ich mich 1995 mit einer Investmentberatung für Privatkunden und Unternehmen in Frankfurt selbständig und gründetet 1998 zusammen mit Michael Müller die Müller & Veith GmbH in Frankfurt. Die Müller und Veith Investmentfonds Beratungs GmbH etablierte sich schnell als eines der führenden Unternehmen und Spezialist in Beratung sowie Execution von offenen Investmentanlagen für private sowie institutionelle nationale wie internationale Mandate. Viele innovative Neuerungen in der Darstellung von Depots und in der professionellen Beratung und Betreuung von Kunden, die heute als selbstverständlich gelten, wurden durch die Müller & Veith GmbH initiiert oder zumindest maßgeblich beeinflußt. Der Firmensitz der Müller & Veith GmbH wurde im Laufe der Unternehmensgeschichte von Frankfurt a. Main nach Friedberg/Hessen verlegt. 2016 entschloß ich mich, die Müller & Veith GmbH an Herrn Volker Stache zu verkaufen und konzentriere mich nun weiterhin auf das, was mir am wichtigsten ist. In der neuen Funktion als Seniorberater, stehe ich selbstverständlich weiterhin den Kunden der Müller & Veith GmbH zur Verfügung. In meinem neuen Unternehmen investment-know-how, biete ich meine 25 jährige Erfahrung im Vertrieb, Investmentbereich, Kundenberatung, Unternehmensaufbau und -optimierung und natürlich auch als Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet, in Form von Coaching, Consulting und Events im Bereich B2C und B2B an. Sprechen Sie mich dazu gerne an! Mein Lieblingszitat ist: "Du mußt das was du denkst auch wollen, du mußt das was du willst auch sagen und du mußt das was du sagst auch tun"! (Alfred Herrhausen)

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2 Kommentare - “Summa Summarum”

  1. Timo Sagt:

    Gefaellt mir gut die Seite. Gute Themenwahl.

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