Summa Summarum

27. September 2011

Summa Summarum


  • US Aktien legten gestern deutlich zu (S&P500 +2,3%)
    und reagierten damit auf gute Vorgaben aus Europa und Medienberichte, dass der Rettungsfonds EFSF durch Kreditaufnahme bei der EZB aufgestockt werden könnte um Banken zu rekapitalisieren. Zykliker und Finanzwerte waren die stärksten Gewinner: Financials +4,5%, Energy +3,5%, Materials +3%. Defensives und Tech gehörten zu den relativen Verlierern: Utilities +0,8%, IT +1,3%.

Was ist der EFSF, was sind seine Aufgaben: http://www.handelsblatt.com/politik/international/zentrale-fragen-zum-euro-rettungsschirm/4650184.html

Asiatische Aktien können sich erholen (Nikkei +2%, SHCOMP +0,3%, Hang Seng +2,4%) und folgen damit den positiven Vorgaben aus den USA und Europa. Gold erholt sich ebenfalls auf $1637 nachdem es gestern bis unter $1550 gefallen war. Brent-Öl steigt auf $105 nachdem es gestern zwischenzeitlich unter $102 handelte.

Gold: Trotz der Kapriolen an den Papiermärkten ist die physische Nachfrage fast auf Rekordständen. Sie ist sogar so hoch, dass Internetseiten von Edelmetallverkäufern zeitweilig zusammenbrachen. Pro Aurum: Über 99 Prozent der Kunden sind derzeit auf der Käuferseite. Dies bekräftigt meine These, dass lediglich die Spekulanten aus dem Markt gingen, die nicht wírklich Gold besitzen, sondern Wetten darauf abschließen. Gold und Silber bleiben weiterhin hoch interessant.

Chinas Bauunternehmen könnten laut S&P in Liquiditätsnöte geraten, sollte es zu einem 30% Umsatzeinbruch im nächsten Jahr kommen. Ein solches Szenario sei allerdings unwahrscheinlich so S&P.

CNBC berichtete gestern von konkreten Plänen zur Stärkung des EFSF. Demnach sollen Banken aus dem EFSF zusätzliches Kapital erhalten. Darüber hinaus soll nach Angaben des Senders aus EFSF Mitteln ein SPV der Europäischen Investmentbank (EIB) gegründet werden, welches eigene Anleihen begeben und Schulden der Krisenländern aufkaufen dürfe. Die Bonds des SPV würden zudem als Collateral bei der EZB akzeptiert werden. Die Hebelwirkung könnte bei 8:1 liegen.

Finanzminister Schäuble bekräftigte gestern, dass es zu keiner Aufstockung des EFSF kommen werde. Damit sollen vor allem FDP Politiker vor der kommenden Abstimmung überzeugt werden. Nebelkerzen werden ständig geworfen und verunsichern die Anleger! Gleichzeitig warnte Bundesbank-Chef Weidmann vor einer potenziellen Überforderung Deutschlands durch größere Rettungsschirme.

Nach Spekulationen um deutliche EZB Zinssenkungen von bis zu 50bps im Oktober haben EZB Politiker diese zurückgewiesen. Dennoch seien Zinssenkungen bei schwächer als erwarteten Makro-Entwicklungen möglich, sagte EZB Ratsmitglied Mersch.

Spanien hat das Parlament gestern erwartungsgemäß aufgelöst und den 20. November für Neuwahlen bekanntgegeben. Das Parlament hatte den EFSF bereits gebilligt.

Syrien hat ausländische Unternehmen zu einem Stopp der Ölforderung angewiesen und damit auf die unzureichende Lagerkapazität reagiert. Zuvor hatte das Land versucht, das Öl außerhalb der EU zu verkaufen. Das Embargo seint Wirkung zu zeigen!

Ex-Bundesbankchef Axel Weber tritt womöglich früher als geplant in die Führung der UBS ein. Es werde nach Reuters Informationen die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung gefordert, um seine Einberufung in den Verwaltungsrat vorzuziehen.

Heute kommen u.a. Spanien (10.30; Bills) und Italien (11Uhr; Bills und €3,5Mrd
2013Bonds) an den Markt. Zudem ist der griechische Premier Papandreou in Berlin und trifft sich am Abend mit Kanzlerin Merkel.

Papandreou hielt eine flammende Pro-Europa Rede bei dem BDI Treffen, in der er betonte, dass Europa zusammenstehen und aus Fehlern der Vergangenheit lernen müsse. In jeder Krise stecke auch eine Chance, die wir nutzen müssen. Europa werde gestärkt aus der Krise hervorgehen.

18:21 Uhr: DAX 5.628,44 +5,29% – Gold 1.662,80 +2,74% – Silber 32,31 +5,48%

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Über Bernd Veith

Im Jahr 2016 blicke ich auf eine 25 jährige Erfahrung im Investmentbereich zurück. Nach meiner Ausbildung zum Kaufmann und Abschluss des allgemeinen wirtschaftlichen Abiturs, studierte ich zunächst an der Justus Liebig Universität in Gießen Psychologie. 1991 begann ich meine Laufbahn im Investmentbereich bei der Tecis Holding AG in Hamburg. Nach dem Aufbau einer Vertriebskoordination für die Cato GmbH, einem Unternehmen der Tecis Holding AG, in Lich, Hessen, machte ich mich 1995 mit einer Investmentberatung für Privatkunden und Unternehmen in Frankfurt selbständig und gründetet 1998 zusammen mit Michael Müller die Müller & Veith GmbH in Frankfurt. Die Müller und Veith Investmentfonds Beratungs GmbH etablierte sich schnell als eines der führenden Unternehmen und Spezialist in Beratung sowie Execution von offenen Investmentanlagen für private sowie institutionelle nationale wie internationale Mandate. Viele innovative Neuerungen in der Darstellung von Depots und in der professionellen Beratung und Betreuung von Kunden, die heute als selbstverständlich gelten, wurden durch die Müller & Veith GmbH initiiert oder zumindest maßgeblich beeinflußt. Der Firmensitz der Müller & Veith GmbH wurde im Laufe der Unternehmensgeschichte von Frankfurt a. Main nach Friedberg/Hessen verlegt. 2016 entschloß ich mich, die Müller & Veith GmbH an Herrn Volker Stache zu verkaufen und konzentriere mich nun weiterhin auf das, was mir am wichtigsten ist. In der neuen Funktion als Seniorberater, stehe ich selbstverständlich weiterhin den Kunden der Müller & Veith GmbH zur Verfügung. In meinem neuen Unternehmen investment-know-how, biete ich meine 25 jährige Erfahrung im Vertrieb, Investmentbereich, Kundenberatung, Unternehmensaufbau und -optimierung und natürlich auch als Investor, der sein eigenes Vermögen verwaltet, in Form von Coaching, Consulting und Events im Bereich B2C und B2B an. Sprechen Sie mich dazu gerne an! Mein Lieblingszitat ist: "Du mußt das was du denkst auch wollen, du mußt das was du willst auch sagen und du mußt das was du sagst auch tun"! (Alfred Herrhausen)

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8 Kommentare - “Summa Summarum”

  1. Jacques Koopman Sagt:

    Gefällt mir!

    Antwort

  2. rhein-main Sagt:

    Der griechische Ministerpräsident Papandreou hat den Willen seines hochverschuldeten Landes zum Wandel bekräftigt. Alle Verpflichtungen würden eingehalten, versicherte er vor einem Treffen mit Kanzlerin Merkel. Die sagte deutsche Hilfe zu. Tja, wie blöd kann man denn nur sein, das den Griechen zu glauben. Wenn ich ein Darlehen bei meiner Bank aufnehmen muss, muss ich Sicherheiten hinterlegen. Und hier, ein paar schöne Worte und dann hagelt es Euros.

    Antwort

    • Bernd Veith Sagt:

      Hallo rhein-main,
      tja, mir geht es ähnlich, wenn ich mir die Gemengenlage anschaue. Trotzdem schwanke ich zwischen fallen lassen und helfen.
      Griechenland hat das Bruttosozialprodukt von Hessen, ist also für Europa verkraftbar und eine gute Investition, wenn wir dadurch andere Länder vor einer solchen Situation bewahren. Die Argumente, dass Europa mit dieser Strategie seit Jahrzehnten in Frieden lebt, eine gemeinsame Währung das Zusammenleben und die Zugehörigkeit fördert, sind gute Argumente und mir den einen oder anderen Euro wert. Chinas Wachstum ist dieses Jahr um einiges größer als das der USA und Deutschland zusammengenommen. Ich glaube als Einzelstaat hätten wir auf Dauer kaum eine Chance. Es bleibt uns abzuwägen, was es uns wert ist, ohne zu wissen, wo es uns hin führt! Ps. Ich lade Sie gerne in meine Netzwerke ein, suchen Sie mich einfach mit meinem „Guten Namen“ 😉 .
      MfG
      Bernd Veith

      Antwort

  3. Dirk Ludewig Sagt:

    kurz und prägnant , weiter so , danke

    Antwort

  4. Ulrich Bráun Sagt:

    Kurz und bündig. Das scheint mir sehr ökonomisch im Besten Sinne!

    Antwort

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